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Bernauer Feuerwehr erhielt beim Tag der offenen Tür ein neues Höhenrettungsgerät Bronto-Skylift

Retter kommen hoch hinaus

Übergabe in luftiger Höhe: Vertreter der Stadt und der Feuerwehr waren dazu in die Rettungskörbe des alten (r.) und des neuen Bronto-Skylifts gestiegen. Das bisher genutzte Höhenrettungsgerät wird demnächst von der Stadt verkauft.
Übergabe in luftiger Höhe: Vertreter der Stadt und der Feuerwehr waren dazu in die Rettungskörbe des alten (r.) und des neuen Bronto-Skylifts gestiegen. Das bisher genutzte Höhenrettungsgerät wird demnächst von der Stadt verkauft. © Foto: Rainer Horn
Brigitte Horn / 18.05.2014, 20:17 Uhr
Bernau (MOZ) Mit einem 540000-Euro-Präsent wird der Tag der offenen Tür 2014 in die Chronik der Feuerwehr Bernau eingehen. Am Sonnabend wurde der neue Bronto-Skylift an die Brandschützer übergeben. Drum herum gab es Vorführungen, Musik und Spaß.

Himmel und Menschen hatten sich an dem sonnigen Sonnabend bei der Feuerwehr am Angergang eingefunden. Neben den roten Fahrzeugen der Bernauer Wehr sah man gelbrote Rettungsfahrzeuge, Hundeführer und Hunde der DLRG-Rettungsstaffel. Der Musikzug der Feuerwehr spielte, an Imbiss- und Getränkeständen ließen es sich die Besucher gut gehen.

Über allem schwebten an den ausgefahrenen Drehleitern zwei Rettungskörbe. Nach 17 Jahren wird der Bronto-Skylift der Bernauer Feuerwehr durch einen neuen ersetzt. Dies sei schon dringend nötig, weil der alte eben nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik sei, erläuterte der Führer des Bernauer Löschzuges Hendrik Jenke. Das neue Gerät kostet 540 000 Euro, informierte die amtierende Bürgermeisterin Michaela Waigand. Sie übergab es, übrigens auch im Beisein des abgewählten Bürgermeisters Hubert Handke (CDU), an den Bernauer Wehrführer Jörg Erdmann. Mit Zufriedenheit vermerkte sie, dass die Stadt nicht die ganze Summe aufbringen musste. 300 000 Euro gab es vom Bund als Zuschuss.

Der Rettungskorb des neuen Höhenrettungsgerätes, der 32 Meter ausgefahren werden kann, ist für 500 Kilogramm ausgelegt, erklärt Erdmann Vorzüge des neuen Gerätes. Das ermögliche bei besonders schwer Verletzten auch den Einsatz mehrerer Helfer. Der bisherige hat eine Tragkraft von 270 Kilogramm. Dazu ist das Rettungsfahrzeug nicht so hoch wie das bisherige und passt bequem durch das neue Mühlentor, sagt Jörg Erdmann.

Dieses neue Höhenrettungsgerät hatte auch Christel Saal besonders interessiert. Deshalb, und "um auch mal rauszukommen", hat sie den Tag der offenen Tür der Bernauer Feuerwehr besucht. Das, was geboten wurde, hat sie nicht enttäuscht. Wunderbar sei, dass auch das Wetter mitgespielt habe. Ebenfalls zufrieden mit dem Tag waren Nico Beselt und David Mosek, die vor allem wegen des Interesses ihrer Söhne zum Gerätehaus am Angergang gekommen waren.

In dem bunten Gewimmel ist den Besuchern vermutlich gar nicht aufgefallen, dass es kleine Abstriche beim Programm gab. Erst in den Mittagsstunden kamen die letzten Feuerwehrleute vom Großbrand aus Börnicke zurück (siehe auch untenstehenden Beitrag), die eigentlich für das Programm gebraucht wurden. Auch während des Tags der offenen Tür musste die Wehr ausrücken. Damit stieg die Zahl der bisher 115 Einsätze des Löschzuges der Stadt um einen weiteren. Grund war ein Verkehrsunfall mit Verletzten an der Schwanebecker Chaussee in Höhe der Total-Tankstelle. Vor dem Hintergrund ist zu verstehen, wenn der Stadtfeuerwehrchef mit der Zahl von 312 Feuerwehrleuten zwar zufrieden ist, sich aber freut, wenn neue Mitglieder gewonnen werden. Er dankte den vielen Akteuren und Sponsoren, darunter auch der Regionalleitstelle, die in Bernau einen Leitstellencontainer präsentierte.

Dass bei der Feuerwehr der Humor nicht zu kurz kommt, zeigte die Führerin des Schönower Löschzuges Jaqueline Sachs. Sie überreichte mit Blick auf die jüngste Bergung einer Würgeschlange ihrem Bernauer Amtskollegen Hendrik Jenke eine knallrote Blockflöte.

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