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Aufbau vollendet Aufbau

Gute Seele: Hausmeister Harald Kühn betreut über 100 Pflanzen, drei Sitzecken mit acht Bänken und den Spielplatz am neuen Sonnenhaus.
Gute Seele: Hausmeister Harald Kühn betreut über 100 Pflanzen, drei Sitzecken mit acht Bänken und den Spielplatz am neuen Sonnenhaus. © Foto: MOZ Gerd Markert
Uwe Spranger / 25.06.2014, 19:53 Uhr
Strausberg (MOZ) Nach letzten Arbeiten an den Außenanlagen ist das neue Sonnenhaus der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Aufbau jetzt komplett fertig. Zur offiziellen Eröffnung vor wenigen Tagen kamen rund 200 Gäste.

Familie Dähne hat sich in ihren neuen vier Wänden mittlerweile eingelebt. Zwar sind noch letzte Kisten auszuräumen, aber das meiste hat seinen Platz gefunden. Adelheid und Günther Dähne gehören zu einer Handvoll Aufbau-Mitgliedern, die in den 3,5-Millionen-Euro-Neubau im Gustav-Kurtze-Wohnpark gewechselt sind. Vorher wohnten sie fast 35 Jahre in einem Block in der Nachbarschaft im obersten Geschoss. "Wir wären auch in eine andere Wohnung weiter unten gezogen", sagen die beiden. Sie hatten sich auch schon eine im eigenen Aufgang im Erdgeschoss angesehen. "Die war aber auf der anderen Seite. Da passten unsere Möbel nicht", verrieten die Mittsechziger. Da sie sich in diesem Alter noch für einen Umzug gerüstet sahen, griffen sie letztlich bei dem Neubau zu, auch wenn die Miete dort deutlich höher ist als im vorherigen Quartier. Denn in dem Wohngebiet stimme das Umfeld und auch die Garage könne so weiter genutzt werden, begründeten sie. Mit knapp 80 Quadratmetern haben sie jetzt zudem etwa 20 mehr als zuvor und der Schnitt der Räume sei günstiger. Das geräumigere Bad hat allerdings kein Fenster. "Aber es geht", versichert Adelheid Dähne.

Nach Angaben von WBG-Vorstand Carsta Göring liegt die Kaltmiete in dem Neubau bei 8,50 Euro pro Quadratmeter. Aufgrund der besonderen Bauweise und der technischen Ausstattung mit Solarkollektoren und großen Speichern käme indes nur ein relativ kleiner Betriebskostenanteil dazu, so dass man warm bei zehn Euro lande. Gerade die Perspektive, dass bei den Betriebskosten kaum große Steigerungen zu erwarten seien, habe viele der neuen Bewohner dazu bewogen, sich um ein Quartier in dem Neubau zu bemühen, berichtet sie. Und die Zahl der Interessenten sei deutlich größer als für 17 Wohnungen. "Wir könnten noch so ein Haus bauen. Es ist ein Markt da", sagt sie. Geplant sei dies allerdings vorerst nicht.

Sie zeigte sich zudem erfreut über den großen Zuspruch bei der offiziellen Eröffnung vor wenigen Tagen. Man habe zwar nicht gezählt, anhand der verteilten Gläser und der Verwertung des Imbiss-Angebots schloss sie aber auf gut 200 Gäste. Sie hätten sich in den neuen Räumen der Genossenschaft umgesehen, die ihren Geschäftssitz dorthin verlegt hat. Auch die erste Vertreterversammlung hat dort bereits stattgefunden.

Weiter wurde rege Gebrauch davon gemacht, sich die unterschiedlichen Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen anzusehen. Vier Mieter hatten sich auf Anfrage bereit erklärt, solche Einblicke zu gewähren.

Freigegeben wurde bei dem Anlass zudem der Spielplatz hinter dem Haus. Darüber freut sich auch eine Kindergruppe, die mit ihrer Tagesmutter schon in der Bauzeit jeden Tag vorbeikam und dies auf einer kleinen Wandzeitung dokumentiert hat, die an die WBG übergeben wurde. Und nicht zuletzt haben die ortsansässigen Künstler von Idealarts im Foyer ihren Hingucker gestaltet - ein Bild von dem Wohnpark, das einst und jetzt zusammenführt. Es zeigt auf einen Blick zwei Zweigeschosser an der Wiege der Genossenschaft Ende der 1950er-Jahre und heute.

Nicht alle Genossenschaftsmitglieder freuen sich indes über das Sonnenhaus: Manche bezeichnen es auch als "Protzbau".

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