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Linke bleibt stärkste Kraft im Kreistag, muss aber Federn lassen / SPD verliert zwei Sitze

CDU legt kräftig zu

Tausende Barnimer nutzten die Möglichkeit der Briefwahl, um ihre Stimmen abzugeben.
Tausende Barnimer nutzten die Möglichkeit der Briefwahl, um ihre Stimmen abzugeben. © Foto: Sören Tetzlaff
Sabine Rakitin / 27.05.2014, 08:00 Uhr
Bernau/Eberswalde (MOZ) Der Kreistag wird bunter. Zwölf Parteien, Bürgerbündnisse und Listenvereinigungen sind im neuen Barnimer Parlament vertreten. Stärkste politische Kraft bleibt die Linke. Allerdings büßte sie ebenso wie die SPD zwei Sitze ein. Dagegen konnte die CDU gegenüber 2008 drei Mandate mehr erringen.

Die Zugpferde der CDU kommen aus dem Niederbarnim. Acht der zwölf Christdemokraten, die in den Kreistag einziehen, stammen aus dem Altkreis Bernau. Darunter sind "alte Hasen" wie Uwe Liebehenschel (Basdorf), Thomas Jakobs (Mehrow) und Uwe Bartsch (Zepernick), aber auch neue"Schwergewichte" wie der Biesenthaler Carsten Bruch, der nach Kreisparteichef Liebehenschel (2311 Stimmen) und Renè Knaak-Reichstein aus Joachimsthal (2136 Stimmen) mit 2130 Wählerstimmen als dritter Christdemokrat ins Ziel kam. Insgesamt profitierten die Barnimer Christdemokraten offenbar aber auch von dem landesweiten Trend, der der Merkel-Partei fast überall Stimmenzuwächse bescherte.

Sehr zum Ärger von Linken und SPD, die am Sonntag bei der Wahl zum Kreistag Federn lassen mussten. Rot-rot büßte immerhin 3,5 beziehungsweise 3,1 Prozent der Stimmen ein, was beide jeweils zwei Mandate kostet. In der Linke-Fraktion sind mit Christine Poppitz (Wahlkreis 4), Burckhard Ackermann (Wahlkreis 5), Gabriele Bohnebuck (Wahlkreis 6) und Michael Wetterhahn (Wahlkreis 7) vier neue Gesichter. Auch die SPD-Fraktion wird durch vier "Neue" verstärkt: Hartmut Arndt (Wahlkreis 6), Martin Ehlers (Wahlkreis 8), Eckhard Schubert (Wahlkreis 1) und Jörg Dreger (Wahlkreis 5), wobei die beiden Letzteren bereits in früheren Jahren Kreistagsmandate besaßen.

Gut zulegen konnten BVB/Freie Wähler. Sie haben im neuen Kreisparlament fünf statt bisher drei Sitze. Bündnis 90/Die Grünen büßten zwar ihre Fraktionsvorsitzende Ute Krakau ein, kommen jetzt aber auf vier Mandate und damit auf eins mehr als 2008. Bei der FDP ist es umgekehrt: Statt vier Sitze haben die Liberalen nur noch zwei.

Zum ersten Mal ziehen das Bündnis für Bernau (BfB) und die Alternative für Deutschland (AfD) in den Kreistag ein - mit jeweils einem Abgeordneten. Ebenfalls je einen Sitz haben das Bündnis für Schorfheide und die NPD. (Seiten 13 bis 15)

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