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Zusammenarbeit mit einem Zimmermann

Jugendufer nimmt langsam Form an

Jessica Pallsch (vorn) und Tanja Opitz schleifen die letzten Bretter der Holzwand ab.
Jessica Pallsch (vorn) und Tanja Opitz schleifen die letzten Bretter der Holzwand ab. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Josephin Hartwig / 06.07.2014, 08:00 Uhr
Schwedt (MOZ) Während einer Projektwoche haben sich Schüler der Talsand Gesamtschule und des Gauß Gymnasiums an die Umsetzung der Pläne für das Jugendufer am Bootsweg in der Rohtabak-Siedlung gemacht.

Am Freitag wurde noch einmal gehobelt, geschliffen, lackiert und gemalert. Die Schüler haben ihre gesamte Arbeitskraft investiert, um sich einen eigenen Treffpunkt, das "Jugendufer", zu schaffen. Geschäftig laufen sie am Platz umher, stapeln Balken auf ihren Böcken und lasieren das Holz. Von der beginnenden Mittagshitze lassen sie sich nicht stören.

In nur drei Tagen haben es die Schüler des Gauß-Gymnasiums und der Talsand-Gesamtschule geschafft, die Lärmschutzwand, welche auch als Sichtschutz dienen wird, hochzuziehen.

Unterstützt wurden sie dabei von Gerd Bluhm. Er bereitete das Holz vor und hatte den Beton für die Stützbalken in die Erde gegossen. "Ich bin begeistert von dem Einsatz der jungen Leute. Sie haben nach einer Anleitung von mir selbstständig gearbeitet und richtig angepackt. Das habe ich nicht erwartet", sagte der Zimmerer. Fleißig und engagiert haben die Jugendlichen mitgeholfen.

Eine von ihnen ist Jessica Pallasch. Die 19-Jährige war bei den Diskussionen auf der Stadtverordnetenversammlung mit dabei. "Wir haben auch bei der Planung mitgemacht und wollten Präsenz zeigen. Die ältere Generation ist in der Stadt die Mehrheit, deshalb wollten wir uns für die Jugend einsetzen. Denn wenn nichts getan wird, um die jungen Leute hier zu halten, ist es klar, dass so viele weg ziehen", sagte sie. "Im Herbst soll die Wand an der wir gearbeitet haben, bei einem Graffitiwettbewerb besprüht werden."

Die 15 Jugendlichen, die am Freitag die Holzbalken für die Podeste lasieren, sind begeistert selbst an einem Treffpunkt mitarbeiten zu können. "Viele von uns hatten schon bei der Restaurierung und Modernisierung des Sportplatzes an der Talsand-Gesamtschule mitgearbeitet. Es ist wichtig, dass was für die Jugendlichen gemacht wird. Ich komme auf jeden Fall mit Freunden hierher, ohne andere durch Lärm zu stören", erklärte Laura Opitz. Die 18-Jährige spielt damit auf die Anwohner an, die sich gegen das Jugendufer ausgesprochen hatten.

Ab Montag kümmert sich die Firma "Grüner Flor" um die Fertigstellung des Projekts "Jugendufer". Dazu wird eine Berliner Künstlerin eine Bank mit Mosaiksteinen verzieren, die Podeste und Spieltische mit aufgemaltem Schachbrett werden aufgestellt und Hängematten angebracht. Für die Trendsportart Slackline wird ein etwa 20 Meter langer Bereich eingerichtet. Bauleiter Jörg Schaffernicht, Daniela Müller, die Projektleiterin der Stadt, und Gerd Bluhm werden weiter an der Umsetzung der Ideen der Jugendlichen arbeiten.

Die Schüler tragen zu zweit die fertig lasierten Balken auf den Rasen, damit sie in der Sonne trocknen können. Die Lärmschutzwand ist fertig geschliffen, der Bereich für das Rondell mit Sitzgelegenheit ist abgesteckt. Ein neuer Ort für die Jugendlichen der Stadt nimmt Gestalt an.

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ehem. Schüler 06.07.2014 - 18:05:28

Fehlen ja nur noch

die FDJ-Hemden. Beteiligung ist ja gut. Aber in Schwedt ist alles nur miefig und spießig, altbacken. Typisch unsere Stadtverwaltung, die sicher gerne Pioniere und FDJ-ler wieder hätte.

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