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Kart-Slalom-Gruppe des MC Seelow feiert runden Geburtstag mit Meisterschaftsläufen und Kinderfest

20 Jahre Rote Teufel

Von der schnellen Truppe: Zwischen den Läufen im Kart nahmen sich die Fahrer der Roten Teufel um Jugendwart Ralf Wiemprecht (l.) schnell Zeit für ein Gruppenfoto.
Von der schnellen Truppe: Zwischen den Läufen im Kart nahmen sich die Fahrer der Roten Teufel um Jugendwart Ralf Wiemprecht (l.) schnell Zeit für ein Gruppenfoto. © Foto: MOZ
Marco Marschall / 01.06.2014, 18:38 Uhr - Aktualisiert 02.06.2014, 12:02
Seelow (MOZ) Vor 20 Jahren wurden die ersten Karts angeschafft. Seitdem flitzen Seelower Kinder und Jugendliche darin durch den Parcours. Am Sonntag feierte der MC-Seelow seine Jüngsten mit Meisterschaftsläufen und einem großen Kinderfest.

 

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20 Jahre rote Teufel des MC Seelow

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Bisher sei alles heil geblieben, sagt der neunjährige Jonah Kulicke. Vor dem größeren Kart habe er zu Beginn schon etwas Angst gehabt. Die habe sich allerdings gelegt. Drei Mal sei er bereits Landesmeister seiner Altersklasse im Kart-Slalom geworden, muss sich meist gegen zehn bis 13 Konkurrenten durchsetzen. Wo soll das noch hinführen? "Später will ich mal Autocross fahren", sagt der Junge, der auch am Sonntag bei den Meisterschaftsläufen wieder aufs Gaspedal trat.

Auch Großvater Rudolf Kulicke, Vereinsvorsitzender des MC-Seelow und ehemaliger Rallye-Fahrer, stand da wieder an der Strecke. Er erinnert sich noch daran, wie der Verein 1994 die ersten Karts anschaffte. Der damalige Vereinsvorsitzende Hartmut Sommer hatte Kontakt zum Berliner Ortsclub des ADAC aufgenommen, der die Rennen der Kart-Szene begleitet und nun auch langjähriger Partner der Seelower Jugendgruppe im Autosport ist.

Viele Vereine gibt es in Berlin und Brandenburg nicht, die sich dem Slalom mit den bis zu 60-km/h-schnellen Autos widmen. Konkurrenten und Mitveranstalter der Meisterschaftsläufe haben die Roten Teufel des MC-Seelow lediglich in Rathenow und in den Hauptstadtvereinen Motorsportclub vcb Berlin und dem MC Nord. Jeder Club veranstaltet jährlich drei Meisterschaftsläufe. An diesem Sonntag wurden auf dem Parkplatz des Seelower Einkaufszentrums gleich zwei ausgetragen, einer vom Club aus Rathenow.

44 Fahrer in sechs Klassen gingen an den Start. Etwa 37 Sekunden brauchten sie für die Slalom-Strecke, die nach dem Reglement zwischen 300 und 500 Meter messen muss. Von den Roten Teufeln standen nach dem Seelower Lauf Sean Sellschopf, Javier Juhre und Tom Philipp Maaß in ihrer jeweiligen Klasse ganz oben auf dem Siegertreppchen. Beim Lauf der Rathenower belegten Cedric Wiemprecht, Jonas Grimm und erneut Javier Juhre den ersten Platz in ihrer Klasse.

15 Kinder und Jugendliche sind derzeit in den vier Karts des Vereins unterwegs, die in der Anschaffung pro Auto 4000Euro kosten. Trotzdem sei der Kart-Slalom kein teures Hobby, versichert Rudolf Kulicke. Schon mit 66Euro Jahresbeitrag sei man dabei. Um die Autos kümmert sich der Verein.

Die Fluktuation der Mitglieder sei groß. Immer wieder müssten erwachsene Fahrer den Sport in Seelow berufsbedingt aufgeben. Einige wechseln später zum Autocross. Der 19-jährige Tom Philipp Maaß zum Beispiel jagt bereits beim Trabant-Cross über die Rennstrecke. Talente für die Formel-1 werden beim Kart-Slalom allerdings nicht geboren. "Schumacher und Vettel kommen vom Kart-Rennen", erklärt Rudolf Kulicke. Dabei fahren die Piloten auf einem Rundkurs gegeneinander. Beim Kart-Slalom ginge es vor allem um Geschicklichkeit. Für jede gerissene Pylone auf dem Parcours bekommt der Fahrer Extra-Sekunden aufgebrummt.

Wie schwierig das ist, davon konnten sich die Besucher am Nachmittag nach den Läufen selbst überzeugen und einmal eine Runde im Kart drehen. Für Abwechslung auf der Geburtstagsparty der Roten Teufel sorgten unter anderem das Frizz mit einer Hüpfburg und die Seelower Feuerwehr mit Spielen.

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