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Lenné-Park mit IGA-Potenzial

Irina Voigt / 17.06.2014, 03:14 Uhr
Hoppegarten (MOZ) "Korrespondenzregion" wollen die Hoppegartener für die Internationale Gartenausstellung 2017 in Marzahn-Hellersdorf sein. Das heißt, im Zufahrtsbereich nicht nur Parkflächen für die Anreisenden zur Verfügung zu stellen, sondern selbst Attraktionen vorzubereiten, um Touristen anzulocken.

Viel Kopfnicken, viel Lächeln und viel Optimismus waren zu spüren, als Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger am Montagvormittag den Lennépark, das Herrenhaus, den Kaiserbahnhof und die Rennbahn in Augenschein nahm. Er hatte beim ersten Treffen mit dem SPD-Ortsverein im Mai versprochen, sich selbst ein Bild von den Möglichkeiten zu machen, wenn es darum gehe, Hoppegarten in die Vorbereitungen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2017 einzubeziehen.

Die Idee, sich einzubringen, und selbst etwas für die Ausgestaltung der IGA auf die Beine zu stellen, hatte Bürgermeister Karsten Knobbe an den Minister herangetragen und offensichtlich nicht lange überzeugen müssen. Schließlich ist es das erste Mal, dass in Brandenburger Sichtweite solch ein mehrmonatiges internationales Ereignis stattfinden wird.

Juliane Lehmpfuhl von der Brandenburger Schlösser GmbH, und zuständig als Landschaftsarchitektin für den Park führte Minister Vogelsänger, Bürgermeister Knobbe, den Rennbahngeschäftsführer Stephan Buchner und mehrere Rathausmitarbeiterinnen übers weitläufige Areal bis zum Ausgang zur Alten Berliner Straße. Immer wieder wies sie auf besondere Sichtachsen hin und auf das, was noch zu tun sei.

In Hoppegarten ist man dank der fleißigen Forschungsarbeit des Kulturvereins Grünes Tor und der von ihm herausgegebenen Broschüren über die historischen Hintergründe gut informiert. Es braucht nicht viel Phantasie, aus dem Park noch mehr herauszuholen, hieß es beim Rundgang immer wieder. Denn der Park schmückt sich nicht nur mit dem Namen Lenné. Er wurde von Peter-Josef Lenné selbst entworfen. Die damaligen Wege sind inzwischen wieder hergerichtet worden und die drei Riesenbäume _ zwei Kastanien und eine Linde - am Herrenhaus seien sogar von Lenné selbst gepflanzt worden, erzählte Juliane Lehmpfuhl. Dass das ganze Gelände sowohl unter Denkmalschutz als auch unter Naturschutz steht, mache vieles nicht einfacher, aber auch unverwechselbarer. Das habe die Kunstausstellung im Park im vergangenen Jahr bewiesen, die viele Besucher anlockte, berichtete Knobbe.

Dem Verkehrsminister fiel natürlich auch die marode Rudolf-Breitscheid-Straße auf. "Wird die denn noch bis 2017 saniert?", fragte er. Rund 2,1 Millionen Euro wird der Ausbau der Straße im historischen Dorfkern kosten. Die Pläne sind mit den Anliegern in der Gemeindevertretung ausgiebig diskutiert worden und man werde sie nun umsetzen, sagte die Fachbereichsleiterin Angela Schnabel. In diesem Jahr soll noch Baustart sein, gebaut werde zeitgleich an mehreren Stellen, so dass 2017 alles fertig sein könnte. Der Minister sah sich auch im Kaiserbahnhof um, für den eine Stiftung ins Leben gerufen worden war.

Bei einer Informationsveranstaltung am Montagabend ging es dann insbesondere mit Mitgliedern der Arbeitsgruppe der IGA aus Berlin noch um Varianten für Park- und Ride-Flächen und verschiedene Möglichkeiten der verkehrlichen Anbindung ans Ausstellungsareal.

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