Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Bilder der Freundschaft

Der Künstler in seinem Atelier: Manfred Neumann vor Gemälden, die ab 12. Juni in der Ausstellung „Begegnungen“ der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Der Künstler in seinem Atelier: Manfred Neumann vor Gemälden, die ab 12. Juni in der Ausstellung „Begegnungen“ der Öffentlichkeit präsentiert werden. © Foto: René Krempin
René Krempin / 30.05.2014, 07:37 Uhr
Frankfurt (MOZ) Bilder des Frankfurter Künstlers Manfred Neumann sind ab 12. Juni im polnischen Kulturzentrum Smok in Slubice zu sehen. Die Schau steht unter dem Titel "Begegnungen".

Für Manfred Neumann schließt sich mit der Ausstellung "Begegnungen" ein Kapitel. Die Werkschau, die am 12. Juni um 17 Uhr im polnischen Kulturzentrum Smok in Slubice ihre Türen öffnen wird, markiert seinen Abschied aus den internationalen Künstlertreffen diesseits und jenseits der Oder, den sogenannten Pleinairs, an denen er zwischen 1973 und 2008 teilnahm. Neben Zeichnungen und Malereien werden auch Fotos und Kataloge aus dieser Zeit zu sehen sein. Nach Eisenhüttenstadt und Beeskow ist die Ausstellung in Slubice die letzte Station in der Reihe "Begegnungen".

"Der Ort der Ausstellung hat natürlich einen besonderen Charakter", erzählt Manfred Neumann. Die Verbindung zwischen Polen und Deutschland sei der zentrale Bestandteil der Künstlertreffen gewesen. "Der Sinn und Zweck dieser Zusammenkünfte war nicht nur das gemeinsame Arbeiten, sondern auch das Kennenlernen", so Neumann weiter. 1973 nahm der Frankfurter Künstler das erste Mal am internationalen Pleinair, damals in Bieszcazady, teil. Er sei sofort von der Offenheit und dem gegenseitigen Interesse an der Arbeit begeistert gewesen, berichtet er. Viele Bilder entstanden in den Folgejahren während dieser Treffen. "Manche Leute waren darüber erstaunt, mit was für Arbeiten ich jedes Mal zurückkam." Man ändere sich eben durch Begegnungen mit anderen Menschen, erklärt der Maler.

Zu DDR-Zeiten beschränkten sich die Pleinairs größtenteils auf Begegnungen von Künstlerkollegen aus dem Ostblock. In Polen jedoch seien die Treffen immer etwas gemischter gewesen, hebt Neumann hervor. Künstler aus Dänemark oder Spanien gehörten ebenso zur Gruppe wie Kollegen aus Ungarn oder Russland. "Dadurch waren die Zusammenkünfte internationaler und die Treffen wurden zu Begegnungen zwischen Ost und West", erzählt er. Nach der Wende wurden die Treffen dann auf beiden Seiten der Oder vielfältiger.

An insgesamt zehn Künstlertreffen nahm Neumann teil. Von 1973 bis 2008 schuf er Porträtzeichnungen von Künstlerkollegen aus Polen oder China sowie Bilder von Landschaften. Dokumentiert wurde diese Zeit in zahlreichen Fotos und später veröffentlichten Katalogen. Manche Fotos zeigen eine kleine Gruppe von Malern auf freiem Feld vor ihren Gemäldeständer stehend. Andere Fotos zeugen von einer familiären Atmosphäre während der Treffen: Künstlerkollegen beim gemeinsamen Essen oder am Lagerfeuer. Die meisten Pleinairs fanden in Polen, 1992 und 2002 aber auch in Frankfurt statt.

Für Manfred Neumann endet mit der Ausstellung "Begegnungen" ein Abschnitt in seinem künstlerischen Leben. Die 25 Arbeiten, welche in Slubice zu sehen sein werden, sollen an die jahrzehntelange Teilnahme Neumanns erinnern. Der Maler möchte für jedes Treffen einen eigenen Bereich konzipieren, mit Bildern und Fotos, die am jeweiligen Ort entstanden sind. Jeder Bereich steht dabei für einen Abschnitt im langen Kapitel internationale Künstlertreffen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG