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Bernhard bleibt in Eberswalde

Strahlende Gesichter: Vizelandrat Carsten Bockhardt gratuliert Anton Götz zu seinem Erfolg. Seine Sieger-Zeichnung wird nach der Ausstellung in der Kleinen Galerie einen Ehrenplatz im Büro von Vater Bernhard Götz finden.
Strahlende Gesichter: Vizelandrat Carsten Bockhardt gratuliert Anton Götz zu seinem Erfolg. Seine Sieger-Zeichnung wird nach der Ausstellung in der Kleinen Galerie einen Ehrenplatz im Büro von Vater Bernhard Götz finden. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Monika Schmidt / 09.04.2014, 20:43 Uhr - Aktualisiert 12.04.2014, 08:46
Eberswalde (MOZ) Der Sieger des Wettbewerbs Bernhard kommt aus Eberswalde. Mit der Preisverleihung für die schönsten Arbeiten am Mittwochnachmittag wurde zugleich die 276. Ausstellung in der Kleinen Galerie eröffnet. Die Illustrationen stammen von der Grafikdesignerin Antje Schmidt.

Der Sieger ist ermittelt: Anton Götz (14) aus Eberswalde gewann den diesjährigen Illustratoren-Wettbewerb "Bernhard" des Landkreises Barnim.
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"Bernhard"-Zeichenwettbewerb

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Was Eberhard für erwachsene Autoren und Bernadette für den schreibenden Nachwuchs das ist Bernhard für alle, die gern zeichnen. Vergeben wird der Preis alle zwei Jahre. Grundlage sind die Geschichten der preisgekrönten Autoren. Annegret Böhme aus Frankfurt (Oder) hatte im vergangenen Jahr die Jury mit ihrer Erzählung "Der Wind braucht keine Zahnputzbecher" überzeugt, der Barnimer Schüler Arne Sommer mit "Der Drachenbauer". 222 Illustrationen waren zu beiden Arbeiten eingereicht worden. Die 29 Bilder, die jetzt in der Kleinen Galerie im SparkassenForum zu sehen sind, widmen sich vorwiegend der Drachengeschichte, wie Juryvorsitzende Gudrun Sailer berichten konnte.

Anton Götz aus Eberswalde hatte bis zur Preisverleihung keine Ahnung, dass er die schönste Illustration eingereicht hatte. "Das ging aus der Einladung nicht hervor. Es ist aber ein sehr schönes Gefühl", sagt der Schüler der 8. Klasse aus dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium. Zeichnen gehört zu seinen Hobbys, am liebsten mit Bleistift. Für den Bernhard hat er sich das erste Mal an Feder und Tusche gewagt. "Das erscheint alles federleicht. Talent ist da und vielleicht beschäftigt er sich später auch einmal beruflich mit Kunst", bescheinigt Gudrun Sailer dem 14-Jährigen. Vater Bernhard Götz, der sich die Preisverleihung nicht entgehen lassen wollte, wird dem Drachenbild einen Ehrenplatz in seinem Büro geben. "Das hat er von meiner Frau, die zeichnet auch sehr gern", sagt er nicht ohne Stolz.

Die 17-Jährige Montaga Al-Taksh aus der Wilhelm-Conrad Röntgen-Gesamtschule Zepernick konnte mit ihrer Kaltnadelradierung überzeugen. Preise gab es auch für Jakob Wesner, Schüler der dritten Klasse, für seine farbenfreudige Malerei zum Drachenflieger, für Kimberly Fuhns, deren ausdrucksstarke Wachskreidezeichnung die Einladungskarte zur Ausstellung schmückt, und Jessica Havemann, die ebenfalls aus dem Humboldt-Gymnasium kommt und mit ihrer Kaltnadelradierung zum Thema Drachenbauer überzeugen konnte. Sie durften sich über Büchergutscheine freuen.

Vizelandrat Carsten Bockhardt erinnerte an die Anfänge der Kinder- und Jugendliteratur im Barnim. "1988 haben wir mit Autorenlesungen an den Schulen begonnen, 1992 angefangen Preise zu vergeben. Eberhard ist mit 2500 Euro dotiert, Bernadette mit 100 Euro. Dabei geht es allerdings weniger um das Geld als vielmehr die Anerkennung", sagte er. Dass er sich eine weit größere Beteiligung der Schulen wünscht, daraus machte er keinen Hehl. "Offensichtlich wissen noch nicht alle Schulen, dass es diese Wettbewerbe gibt."

Für die Kinder- und Jugendakademie Eberswalde trifft das nicht zu. Die Schule in Trägerschaft der Johanniter hatte sich gleich mit mehreren Zeichnungen beworben. Als Anerkennung darf sie sich über einen Workshop mit Illustratorin Anke am Berg aus Panketal freuen. Bürgermeister Friedhelm Boginski, der die Ausstellung eröffnete, freute sich über das künstlerische Potenzial des Nachwuchses. "Die Bilder von Antje Schmidt passen wunderbar zu euren Arbeiten", bescheinigte er der Profikünstlerin und den Hobbyzeichnern.

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