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Zechiner wünschen sich Jugendwehr

© Foto: michael märker
Ulf Grieger / 24.04.2014, 20:12 Uhr
Zechin (MOZ) Wie realistisch ist es, dass in Zechin eine Jugendfeuerwehr eingerichtet wird? Diese Frage haben die Gemeindevertreter am Mittwoch mit Andrea Lehmann von der Amtsverwaltung sowie Jens Affelt und Florian Bonin von der Ortswehrführung beraten. Dabei wurde vereinbart, zunächst den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln. Denn der Aufwand wäre enorm.

Im Schulbereich Golzow konzentriert sich die Jugendarbeit der Ortswehren am Standort Golzow. Dort haben Angela Kopp, Martin Engel und viele ihrer Mitstreiter gemeinsam mit engagierten Eltern eine starke Jugendfeuerwehr aufgebaut. Zwei Mal wöchentlich trainieren dort 25 Kinder und Jugendliche an der speziellen Ausbildungstechnik, die das Amt zur Verfügung stellt. Mit großem Enthusiasmus haben die jungen Brandschützer einen Tragkraftspritzenanhänger aus dem Bestand der Einsatzkräfte für ihre Bedürfnisse renoviert. Die Finanzierung der "Wartung" und Umnutzung erfolgt durch das Amt als Träger des Brandschutzes, da der TS-Anhänger auch künftig zur Ausrüstung der Amtswehr gehört.

Zur Golzower Jugendfeuerwehr gehören auch Zechiner Kinder. Derzeit sind es sechs in der Altersgruppe U10. Einige Eltern haben Fahrgemeinschaften gebildet, um ihre Kinder dienstags und mittwochs zur Ausbildung zu fahren.

Kürzlich hatte eine Mutter eines dieser Kinder angeregt, dass doch auch in Zechin eine Jugendfeuerwehr eingerichtet werden könnte. Damit würden sich die Eltern die Fahrerei nach Golzow ersparen. Der Vorschlag wurde von Ortsvorsteher Hans-Jürgen Specht aufgegriffen und in der Gemeindevertretung vorgetragen. Bürgermeister Dieter Rauer lud daraufhin die Ortswehrführung in den Gemeinderat ein. Dort erläuterte Andrea Lehmann, für Brandschutz zuständige Mitarbeiterin des Amtes, dass grundsätzlich jede Ortswehr eine Jugendfeuerwehr einrichten kann, in der Kinder ab zehn Jahren ausgebildet werden. Die Jugendfeuerwehr muss im Landesverband angemeldet werden. Dann sind die Kinder auch versichert. Mit Eintritt in die Jugendwehr zählt auch für jedes Feuerwehrmitglied die Dienstzeit, wenn sie nicht für ein halbes Jahr unterbrochen wird. Zu den Voraussetzungen einer Jugendwehr gehören speziell ausgebildete Betreuer, sanitäre, technische und räumliche Voraussetzungen, die in Zechin erst geschaffen werden müssen.

Ortswehrführer Jens Affelt macht deutlich, dass zunächst einmal ermittelt werden müsse, wie viel Kinder tatsächlich in einer Jugendwehr Zechins eintreten würden. "Sonst betreiben wir hier den großen Aufwand umsonst." Frühestens im Oktober könnten Zechiner Feuerwehrleute zur Jugendwartausbildung nach Eisenhüttenstadt geschickt werden. Am 14. Juni um 10 Uhr will sich die Feuerwehr im Gemeindezentrum bereithalten, um interessierte Eltern über die Möglichkeiten einer Jugendwehr aufzuklären. Bürgermeister Dieter Rauer machte keinen Hehl daraus, dass ihm die Idee einer Zechiner Jugendwehr sehr gefällt.

Amtswehrführer Andreas Zwick äußerte sich skeptisch zu den Plänen. In Golzow sei die Kontinuität der Ausbildung gegeben und alle Voraussetzungen werden erfüllt. Am 6. Mai wird die Initiative Thema bei der Wehrführerberatung sein. Angela Kopp, sie ist die Jugendwartin in Golzow, würde es sehr bedauern, wenn die kleinen Zechiner Brandschützer, die derzeit in zwei Gruppen lernen, nicht mehr in Golzow dabei wären. Zumal für das bevorstehende Zeltlager und die Wettkämpfe alles geplant ist. "Ich biete aber Hilfe an. Die Zechiner könnten ja mal kommen und sich anschauen, was wir hier machen", schlägt sie vor. In diesem Zusammenhang lädt sie auch alle interessierten Zechiner dazu ein, am 14. Juni nach Genschmar zu den Verbandsmeisterschaften zu kommen und sich anzuschauen, wie die Jugendwehren wetteifern.

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