Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sechs von acht Teilnehmern des deutsch-polnischen Bildhauersymposiums in Biesenthal stehen fest

Die Qual der Wahl

Emerita Pansowova, Gregor Wies, Andrzej Brostowski, Mathilde Mélois und Anne Schulz (v. l.) gehören der Jury an.
Emerita Pansowova, Gregor Wies, Andrzej Brostowski, Mathilde Mélois und Anne Schulz (v. l.) gehören der Jury an. © Foto: Wolfgang Rakitin
Sabine Rakitin / 24.04.2014, 07:50 Uhr
Biesenthal (MOZ) Vom 22. August bis zum 7. September findet in Biesenthal die "4. Werkstatt im Freien" statt. Das Thema des deutsch-polnischen Bildhauersymposiums lautet diesmal "Stadt im Wandel". Sechs der insgesamt acht Teilnehmer stehen bereits fest.

Die Skizzen und Ideen, die im "Steinwerk" Biesenthal, dem Atelier von Anne Schulz und Emerita Pansowova, zur Auswahl für die Jury auf dem Tisch liegen, können unterschiedlicher nicht sein. Mit vorwiegend sakraler Kunst wollen sich polnische Bildhauer für die Teilnahme an der 4. Werkstatt im Freien empfehlen. Mit dem Thema des Symposiums "Stadt im Wandel" hat die aber nicht viel zu tun. Kuratorin Anne Schulz ist deshalb skeptisch und will ihre drei Punkte, die jedes Jury-Mitglied zur Verfügung hat, nicht sofort vergeben. Möglicherweise gehen bis zum 30. April ja noch weitere Bewerbungen aus dem Nachbarland ein, spekuliert die Biesenthalerin. Einem polnischen Bildhauer gibt sie aber bereits jetzt ihre Stimme: Ryszard Wilk aus Szczecin. Der 75-Jährige arbeitet seit mehr als 35 Jahren vorwiegend mit Steingut. Das ist in der Kunst so selten, dass er sich das Verfahren patentieren ließ. Seine Arbeiten, darunter "Das Zeichen", ein Denkmal im polnischen Gozdnica, Skulpturen und Reliefs, gefallen Anne Schulz. "Die Qualität der bildhauerischen Arbeit und gestalterische Aspekte" sind ihre Kriterien, nach denen sie ihr Votum abgibt.

Emerita Pansowova, Kuratorin wie Anne Schulz, mag Werke, "von denen etwas Kraftvolles, Großes ausgeht". Darin sieht sie auch eine Verbindung zum Thema "Stadt im Wandel". Der Entwurf von Alla Krasnitzki aus Berlin "Das vertikale Labyrinth" kommt dieser Vorstellung durchaus nahe. "Die Städte wachsen, breiten sich aus und verzweigen sich. Sie werden zu einem vertikalen Labyrinth, in dem sich der Mensch verliert", erläutert Alla Krasnitzki ihre Idee, die sie als Sandstein-Plastik in einer Größe von 140x40x40 Zentimetern umsetzen will, falls sie bei der Biesenthaler Werkstatt im Freien dabei sein kann.

Die gebürtige Russin wird dabei sein. Sie erhält von der Jury ebenso den Zuschlag wie Gunther Schöne, Jahrgang 1947, aus Berlin, der sich mit der Plastik "Stein mit vier geschnittenen Seiten" für die Teilnahme am Symposium empfiehlt. Dritter im Bunde der deutschen Künstler ist Uli Mathes, ebenfalls aus Berlin. Der diplomierte Sportwissenschaftler absolvierte Anfang der 1980er-Jahre eine Ausbildung zum Steinmetz, war Mitarbeiter bei dem Leipziger Bildhauer Otto Berndt Steffen und ist seit 1988 selbst freischaffend als Bildhauer tätig.

Die Skulpturen, die in der Werkstatt im Freien entstehen, bleiben Eigentum der Künstler, werden aber für zwei Jahre in der Stadt Biesenthal aufgestellt.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG