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Abgeordnete beraten über Antrag zu Heinersdorfer Gemeinschaftshaus

Demo für Standort Schloss

Uwe Stemmler / 23.04.2014, 05:44 Uhr
Steinhöfel/Heinersdorf (MOZ) Einen Monat vor der Kommunalwahl kommen die Gemeindevertreter von Steinhöfel am Donnerstag zu einer außerplanmäßigen Sitzung zusammen. Anlass ist ein Einwohnerantrag, dementsprechend steht auf der Tagesordnung ein einziges, dafür aber umso brisanteres Thema. Es geht um den Standort des neuen Dorfgemeinschaftshauses von Heinersdorf. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Gemeindeamt. Im Vorfeld findet eine Demonstration statt.

Das Dorfgemeinschaftshaus entsteht im Feuerwehrgebäude; so steht es im Haushalt der Gemeinde. Ziel des Einwohnerantrags ist, das zu kippen. Alternativ-Standort ist das Schloss, auch Gutshaus genannt. "Es ist eines der bedeutendsten Baudenkmale der Gemeinde. Nur durch dauerhafte Nutzung kann es vor dem Verfall gerettet werden", heißt es im Antrag, der von mehr als 600 Menschen unterschrieben wurde. Die Gegenseite argumentiert mit höheren Kosten im Vergleich zur Feuerwehr-Variante.

Streit gab es im Vorfeld sogar um den Sitzungsort für Donnerstag. Der Heinersdorfer Ortsbeirat beantragte angesichts des zu erwartenden großen Besucherandrangs eine Verlegung in die Heinersdorfer Grundschule. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Bernd Pelz, einer der Feuerwehr-Befürworter, lehnte das ab. "Ausnahmen sind nur vorgesehen, wenn ein neuer Raum eingeweiht werden soll", sagte er. Seinen Worten nach wäre nach diesem Prinzip das neue Dorfgemeinschaftshaus in Jänickendorf in Frage gekommen. "Wir wollten aber nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen. Steinhöfel als neutraler Boden ist die beste Variante", sagte er. Aus Jänickendorf kommt Bürgermeisterin Renate Wels, die Hauptgegnerin der Einwohnerantrag-Initiatoren, und auch der Bau des dortigen Dorfgemeinschaftshauses war umstritten.

Die Schloss-Befürworter haben unterdessen im Vorfeld der Sitzung die "Bürgerinitiative Gutshaus Heinersdorf" gegründet. Für 18 Uhr hat sie eine Demonstration vor dem Gemeindeamt angemeldet.

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Nico 23.04.2014 - 11:03:53

Frau Wels braucht mehr Fakten

Wozu überhaupt eine Versammlung? Frau Wels kann doch gleich sagen was sie von ihren "glorreichen 9" bescchließen lässt! Die Quittung bekommen diese Herrschaften zur Kommunalwahl! Hoffentlich!

Steffen Adam 23.04.2014 - 10:03:21

Sachargumente zählen nicht!

Leider greifen die Bürger in Steinhöfel immer mehr zur Wahrung ihrer Interessen zu solchen Mitteln. Eine Kommunikation mit "anders" denkenden findet nicht statt, sie werden eher als störend empfunden. In Heinersdorf kämpfen die Bürger um den Erhalt eines Hauses, das im Eigentum der Gemeinde ist, sie sind bereit, mit Geld und Tatkraft zu unterstützen. Bisher sind schon 22.000 Euro gespendet worden. Rund 750.000 Euro kamen aus Steuergeldern dazu. Es wird schon lange nicht mehr sachlich diskutiert, sondern einfach nur gesagt: Das geht nicht!

Gisbert 23.04.2014 - 09:36:49

Werbung für die Kommunalwahl

Jetzt können unsere Gemeindevertreter mal zeigen was in ihnen steckt! Das Verhalten des Herrn Pelz braucht man ja wohl nicht weiter zu kommentieren! Es wird Zeit das solche Leute aus der Gemeindevertretung verschwinden! Es heißt ja auch "Gemeindevertretung" und nicht "Welsvertretung"! Das hat Herrn Pelz nur noch niemand erklährt!

Hdfin 23.04.2014 - 07:06:57

Ich bin dabei

Es war nie ein Schloss ,immer ein Gutshaus. Im Volksmund wurde es allerdings Schloss genannt.

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