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Acht Storchenpaare im Ort / Energieversorger hilft beim Mastbau

Criewen auf dem Weg zum Storchendorf

Adebar-Bett: Ingo Heinrich aus Criewen, Robby Winkelmann von E.ON und Naturwächter Uwe Schünmann beim Nestbau.
Adebar-Bett: Ingo Heinrich aus Criewen, Robby Winkelmann von E.ON und Naturwächter Uwe Schünmann beim Nestbau. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Michael Dietrich / 23.04.2014, 06:45 Uhr
Criewen (MOZ) Seit wenigen Tagen hat der Schwedter Ortsteil acht Storchenpaare. Damit könnte Criewen das erste Storchendorf an der Oder werden. "Ab acht Paaren spricht man vom Storchendorf", erklärt Naturwächter Uwe Schünmann vom Nationalpark.

Der ehrenamtliche Storchenbeauftragte hat in den vergangenen Jahren viel dafür getan, in Criewen und in anderen Orten neue Nisthilfen für die beliebten Schnäbler zu organisieren. Der 2012 neu errichtete Mast an der Gaststätte "Zur Linde" ist seit einigen Tagen von einem Storchenpaar dauerhaft besetzt.

Die Nisthilfe auf dem Schornstein der Criewener Milchagrargesellschaft, die Uwe Schünmann 2013 mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr errichtete, ist ebenfalls seit kurzem besetzt. Und sogar auf einem nagelneuen Mast, der vor wenigen Tagen mit Unterstützung des Energieversorgers E.ON bei Ingo Heinrich in Criewen aufgestellt wurde, ist bereits wenige Tage später Storchenbesuch gesichtet worden.

Auch die bereits seit längerem bewohnten Nester an der Pension Storchennest, am Parkgarten, an der ehemaligen Saatzucht, im Wiesenweg, am Vorwerk und bei Bauer Meene sind von den Zugvögeln bereits wieder in Beschlag genommen. Kommt es bei allen acht Storchenpaaren tatsächlich zu Nachwuchs, könnte der Criewener Rekord von 2011, als es mit einer zusätzlichen Baumbrut schon einmal sieben Storchenpaare gab, noch getoppt werden. Es gibt übrigens noch weitere unbesetzte Nisthilfen in Criewen.

Am Parkgarten hat Anwohner Manfred Albrecht kürzlich mit Helfern eine Storchen-Infotafel aufgestellt. Sie informiert über das 20-jährige Jubiläum der Aufstellung des Mastes und alle Daten der Storchenpaare seit 2000.

Den Titel "Europäisches Storchendorf", den zum Beispiel Rühstädt (23 Paare) oder Malpartida de Caceres in Spanien (80 Paare) tragen, hat die Stiftung Euronatur auch schon Orten mit vier Paaren vergeben.

Gewürdigt werden dabei auch das Engagement der Bevölkerung für den aktiven Storchenschutz, Storchenfeste, Mal- oder Fotowettbewerbe, die Einbettung des Storchenschutzes in großräumige Schutzgebiete. Criewen überlegt nun, sich zu bewerben.

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