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Gemeindevertreter beschließen Haushalt

Reichenwalde investiert nur 164 000 Euro

Manja Wilde / 11.04.2014, 07:04 Uhr
Reichenwalde (MOZ) Einige Wünsche bleiben in diesem Jahr in Reichenwalde offen. Lediglich 164 000 Euro stehen für Investitionen bereit. Und selbst diese können nur teilweise aus Einnahmen gedeckt werden - 110 000 Euro müssen den Rücklagen entnommen werden. Jetzt haben die Gemeindevertreter den Haushalt beschlossen.

Die Bauarbeiten an der Straße "Am Berge" in Reichenwalde sind in vollem Gange. Der Sandweg erhält eine Asphaltdecke. Die Maßnahme findet im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens statt. Rund 50 000 Euro sind dafür in den Haushalt 2014 eingestellt. Es ist die größte Investition, die sich die Gemeinde in diesem Jahr leistet. An zweiter Stelle folgt Grunderwerb für rund 46 000 Euro. Weitere 45 000 Euro sollen in die Regen-Entwässerung des Mühlenbergs investiert werden - wobei die Gemeindevertreter sich bereits darauf verständigten, nur die Hälfte davon 2014 einzusetzen und statt dessen noch etwa 20 000 Euro für die Verschönerung der Dorfaue in Reichenwalde zu investieren.

Alles in allem stehen 164 000 Euro für Investitionen im Haushalt. Lediglich ein Drittel dieser Summe kann durch Schlüsselzuweisungen und Verkaufserlöse gedeckt werden, schilderte Amtskämmerin Christa Schönsee den Gemeindevertretern. "Es ist alarmierend, wenn man 110 000 Euro von 164 000 zuschustern muss", sagte Bürgermeister Heinz Döbler. Die Summe wird dem Kassenbestand entnommen, der zum Jahresanfang einen vorläufigen Stand von 205 000 Euro hatte. Kredite lasten nicht auf der Gemeinde.

Dafür bleiben einige Wünsche unerfüllt. Der Ausbau der Silberberger Straße zum Beispiel. "Er ist gegenwärtig bis 2017 nicht darstellbar", betonte die Kämmerin. "Und die Parkplätze an unserem Dorfgemeinschaftshaus sind jetzt auch flach gelegt?", erkundigte sich Kolpins Ortsvorsteherin Renate Nifke. Nein, dabei handele es sich um einen "Rest" aus 2013, sagte Christa Schönsee. "Die Arbeiten können jetzt losgehen", fügte Amtsdirektor Carsten Krappmann an.

Überhaupt sei es nicht so, dass ein Ortsteil der Gemeinde völlig leer ausgehe, erklärte die Kämmerin. Im Bereich Straßenunterhalt seien überall Maßnahmen geplant. In Kolpin wird der Gehweg in der Hauptstraße repariert, in Dahmsdorf stehen Arbeiten am Silberberger Weg an, in der Dorfstraße sollen Risse geschlossen werden, zudem steht der Radweg Richtung Storkow im Plan. In Reichenwalde fließt Geld in den Graben hinter der Kita und in die Dorfaue.

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