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Emotionales Thema heiter aufgearbeitet

Lorena Kumpf / 20.04.2014, 08:40 Uhr
(MOZ) Deprimierend, traurig, angstmachend - so stellte ich mir bisher jedes Buch über Krebs vor. Wie sollte es anders sein, wenn die Hauptfigur wahrscheinlich sterben wird? In "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" änderte sich meine Haltung bereits beim Lesen der ersten Zeilen. Hazel Grace erkrankt mit 13 Jahren an Schilddrüsenkrebs und ist mit 16 an Sauerstoffflaschen gebunden. Sie weiß, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie stirbt. Augustus Walters (17) wurde wegen Knochenkrebs ein halbes Bein amputiert. Er gilt als geheilt. Die beiden lernen sich kennen, verlieben sich und fliegen nach Amsterdam. Dort haben sie die beste Zeit ihres Lebens, bis sie vom Schicksal verraten werden...

John Green hat es durch seinen einzigartigen Schreibstil geschafft, ein Buch über ein emotionales und trauriges Thema zu schreiben, das größtenteils heiter, lebensfroh und witzig ist. Er rückt den Fokus weg von der Krankheit und hin zu den Protagonisten, was bewirkt, dass man den Krebs zwischenzeitlich komplett ausblendet. Nur am Ende überwiegt die Trauer. Im Buch wird intelligenter, sarkastischer Humor mit einer Vielzahl von poetischen Metaphern verbunden. Viele Sätze erweisen sich als kluges Zitat und Lebensweisheit. Obwohl das Buch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" doch relativ wenig Handlung besitzt, hat es mich, vor allem durch das Zusammenspiel von Trauer und Leichtigkeit, doch überzeugt.

Fazit: exzellent

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