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Erdogan weist Gauck-Kritik als Einmischung zurück

Viertägige Reise durch die Türkei: Bundespräsident Joachim Gauck (links) und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan unterhalten sich am 28.04.2014 in der Residenz des Ministerpräsidenten in Ankara (Türkei).
Viertägige Reise durch die Türkei: Bundespräsident Joachim Gauck (links) und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan unterhalten sich am 28.04.2014 in der Residenz des Ministerpräsidenten in Ankara (Türkei). © Foto: dpa
dpa / 29.04.2014, 12:51 Uhr
Ankara (dpa) Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Kritik von Bundespräsident Joachim Gauck an seiner Regierung scharf zurückgewiesen. "Ich habe dem deutschen Staatspräsidenten gesagt, dass wir seine Einmischung in die inneren Angelegenheiten unseres Landes niemals dulden werden", sagte Erdogan am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu. Mit Blick auf die aus seiner Sicht belehrenden Worte des früheren Pfarrers Gauck fügte Erdogan bei einer Fraktionssitzung seiner Partei AKP in Ankara hinzu: "Der deutsche Staatspräsident sieht sich immer noch als Priester."

Gauck hatte am Montag in einer Rede vor Studenten an der Technischen Universität in Ankara vor einer "Gefährdung der Demokratie" in der Türkei gewarnt. Erdogan nannte die Aussagen Gaucks "sehr seltsam". Gauck reiste am Dienstag zum Abschluss seines Staatsbesuchs nach Istanbul. Dort eröffnete er gemeinsam mit dem türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül eine Türkisch-Deutsche Universität. Am Dienstagabend kehren Gauck und seine Delegation nach Berlin zurück.

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Diego 29.04.2014 - 14:08:06

Hoffentlich

Ganz ehrlich, ich hoffe Herr Erdogan spielt noch sehr lange den neuen Pascha vom Bosporus, solange kommt hoffentlich keiner unserer verantwortlichen Politiker ernsthaft auf den Gedanken, die Türkei auch noch in die EU zu holen. Wir sollten aufhören andere Länder über Demokratie und Rechtstaatlichkeit belehren zu wollen. Andere Länder - andere Sitten. Aktuell ist ja gerade in der Ukraine prima zu sehen, wohin die Einmischung der europäischen Staaten führt.

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