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Kammerpräsident Wolf-Harald Krüger besucht Firmen im Landkreis Barnim

Gute Aussichten beim Handwerk

Moderne Anlage: Der Präsident und der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt (Oder), Wolf-Harald Krüger und Uwe Hoppe, lassen sich von Eric und Mike Bensemann (v. l.) die neue CNC-Maschine erklären.
Moderne Anlage: Der Präsident und der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt (Oder), Wolf-Harald Krüger und Uwe Hoppe, lassen sich von Eric und Mike Bensemann (v. l.) die neue CNC-Maschine erklären. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 15.05.2014, 05:45 Uhr
Bernau (MOZ) Der Präsident der Handwerkskammer Frankfurt (Oder), Wolf-Harald Krüger, hat am Mittwoch drei Unternehmen im Barnim besucht. Eine Station war die Elite Holzbau GmbH & Co KG von Eric Bensemann.

Eine große Halle auf einem Gewerbegebiet am Rand von Bernau. Das Tor ist weit geöffnet, drinnen sind einzelne Bereiche abgetrennt. An der einen Seite steht eine Maschine. Zwei, drei Techniker sind gerade dabei, sie einzurichten. Die hochmoderne CNC-Anlage wird Eric Bensemann in wenigen Tagen in Betrieb nehmen.

Am frühen Morgen schaut Wolf-Harald Krüger vorbei. Der Präsident der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) will sich im Barnim darüber informieren, wie es den Unternehmen geht. Die Zimmerei sei gut im Geschäft und stehe damit für die positiven konjunkturellen Aussichten im Handwerk, begründet Krüger den Besuch in Bernau. Weitere Termine will er später bei der Wäscherei Targatz und der Malerfirma "Drei Schilde" (beide Eberswalde) wahrnehmen.

Eric Bensemann, 24 Jahre alt, ist Meister seit 2011. Der junge Mann ist gewissermaßen in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Innungsobermeister Mike Bensemann ist seit vielen Jahren in der Branche tätig, kennt die Auf-und Abschwünge aus eigenem Erleben. In Wandlitz betreiben die beiden Männer jeweils eine eigene Firma. "Mal arbeiten wir zusammen, mal macht jeder sein eigenes Ding", berichtet Bensemann Senior dem Kammerpräsidenten. Die neue Anlage hat jedoch der Junior angeschafft. "Und das ohne Fremdkapital", wie Eric Bensemann stolz verkündet. Wie viel sie gekostet hat, will der Firmenchef dann doch nicht verraten. Dafür ist aber das Gewicht kein Geheimnis. Zwölf Tonnen bringt die Anlage auf die Waage. Gleich zwei Kräne waren erforderlich, um die Maschine an den vorgegebenen Standort zu bringen. "Mit der sogenannten Abbundanlage können Teile viel effektiver hergestellt werden", sagt Eric Bensemann. Bisher wurden diese Arbeiten mit der Hand erledigt, die CNC-Technik modernisiert nun den gesamten Prozess. Später werden die Teile dann weiterverarbeitet - zu Dächern, Carports und weiteren Holzkonstruktionen. Die Elite Holzbau GmbH & Co KG will diese Dienstleistung auch anderen Tischlereien anbieten. Einen Markt dafür sieht Bensemann Junior durchaus. Erste Kontakte zu Firmen seien bereits geknüpft.

Kammerpräsident Krüger lobt den Mut des jungen Unternehmers. Die Investition ohne Fremdkapital zu realisieren, sei schon anerkennenswert. Das Gespräch mit den beiden Meistern nutzt Krüger aber auch, um für mehr Engagement in der Kammer zu werben. "Der Altersdurchschnitt bei denjenigen, die ehrenamtlich arbeiten, ist hoch", sagt Krüger. Dabei sei es wichtig, die Interessen des Handwerks auch künftig zu vertreten. "Wir können nur selbst etwas für uns tun".

Nach der jüngsten Frühjahrsumfrage bewerten 87 Prozent der Handwerksbetriebe ihre Situation als gut oder besser. "Das liegt vor allem an der Binnenkonjunktur", so der Kammerpräsident. Vor allem der Wohnungsbau entwickle sich gut. "Da werden Handwerker natürlich gebraucht". Bei den Schulabgängern hoffe die Branche daher auf einen "hohen Prozentsatz, der sich für eine Ausbildung im Handwerk entscheidet", so Krüger.

Eric Bensemann hat unterdessen weitere Pläne. In spätestens zwei Jahren will er in seine eigene Halle umziehen - irgendwo im Barnim.

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