Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Hochsommerliches Pfingstkonzert

Mit Hut als Sonnenschutz haut er in die Tasten: Chorleiter Steffen Schreiner
Mit Hut als Sonnenschutz haut er in die Tasten: Chorleiter Steffen Schreiner © Foto: MOZ/Joachim Eggers
Joachim Eggers / 09.06.2014, 21:56 Uhr - Aktualisiert 24.06.2014, 18:52
Erkner (MOZ) Mehr als 500 Gäste sind am Sonntag bei hochsommerlichen Temperaturen zum traditionellen Pfingstkonzert des Männerchors Harmonie Erkner in den Garten des Heimatmuseums am Sonnenluch gekommen.

"Pfingsten ohne das Konzert im Heimatmuseum - das geht gar nicht." Jutta Bachmann aus Erkner hat mit ihrem Partner Werner Wolker und Rotraut Wieckert aus Berlin schon kurz nach 8 Uhr den Tisch eingenommen, den sie eigens reserviert haben. Denn die Gruppe, die zu den vielen Stammgästen der Traditionsveranstaltung im Garten des Heimatmuseums gehört, bleibt nicht zu dritt. "Wir sind insgesamt zehn", sagt Jutta Bachmann, während sie gut gelaunt bei Alfred Janisch vom Heimatverein ein Los für die Tombola kauft. Die anderen Mitglieder der Freundesgruppe kommen größtenteils aus Berlin und lassen sich daher mit der Anreise etwas mehr Zeit. Hinterher, das gehört bei den Freunden im Seniorenalter auch schon zum festen Programm, wird bei Jutta Bachmann zuhause weitergefeiert - mit Kaffee und Kuchen, Bier und Wurst. "Ist schon alles vorbereitet."

Pfingstkonzert des Männerchors Hamonie im Garten des Heimatmuseums am Sonnenluch in Erkner  8. Juni 2014
Bilderstrecke

Pfingstkonzert in Erkner

Bilderstrecke öffnen

Auch Waltraud Lehmann kommt immer wieder gerne zu der Veranstaltung. "Es ist schön hier, man kann die Lieder mitsingen", sagt die Woltersdorferin, die ihre Schwester aus Berlin mitgebracht hat. "Wir kommen immer, wenn es sich vom Wetter anbietet", sagen sie und prosten sich mit Erdbeerbowle zu.

Punkt 9 Uhr eröffnet die Rüdersdorfer Bergkapelle mit dem Radetzkymarsch von Johann Strauss (Vater) die musikalischen Darbietungen. Zuvor hat Tontechniker Olaf Baude etwa eine halbe Stunde lang an seinen Reglern gesessen und alles so eingestellt, dass der Klang perfekt ist. Mit dem Signal zu dem Mikrofon, das am Bass steht, hat es einige Zeit kein Signal gegeben, deswegen dauert das Justieren etwas länger. "Das ist ein bisschen Stress auf den Sonntagfrüh, aber es macht Spaß", sagt Baude, der bei jedem Auftritt der Bergkapelle dabei ist. Er ist nicht der einzige, für den die vergnügliche Unterhaltung Arbeit bedeutet. Sabrina Henschel ist um 5 Uhr aufgestanden und steht mit zwei Helferinnen seit 7 Uhr an dem Getränkestand im Schatten des großen Kastanienbaums. Im sechsten Jahr ist sie für die Getränkeversorgung beim traditionellen Pfingstkonzert verantwortlich. Sechs Fässer à 50 Liter Bier hat sie dabei, außerdem 60 Liter Bowle, sehr viel Wasser und andere nicht alkoholische Getränke. Ist ihr das Bier schon mal ausgegangen? "Nein", antwortet Sabrina Henschel. "Im Zweifelsfall habe ich noch Flaschenbier in Kästen dabei."

Früh aufgestanden ist auch Rüdiger Jakisch, um 5.30 Uhr. Der Leiter des Berliner Polizeichors ist aus Nikolassee nach Erkner gekommen. Zum vierten Mal singt der Chor, in dem vor allem ehemalige Polizisten mitwirken, beim Pfingstkonzert mit. Zusammen mit den Erkneranern bringen sie es auf 45 Sänger. "Wir ergänzen uns auch von den Stimmen her", sagen Jakisch und Knut Reuber-Tagesen vom Chor. Der gemeinsame Leiter Steffen Schreiner hat sie zusammengebracht - und so stimmen sie "Durch Berlin fließt immer noch die Spree" an.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG