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Biesenthaler Straßenbäume von der Lindenminiermotte befallen

Vorzeitige Herbstfärbung

Linden in Biesenthal: An sechs Bäumen, die an der Breiten Straße stehen, sind Schäden durch die Lindenminiermotte entstanden.
Linden in Biesenthal: An sechs Bäumen, die an der Breiten Straße stehen, sind Schäden durch die Lindenminiermotte entstanden. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 09.07.2014, 06:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Eine ungewöhnliche herbstliche Laubfärbung fällt jetzt zu Beginn des Sommers an Straßenbäumen in Biesenthal auf. Betroffen sind mehrere Bäume in der Breiten Straße, etwa in Höhe des Kriegerdenkmals. Im unterem Drittel der Krone der Linden ist das Laub braun gefärbt.

Peter Jahn, Senior-Chef des Garten und Landschaftsbaubetriebs Märkisch Grün, hat sich die Bäume an der Breiten Straße genauer angesehen. Sein fachliches Urteil lautet, dass dort die Lindenminiermotte ihr Unwesen treibt. Sie frisst die grüne Schicht der Blätter auf. Außerdem ist an den Bäumen ein leichter Befall mit Blattläusen zu verzeichnen.

Als besten natürlichen Schutz für die Bäume empfiehlt er das Anbringen von Nistkästen in zwei Größen, so dass verschiedene Vogelarten wie Meisen, Finken oder Kleiber angezogen werden. Sie haben dann unmittelbar den gedeckten Tisch vor der Tür, erläutert Jahn. Die Vögel würden den Baumschutz besorgen, stellte er fest. Wenn das allerdings nichts helfen sollte, müsste man noch über andere Maßnahmen nachdenken.

"Ich gehe aber davon aus, dass sich das erledigt", sagte er. Solch ein Befall trete sporadisch auf und könne von den Bäumen verkraftet werden. Zudem die Schädlinge, die Lindenminiermotten, nicht mit den Kastanienminiermotten zu vergleichen sind, so der Fachmann. Die Lindenminiermotte ist ein heimisches Insekt, das auch natürliche Fressfeinde hat. Das ist bei der von Süden eingewanderten Kastanienminiermotte anders, die deshalb größere Schäden verursacht und den Bäumen mehr zu schaffen macht.

Auch der Baumschutzbeauftragte der Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim hat den Befall der Bäume festgestellt. Man werde das im Auge behalten. Einen großen Chemieeinsatz hält er nicht für sinnvoll, es solle eher natürlich reguliert werden.

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