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Zehdenicker nahmen die Fête de la Musique begeistert an

Samba, Blech und heiße Rhythmen

Crossing Echoes: Pfarrer Andreas Domke von der evangelischen Kirchengemeinde gemeinsam mit Jörg Kerner.
Crossing Echoes: Pfarrer Andreas Domke von der evangelischen Kirchengemeinde gemeinsam mit Jörg Kerner. © Foto: Sabine Slatosch
Jörg Tägder / 22.06.2014, 20:52 Uhr
Zehdenick (sl) Die Fête de la Musique - Fest der Musik - findet traditionell am 21. Juni, dem kalendarischen Sommeranfang, statt. Sie wird mittlerweile in mehr als 540 Städten weltweit, mehr als 60 europäischen Städten und deutschlandweit in mehr als 40 Städten gefeiert. Ein Hauch dieses nicht kommerziellen Festes hat am Sonnabend auch Zehdenick erreicht.

"Es gibt Musik hier, und es gibt Sommer hier, also warum nicht?", sagte Pfarrer Andreas Domke von der evangelischen Kirchengemeinde über seine Intentionen, die Fête auch in der Havelstadt ins Leben zu rufen. Er selbst griff in die Saiten und sang, wenn auch nicht mit seiner Band Crossing Echoes, sondern begleitet von Jörg Kerner an den Congas.

Die gesamte Fußgängerzone rund um die Hastbrücke verwandelte sich am Nachmittag zu einer musikalischen Flaniermeile. Vor dem Haus Vaterland machten die Os Velhos Sambeiros, zu deutsch die alten Sambaspieler, aus Kurtschlag Stimmung, trommelten sich leidenschaftlich die Hände mit afro-brasilianischen Rhythmen heiß. Wenige Häuser weiter lockte feinste Bläsermusik querbeet - von Rosamunde bis Smoke on the Water, von Polka bis Jazz, Rock und Pop.

"Märkisch Blech" ist der Name der zwölfköpfigen Band, die sich 2009 in Zehdenick gegründet hat. Die Musiker haben sich im Laufe der Jahre auf Potsdam, Berlin, Birkenwerder und Gransee verteilt. Das Musizieren ist geblieben - und dafür fahren die selbst ernannten "freundlichen Amateure" sogar zum Oktoberfest der Nationen nach Barcelona.

Im Stadtgarten spielten TuFaLoH, eine junge Zehdenicker Band, unplugged Rock. Anschließend erklangen zehn Akkordeons von den Happy Harmonicas aus Templin mit Klassik, Rock, Pop - alles außer Volksmusik. "Wir versuchen, das Akkordeon aus der verstaubten Ecke herauszuholen", so die Leiterin Elke Saenger. Akkordeonmusik gab es auch im Da Vinci, dort spielte der Musiker und Kantor Jens Seidenfad aus Grüneberg Musik aus aller Welt. Matthias Grosch, Kirchenmusiker in Zehdenick, wartete mit Ragtime und Improvisationen auf, und Clemens Bormeister-Fülle sang Chansons.

Es war ein buntes Programm, reich an Klängen, die die heiße Jahreszeit einläuteten. Jeder sollte mitmachen, nur leider war der Regen etwas hinderlich. Zum Tanzen waren die Spaziergänger freilich noch nicht aufgelegt. Beglückt waren sie dennoch. "Dass hie toll r überhaupt etwas los ist, ist", sagten sie, und der eine oder andere hatte schon Ideen zum mitmachen.

"Die Leute stehen, sitzen, hören zu - das war mein Traum", so Andreas Domke. Er freut sich auf die Fête de la Musique im kommenden Jahr.

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