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Tiere mehrfach in der Region gesichtet / Autofahrer sollten besonders vorsichtig sein

Elche machen Station im Stadtwald

Sonja Jenning / 13.05.2014, 19:59 Uhr - Aktualisiert 14.05.2014, 02:19
Fürstenwalde/Schönfelde (MOZ) Zwei junge Elchkühe durchstreifen zurzeit die Region. In den vergangenen Tagen wurden sie bereits zwei Mal gesehen. Vermutlich stammen sie aus Polen und erkunden neue Reviere.

"Es war schon lange mein Wunsch, einem Elch in freier Wildbahn zu begegnen. Aber dass mir das in meinem eigenen Revier passiert, hätte ich nie gedacht", sagt Marcus Hoffmann, Förster im Revier Kleine Heide des Fürstenwalder Stadtwaldes. Am Dienstagmorgen entdeckte er in der Nähe des Friedwaldes zwei Elchkühe. "Sie hatten es sich im Gras zwischen den Maiglöckchen gemütlich gemacht und ruhten sich offensichtlich aus." Statt zu flüchten, beobachteten die beiden den Förster interessiert. "Ich habe mich ihnen bis auf etwa fünf Meter genähert", berichtet Hoffmann, "als ich mich zum Fotografieren hingehockt habe, haben sie sich wieder hingelegt." Er habe nach dieser Begegnung im Fürstenwalder Heimattiergarten angerufen, ob die vielleicht Tiere vermissen. Doch dort sind alle Elche in ihrem Gehege.

Auch Claudia Wehowsky ist von ihrer Begegnung am Montagnachmittag immer noch tief beeindruckt. Die Fürstenwalderin kam den beiden Elchdamen auf der Bundesstraße 168 zwischen Müncheberg und Schönfelde beinahe zum Greifen nah. "Ich fuhr wie immer von der Arbeit nach Hause", erzählt sie. Etwa eineinhalb Kilometer vor Schönfelde fiel ihr auf, dass bereits zwei Autos auf der Straße angehalten hatten. "Plötzlich überquerte ein Elch ganz gemächlich die Fahrbahn." Sie habe dann ebenfalls angehalten und das Tier am Straßenrand beobachtet.

"Es stand einfach da und fraß ein Blatt vom Baum", berichtet Claudia Wehowsky. "Ich war ganz dicht an ihm dran, aber es hat sich überhaupt nicht bewegt. Auch ohne Geweih ist es sehr groß, sodass ich mich nicht getraut habe, auszusteigen." Eine weitere Elchkuh war auf dem freien Feld zu sehen. "Ich konnte gar nicht glauben, was ich gesehen hatte und so ging es vielen, denen ich davon erzählt habe", sagt Claudia Wehowsky. Ihre Fotos jedoch sind ein eindrucksvoller Beweis.

Immer wieder werden im Land Brandenburg die weltgrößten Hirsche gesichtet - erst am Wochenende zwei Elchkühe in Altreetz. "Es handelt sich um junge Tiere, die aus Polen kommen und neue Reviere erkunden", vermutet Marcus Hoffmann. Heimisch würden sie in der Region jedoch nicht werden. "Elche brauchen große, zusammenhängende Waldgebiete, der Lebensraum hier ist zu klein." Autofahrer sollten besonders vorsichtig sein, da Elche im Gegensatz zum heimischen Wild nicht schnell über die Straße springen, sondern diese langsam überqueren und gern auch einmal stehen bleiben.

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Hans Sonnenberg 18.05.2014 - 12:45:59

Elche in Brandenburg

Fürstenwald liegst ja nun nicht wirklich inmitten der Wildnis, oder?

hap 15.05.2014 - 11:32:02

Elchmanagement

Ein Elchmanagement gibt es schon längst in Brandenburg, einfach mal richtig informieren.

Radfahrer 14.05.2014 - 09:55:01

Förster

Jetzt trinken die Förster schon im Dienst :-) Von Seiten der grünen Freunde sollte man jetzt einen Elchmanager ins Leben rufen.

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