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3000 Gäste erfreuen sich am Biesenthaler Wukenseefest / Team "Kessel Buntes" holt den Fun-Pokal

Erfrischend wie Erdbeereis

Spannender Zweikampf: Wer nicht so trainiert ist, wünscht schon nach einhundert Metern das Ziel herbei. Man hört das Herz rasen, sagen Insider. Die Wukey-Kinder (r.) konnten bei diesem Lauf die Nase vorn behalten.
Spannender Zweikampf: Wer nicht so trainiert ist, wünscht schon nach einhundert Metern das Ziel herbei. Man hört das Herz rasen, sagen Insider. Die Wukey-Kinder (r.) konnten bei diesem Lauf die Nase vorn behalten. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Hans Still / 06.07.2014, 19:32 Uhr
Biesenthal (MOZ) Das Biesenthaler Wukenseefest hat in seinem vierzehnten Jahr nichts an Attraktivität eingebüßt. Knapp 3000 Gäste kamen am Wochenende zum Strandbad, um dort die Drachenboot-Rennen zu verfolgen, baden zu gehen oder sich abends bei WM-Fußball, beim Konzert einer Berliner Big Band oder beim Feuerwerk mitreißen zu lassen.

Es kracht, planscht und spritzt bis in den letzten Winkel des Badesteges, der mit einem Drei-Meter-Brett zu leichtsinnigen Sprungexperimenten einlädt. "Die Katze habe ich früher von dort oben auch gemacht", registriert Ortsbürgermeister André Stahl anerkennend. In Turnhose und T-Shirt steht er lachend da, während die Spritzer niedergehen.

Die Verantwortung für das Wukenseefest liegt zu einem großen Teil auf seinen Schultern. Sechs Monate vor dem Termin des größten Biesenthaler Festes beginnen die Vorbereitungen. Da werden Musiker gebucht, Verträge abgeschlossen, Verabredungen getroffen. 20 000 Euro plant die Stadt für die Veranstaltung ein. Weil es Jahr für Jahr so gut besucht wird, kommen die Ausgaben locker wieder in die Kasse. Und wenn alles so klappt wie in diesem Jahr, dann wirkt das Fest erfrischend wie ein Erdbeereisbecher bei 28 Grad.

Exakt bei dieser Temperatur mussten am Sonnabend die 20 Teams antreten, die für das Drachenbootrennen gemeldet hatten. Aus Bernau, Berlin oder Fürstenwalde reisten die Aktiven an, zumindest bei den Fun-Teams steht der Spaß noch über dem Siegerwillen. "Wer nicht so trainiert ist, wünscht schon nach einhundert Metern das Ende herbei, aber dann kommen noch eisenharte einhundert Meter", weiß Andreas Kalle, der Vorsitzende der Biesenthaler Wukeys, aus eigener Erfahrung. Der Verein unterstützt den Bürgermeister bei der Festvorbereitung seit Jahren ganz erheblich, nimmt aber beim Wettkampf um die Pokale nicht teil. Am 6. September feiern die Wukeys dann zehnjähriges Bestehen.

Und auch Bürgermeister Stahl kennt mittlerweile die Anstrengung im Boot, denn erstmals haben am Freitag beim Wettbewerb der Biesenthaler Schulklassen auch die Eltern jeweils ein Boot bestückt. Das konnte von Vorteil sein, musste es aber nicht. So lagen die Kinder der 4a vor dem Rennen ihrer Eltern vor der 4 b, anschließend hatte sich das Blatt dann gewandelt. "Man hört das Herz rasen", weiß André Stahl seitdem.

Derweil kündigt Moderator Olli - laut André Stahl der Biesenthaler Lieblingsholländer - den nächste Wertungslauf an. Diesmal starten auch die Wukey-Kinder. Andreas Kalle bekommt angesichts des spannenden Kampfes um den Sieg eine Gänsehaut. "Unsere Kinder sind Spitze", jubelt er erfreut, bevor er von den Werkstattdrachen erzählt. Dahinter steht eine Mannschaft der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal, die seit 2007 von der Wukey-Trainerin Simone Drews betreut wird. Selbige kommt nach monatelanger Trainingsarbeit mit einer tief-rauchigen Stimme daher. "Ich habe nicht nur unsere Mannschaften, sondern auch acht weiter Fun-Teams trainiert. Meine Stimme ist am Ende", entschuldigt sich die Trainerin.

Am Ende des Tages holte sich das Biesenthaler Fun-Team "Kessel Buntes" den Pokal für die Freizeitmannschaften, der Berliner "Fließexpress" bestätigte sein Motto "Wo wir sind ist vorn" bei den Sport-Mannschaften. Beim Handicup holten die Werkstatt-Drachen den Heimsieg.

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