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Zum Tag des Deutschen Brotes lädt Privatbäckerei Wiese zur Beratung und Verkostung ein

In der Ruhe liegt der Geschmack

Verkäuferin Nicole Berger (l.) bietet Kundin Ingeborg Mertens unterschiedliche Brotsorten zum Kosten an.
Verkäuferin Nicole Berger (l.) bietet Kundin Ingeborg Mertens unterschiedliche Brotsorten zum Kosten an. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Anna Fastabend / 06.05.2014, 07:55 Uhr
Eberswalde (MOZ) "Brot als Grundnahrungsmittel begleitet uns seit Menschengedenken", sagt Bäckermeister Björn Wiese. Der Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks hat am 5. Mai nun schon zum zweiten Mal zum Tag des Deutschen Brotes aufgerufen, an dem sich auch die 1998 gegründete Privatbäckerei Wiese in Eberswalde beteiligt.

Vor der Hauptgeschäftsstelle in der Friedrich-Ebert-Straße hat die Bäckerei am Montag einen Stand aufgebaut, an dem Interessierte Brotsorten wie das Uckerländer Roggenbrot, Wieses Feinschmecker sowie Opa Herbert probieren und kaufen können. Damit die Kunden auch sehen, woraus die Brote gemacht sind, stehen Einmachgläser mit einigen Zutaten bereit. Darunter befindet sich auch ein biologisches Vollkornmehl aus Lichtkornroggen. "Eine wiederentdeckte Sorte, die sehr mild im Geschmack ist", erklärt Verkäuferin Nicole Berger. Die alte Sorte ist auch Bestandteil in ihrem momentanen Lieblingsbrot Anna's Frühlingstraum. Ihr schmeckt das Vollkornbrot mit in der Kruste eingebackenen blauen Kornblumenblüten besonders gut mit Frischkäse und Tomate.

"Private Bäckereien stehen unter enormen Druck", sagt Björn Wiese, der als Obermeister der Bäckerei-Innung Barnim nicht nur für seinen eigenen Betrieb spricht. Mittlerweile gebe es an jeder Ecke industriell hergestellte Backwerke, die deshalb besonders billig seien. Für die gleiche Arbeit würden dort weniger Mitarbeiter als bei traditionellen Bäckereien benötigt, da zur Produktion Maschinen und Backverbesserer eingesetzt werden. "Wir aber lassen dem Teig Zeit, seinen vollen Geschmack zu entwickeln", sagt Wiese. In der Backstube in Britz ruhen die Teige von 24 bis zu 72 Stunden, bevor sie von sechs Bäckern und einem Auszubildenden in Handarbeit zu den rund 25 verschiedenen Broten und einer Vielzahl von Brötchen verarbeitet werden. Und dabei geht es nicht im Morgengrauen los. "Der Erste fängt schon gegen Mitternacht mit dem Backen an", so Wiese.

Kundin Ingeborg Mertens aus Eberswalde erzählt, dass sie bereits eine Führung durch die Backstube mitgemacht hat. Hannelore Bittner, die sich als leidenschaftliche Vollkornbrot-Esserin bezeichnet, hat Anna's Frühlingstraum probiert. "Einfach lecker", findet sie das Brot, das extra für die Jahreszeit entwickelt worden ist. Mit Fernsehkoch Tim Mälzer als neuen "Brotschafter" haben die Innungsmitglieder einen prominenten Fürsprecher für sich gewinnen können.

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