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Pendler können mit dem RE3 ab Dezember schneller ins Berliner Zentrum fahren

Zusätzliche Halte in Biesenthal

Durchfahrt: Noch rauschen die meisten Züge der Regionalexpress-Linie RE3 am Bahnhof Biesenthal vorbei. Zum Fahrplanwechsel im Dezember sollen sich die Bedingungen für die Pendler in Richtung Berlin verbessern.
Durchfahrt: Noch rauschen die meisten Züge der Regionalexpress-Linie RE3 am Bahnhof Biesenthal vorbei. Zum Fahrplanwechsel im Dezember sollen sich die Bedingungen für die Pendler in Richtung Berlin verbessern. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 15.05.2014, 20:48 Uhr - Aktualisiert 15.05.2014, 20:50
Biesenthal (MOZ) Die Einwohner der Stadt wollen bessere Bahnverbindungen. Dafür protestierten sie im April mit einem Pfeifkonzert am Bahnhof. Einen stündlichen Halt des RE3 wird es zwar nicht geben, einige Änderungen sind zum Fahrplanwechsel im Dezember jedoch geplant.

Wer als Biesenthaler schnell und ohne Umsteigen ins Berliner Zentrum möchte, merkt sich bisher zwei Uhrzeiten: 6.02 Uhr und 22.33 Uhr. Morgens hält der RE3 um diese Zeit am Bahnhof zur Fahrt in Richtung Hauptstadt, abends startet der Zug dort nach Biesenthal. Den Tag über verkehren derzeit nur Regionalbahnen, in Bernau müssen die Züge gewechselt werden. Die Biesenthaler, von denen viele zur Arbeit pendeln, hoffen seit Jahren auf Verbesserungen. Mit einem Pfeifkonzert untermauerten sie erst im April ihre Forderungen nach einem regelmäßigen Halt des RE3 in der Naturpark-Stadt.

Inzwischen hat die Landesregierung reagiert, wenn auch wohl nicht ganz im Sinne der Biesenthaler. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verkündete kürzlich eine "deutliche Aufwertung des Verkehrsangebotes in Biesenthal". Die Verstärkerzüge des RE3 würden im Berufsverkehr morgens und abends zusätzlich halten, hieß es.

Nach Angaben von Elke Krokowski, der Sprecherin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), gibt es ab Dezember eine "verbesserte Fahrplanlage aller verkehrenden Züge zwischen Eberswalde und Bernau". So erhalte beispielsweise der RB24 (Berlin-Lichtenberg - Eberswalde) neue Abfahrtszeiten. Zwischen den aufkommensstarken Bahnhöfen Bernau und Eberswalde gibt es dann in den Hauptverkehrszeiten einen annähernden 20-Minuten-Takt. "Dadurch sind auch die sechs neuen Zusatzhalte der RE3-Verstärkerzüge in Biesenthal möglich", betont Krokowski. Insgesamt halten Züge: In Richtung Berlin-Gesundbrunnen um 4.59 Uhr (RE3), 5.33 Uhr (RE3 V), 6.37 Uhr (RE3 V), 7.23 Uhr (RB 24 mit kurzem Anschluss RB 66 in Bernau) sowie 16.50 Uhr (RE3 V). In der Gegenrichtung ab Berlin-Gesundbrunnen gibt es folgende Fahrten: 15.58 Uhr (RE3 V), 17.05 Uhr (RB 66 mit kurzem Anschluss RB24 in Bernau), 17.58 Uhr (RE3 V) und 19.05 Uhr (RE3 V). Dafür entfällt der Halt in Biesenthal gegen 6 Uhr in Richtung Berlin. Die Linie RB66 verkehrt zwischen Berlin, Angermünde und Szczecin. Die Abfahrten, so betont die VBB-Sprecherin, sind derzeit noch Planungsangaben. Die verbindlichen Zeiten stehen erst Anfang September fest.

Bei der RB24 (Eberswalde - Berlin-Lichtenberg), die Züge halten auch in Biesenthal, deutet sich zudem eine weitere Verbesserung an. "Sobald die infrastrukturellen Voraussetzungen erfüllt sind, wird die Linie bis zum neuen Umsteigeknoten Ostkreuz verlängert", kündigt Elke Krokowski an.

"Das ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagt Biesenthals Bürgermeister André Stahl zu den Planungen. Trotzdem sei man noch nicht voll zufrieden. Die Kommune werde daher immer wieder Änderungen anmahnen, so der Linke.

Der Landkreis Barnim spricht von einer "vernünftigen Zwischenlösung". Es sei gelungen, Verbesserungen in Zeiten zu erreichen, in denen es den Pendlern am meisten nutzt, so der für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständige Mitarbeiter Nils-Friso Weber.

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