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Bahn erneuert Brücke Richtung Bad Saarow

Dem Festakt folgt eine Dauerbaustelle

Zum 20-jährigen Bestehen des RE1 fuhr am Montag um 10.36 Uhr der Jubiläumszug in Fürstenwalde ein. Bürgermeister Hans-Ulrich Hengst (l.) begrüßte Minister Jörg Vogelsänger und den DB Regio Nord Ost-Chef  Dr. Joachim Trettin (r.) auf dem Bahnsteig.
Zum 20-jährigen Bestehen des RE1 fuhr am Montag um 10.36 Uhr der Jubiläumszug in Fürstenwalde ein. Bürgermeister Hans-Ulrich Hengst (l.) begrüßte Minister Jörg Vogelsänger und den DB Regio Nord Ost-Chef Dr. Joachim Trettin (r.) auf dem Bahnsteig. © Foto: moz
Bernhard Schwiete / 27.05.2014, 07:24 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Auf der Regionalbahn-Linie 35 zwischen Fürstenwalde und Bad Saarow-Klinikum verkehren ab August 2015 möglicherweise ein dreiviertel Jahr lang Ersatzbusse. Die Deutsche Bahn plant für diese Zeit den Neubau der Brücke über die Bahnstrecke nach Frankfurt. Das ist bei der Regionalkonferenz Oderland-Spree des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) am Montag in Fürstenwalde bekannt geworden. Zuvor war am Bahnhof der Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Regionalexpress-Linie 1 begangen worden.

Die Bahn will das marode Bauwerk auf der Strecke nach Bad Saarow, auf dem die Züge zurzeit nur mit 15 Stundenkilometern fahren können, abreißen und neu errichten. Der Vertreter der Stadt Fürstenwalde bei der Konferenz, Christfried Tschepe, bezeichnete die Verbindung nach Bad Saarow vor dem Hintergrund der Sperrung als "Sorgenkind". Ab Dezember wird die Linie nicht mehr von der Ostdeutschen Eisenbahn (Odeg), sondern von der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) betrieben.

Tschepe brachte auch den Wunsch nach einer Ausdehnung des Stadtbusverkehrs auf die Abendstunden vor. Während der Regionalexpress aus Berlin bis 1 Uhr nachts verkehre, sei bei den Bussen vor 21 Uhr Schluss. "Das ist ein krasses Missverhältnis", sagte er. Eine Verlängerung der Betriebszeiten der Stadtbuslinie 1 könne auch eine Entlastung der Parkplatzsituation am Bahnhof bringen. Landrat Manfred Zalenga hingegen äußerte Zweifel an der Finanzierbarkeit.

Fahrgäste, die von Erkner mit der S-Bahn nach Berlin-Ostkreuz reisen, müssen sich bereits ab 30. Juni an einen neuen Bahnsteig gewöhnen. Die Züge halten in Ostkreuz dann am neuen Regionalbahnsteig. Das dortige Gleis ist barrierefrei erreichbar, allerdings wird beim Umsteigen von der Berliner Stadtbahn nach Erkner ein Bahnsteigwechsel nötig. Laut VBB gibt es dann auch beim Fahrplan einige Änderungen. Zudem kündigte der Verbund für Herbst Einschränkungen an Wochenenden wegen Bauarbeiten an.

In den Bussen von Gosen nach Müggelheim führte der VBB Fahrgastbefragungen durch. Ein Ergebnis ist, dass 84 Prozent der Passagiere weiterfahren nach Köpenick. Eine detaillierte Auswertung wurde für Juni angekündigt.

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