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Für Vielfalt: Klar Flagge gegen Rechts gezeigt

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Hahn/Rachner / 01.05.2014, 17:13 Uhr - Aktualisiert 02.05.2014, 11:29
Falkensee (MZV) "Für Vielfalt und Offenheit": Rund 200 Menschen haben sich am Donnerstagvormittag in Falkensee lautstark Gehör verschafft, indem sie während einer friedlichen Kundgebung gegen die angemeldete Demonstration der NPD mit rund 20 Teilnehmern und etwa zehn Zuhörern protestierten. Die Polizei, die nach dem Einsatz eine positive Bilanz zog, hatte eine 300 Meter lange Bannmeile geschaffen.

Die Stimmung bei den Gegendemonstranten war bestens und nahm volksfestähnliche Züge an. Das fröhliche Demokratiefest mit Sambatrommeln, Luftballons und Sonnenblumen wurde von der Initiative „Willkommen in Falkensee“ initiiert. „Es war uns wichtig, den Menschen ein ,Alternativbild' im Hinblick auf Lebensfeude, Offenheit und Vielfalt zu zeigen. Ich denke, das ist uns mit Trommelrhythmen, dem Maibaum und dem herzlichen Miteinander gelungen“, sagte deren Sprecherin Kathleen Kunath. „Das ist ein Riesenerfolg. Wir konnten zehnmal so viele TeilnehmerInnen mobilisieren wie die NPD, obwohl deren ehemaliger Bundesvorsitzender sprach. Ich freue mich sehr, dass wir zeigen konnten, dass in Falkensee kein Platz für Neonazis ist!“.

In Falkensee haben sich am Donnerstagmorgen rund 150 Demonstranten unter lautstarkem Protest mit Trillerpfeifen und Trommelarien dem Aufmarsch der NPD entgegengestellt. Die Polizei hat laut Angaben einer Sprecherin ein positives Fazit gezogen. Es habe keine Probleme gegeben, sagte sie.
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Auch das „Bündnis gegen Rechts“ und nahezu alle demokratischen Parteien hatten ebenfalls ihre Mitglieder zur Teilnahme aufgerufen. Diese zeigten mit Transparenten und Pflastermalereien deutlich Flagge. „Es war aus unserer Sicht sehr schön und erfolgreich. Wir haben deutlich gemacht, dass Falkensee eine Stadt der Vielfalt ist“, sagte Bündnissprecher Michael Richter-Kempin.

Rund 75 Polizeikräfte waren am Vormittag im Einsatz, um ein Aufeinandertreffen aus Aspekten der Deeskalation zu verhindern. Auch Ministerialdirigent Dr. Herbert Trimbach, Leiter der Abteilung Öffentliche Sicherheit im Innenministerium, beobachtete die Veranstaltung. „Wir haben hier nur eine kleinere Demo erwartet und waren auf alles vorbereitet“, sagte er. Nach dem Einsatz zog Polizeisprecherin Diane Jende eine positive Bilanz. So habe es keine Platzverweise, keine Anzeigen und auch keine Festnahmen gegeben. „Wir sind zufrieden mit dem Verlauf der beiden Demonstrationen. Aus unserer Sicht ist alles problemlos und ordentlich abgelaufen“, so Jende nach Rücksprache mit Lutz Gündel, dem Leiter der Polizeiinspektion Havelland, der den Einsatz koordiniert hatte.

 

 

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