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Transfergesellschaft ermittelt Personalbedarf von Unternehmen der Region

Neue Jobs für Aleo-Mitarbeiter

Am ersten Probetag verkabelt Reinhard Reiter einen Schaltschrank zur Füllstandsmessung von Bioethanolanlagen.
Am ersten Probetag verkabelt Reinhard Reiter einen Schaltschrank zur Füllstandsmessung von Bioethanolanlagen. © Foto: MOZ/Dietmar Rietz
Oliver Schwers / 29.06.2014, 07:55 Uhr
Schwedt (MOZ) Für etwa 220 frühere Beschäftigte des Aleo-Solar-Werks in Prenzlau werden in der gesamten Uckermark neue Jobs gesucht. Nach den Schwierigkeiten des Unternehmens und der Umstrukturierung befinden sie sich derzeit in einer Transfergesellschaft. 158 der ursprünglich 550 Mitarbeiter von Aleo Solar sind zur Fortsetzung des Betriebes in der neuen Firma wieder eingestellt worden.

Seit April versucht die BOB Transfer GmbH, eine deutschlandweit agierende Gesellschaft, den übrigen Arbeitnehmern neue berufliche Chancen zu vermitteln. Sie durchlaufen Qualifizierungsmaßnahmen und Lehrgänge, um sich in anderen Berufen und Branchen bewerben zu können. Die ersten 15 haben aus der Transfergesellschaft bereits einen neuen Arbeitgeber gefunden. Ob es gelingt, allen Betroffenen einen neuen Job zu vermitteln, bleibt fraglich. Bis zum Januar erhalten sie ein sogenanntes Transfer-Kurzarbeitergeld. Das entspricht etwa 80 Prozent des bisherigen Nettolohns. "Ziel ist es natürlich, alle Beschäftigten wieder in eine Arbeit zu bringen", sagt Christian Förster, Projektleiter von BOB. Er hofft darauf, dass möglicherweise die neue Solar-Firma doch noch mehr Mitarbeiter benötigt.

Zurzeit ist die Gesellschaft in der gesamten Uckermark unterwegs, um den Personalbedarf hiesiger Unternehmen zu ermitteln. Das sieht gar nicht so schlecht aus. Nach zwei Fachveranstaltungen zur Fachkräftesicherung in Prenzlau und Schwedt stehen etwa 30 freie Arbeitsplätze in Aussicht. Die Branchen sind sehr verschieden. Unternehmer signalisieren vor allem einen dringenden Bedarf in der Altenpflege, aber auch bei Kraftfahrern, Rettungssanitätern und in Handwerksberufen. Auch im Wachschutz, in der Verwaltung und anderen Bereichen gibt es bereits Personalmangel in uckermärkischen Unternehmen. "Einen ganz akuten Bedarf sehen wir bei Arbeitern mit einer elektrotechnischen Ausbildung", so Christian Förster. "Die werden offenbar händeringend gesucht."

Doch viele der früheren Beschäftigten von Aleo Solar sind schon vor einigen Jahren über die Arbeitsagentur und das Jobcenter ins Prenzlauer Werk vermittelt worden. Weit über die Hälfte war dort als Produktionshelfer beschäftigt. Für die dort ausgeübten Tätigkeiten gibt es hier in der Region keine Anschlussbeschäftigung. Daher zielt die BOB darauf, Kurse in Klassenstärke zu organisieren. Es gibt auch Bewerbungs- und Vorstellungstraining. Ein zehnköpfiges Vermittlerteam kümmert sich um jeden einzelnen Angestellten. Die Kosten der Weiterbildung trägt Aleo Solar. Es stehen rund 600 000 Euro zur Verfügung, hieß es.

Kontakt für Arbeitgeber unter Telefon 03984 8336864.

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