Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sommer-Kunstschule an der Helene

Ausgestellt im Eurocamp: Die in der Sommer-Kunstschule entstandenen Bilder und Plastiken werden nun in der Volkshochschule und danach in Frankfurts Partnerstadt Witebsk gezeigt.
Ausgestellt im Eurocamp: Die in der Sommer-Kunstschule entstandenen Bilder und Plastiken werden nun in der Volkshochschule und danach in Frankfurts Partnerstadt Witebsk gezeigt. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 07.07.2014, 07:21 Uhr
Lossow (MOZ) Am Wochenende ging die internationale Sommer-Kunstschule im Eurocamp am Helenesee zu Ende. Sie fand erstmals unter der Regie des Witebsker Museums Marc Chagall in Frankfurt statt.

Der ehemalige Leiter für Internationale Verbindungen in der Stadtverwaltung, Klaus Baldauf, hatte die Idee, das Witebsker Kunstprojekt nach Frankfurt zu holen. Er hatte es beim Besuch in Weißrussland kennengelernt. Kurzerhand wurden noch Schüler aus Slubice dazu eingeladen, sodass aus dem Zwei-Länder-Projekt, das es bisher sechs Mal an anderen Orten gab, ein Drei-Länder-Kunstprojekt wurde. "In Weißrussland sind Kunstschulen weit verbreitet", berichtet Baldauf. So wie Eltern in Deutschland ihre Kinder zu Sportvereinen schickten, würden sie dort in Kunstschulen gehen.

Angeleitet von Kunstpädagogen aus allen drei Ländern, beinhaltete das Programm der Sommer-Kunstschule am Helenesee für die Kinder und Jugendlichen Workshops in Landschaftsmalerei, Fotografie und plastische Gestaltung. Letztere fand bei der Künstlerin Erika Stürmer Alex auf dem Kunsthof in Lietzen (Märkisch-Oderland) statt. Aus Naturelementen wurden plastisch gestaltete Kunstobjekte hergestellt. Auch im sogenannten Traumraum im Kleist Forum verwirklichten sich die Schüler malerisch.

"Natürlich kamen auch andere Aktivitäten in der Freizeit nicht zu kurz. Die Schüler besuchten gemeinsam Diskotheken und machten einen Ausflug nach Berlin", berichtet Manuela Demel, Mitarbeiterin im Eurocamp. Die größte Schwierigkeit waren die Sprachhürden, meinte Ganna Kovgan. Die Studentin an der Europa-Universität Viadrina half bei den Übersetzungen. Trotz der Sprachbarrieren lernten sich die Jugendlichen gut kennen, resümierte sie.

Liesa Dietrich vom Liebknecht-Gymnasium stand dem Projekt anfangs skeptisch gegenüber, sagte sie. Doch im Malen fand sie dann doch ihre Passion. Bei Ulrike Muster war es eher die Fotografie und bei Jasmin Alberti Tiede die Arbeit an den Plastiken, die sie begeisterten.

Klaus Baldauf zog ein positives Fazit. Er hofft, dass die Sommer-Kunstschule auch im nächsten Jahr wieder in Frankfurt zu Gast ist. Die entstandenen Bilder und Plastiken werden erst in der Volkshochschule ausgestellt und gehen dann auf Reisen nach Witebsk.

Eine etwas längere Tradition hat das Projekt "Jugend für nachhaltige Entwicklung", das zeitgleich im Eurocamp stattfand. Jugendliche sollen hier Netzwerke knüpfen. Sie schauten sich unter anderem die Papierfabrik in Eisenhüttenstadt an. "Die politische Lage in der Ukraine hat das Thema Nachhaltigkeit jedoch etwas überlagert", stellte Manuela Demel fest. Kurzerhand wurde mit Politikern und den Jugendlichen unter anderem aus der Ukraine und Weißrussland über Demokratie gesprochen und über andere Themen, die sie interessierten.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG