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Deutsch-Polnisches Engagement

Hubertus Rösler / 14.04.2014, 06:50 Uhr
Frankfurt (fwe) Die Gründung einer deutsch-polnischen Grundschule mit muttersprachlichem Unterricht und die Einrichtung einer Stiftung für deutsch-polnische Projekte waren die zwei Hauptpunkte der ersten Sitzung des Frankfurt-Slubicer Netzwerktreffens. Rund 20 Leute waren der Einladung von Philipp Kubicki, Mario Quast, Kamil Wiecek und Sören Bollmann am Freitagabend ins Slubicer Kulturhaus Smok gefolgt.

Die vier Organisatoren betonten, dass sie als Privatpersonen zunächst Freunde und Bekannte aus ihrem deutsch-polnischen Umfeld eingeladen hatten, gemeinsam ein neues Bürgerforum zu gründen. "Aber auch alle anderen sind willkommen", sagte Philipp Kubicki. Das Netzwerk soll dem Austausch von Erfahrungen dienen, als Plattform zur Durchführung eigener Projekte und Unterstützung anderer Projekte. "Wir wollen einen Beitrag zur Entwicklung der Stadt leisten", fuhr er fort. Der gelernte Jurist wies darauf hin, dass es bereits viele Aktive und Engagierte in Frankfurt und Slubice gäbe, diese aber oft nicht wahrgenommen würden. "Wir wollen gemeinnütziges bürgerliches Engagement, wir möchten innovative Projekte mit Mehrwert auf den Weg bringen und keine Konkurrenz zu bestehenden Projekten sein", erklärte Kubicki.

Eins dieser neuen Projekte könnte eine deutsch-polnische Grundschule sein. "Es gibt solche Projekte in Kindergärten und weiterführenden Schulen", berichtete Pädagoge Kamil Wiecek. Dazwischen sei aber derzeit eine Lücke. Polnisch-AGs gäbe es zwar, dies wäre aber für polnische Muttersprachler zu wenig. Daher wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die prüfen soll, ob bestehende Projekte an Grundschulen ausgebaut werden könnten oder ob es möglich ist, eine eigene Schule zu gründen. Der Stadtverordnete Josef Lenden begrüßte diesen Vorschlag: "Wir hatten bei der Zukunftsplanung für die Stadt ähnliche Ideen, haben diese nur nie zu Ende durchdacht."

Um Projekte wie die Schule auf den Weg bringen zu können, stellte Sören Bollmann die Idee einer Stiftung vor. "Man braucht eine Rechtsform, um Fördermittel beantragen und Eigenanteile leisten zu können", gab er zu bedenken. Auch dafür wurde zunächst eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die beim nächsten Treffen erste Ergebnisse präsentieren wird. Wie man ein richtiges Netzwerk aufbauen und bereits Aktive gewinnen kann, werden - neben den Arbeitsgruppen - Themen des nächsten Treffens am 27. Juni um 19 Uhr im Smok sein.

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Gelddruckmaschine 14.04.2014 - 08:54:05

Ja die Sache mit dem Geld

Fördergeld=Steuergeld Habt ihr denn den Anteil der Polen auch schon bestimmt oder soll wieder einmal nur der dumme Deutsche zahlen? Ach sind ja nur Fördergelder aus dem Drucker.

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