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Autotest Mitsubishi Space Star

Mitsubishi Space Star
Mitsubishi Space Star © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 14.07.2014, 13:31 Uhr - Aktualisiert 14.07.2014, 17:00
(MOZ) Mitsubishi gehört bei uns zu den Verlierern: Während die Neuwagenzulassungen im ersten Halbjahr insgesamt um 2,4 Prozent zulegten, musste die japanische Marke mit den drei Diamanten ein Minus von 8,0 Prozent verbuchen. Anders in Europa: Da vermeldet Mitsubishi ein Plus von
23 Prozent. Bestseller: der Outlander, der bei uns weit hinter dem ASX liegt. Der Space Star verkauft sich aber sowohl in Deutschland als auch europaweit gut.

Motor

Gerade zwei Motoren stehen zur Wahl: Beide Benziner haben nur drei Zylinder – einmal mit 1,0 Litern
(71 PS/88 Nm) und 1,2 Litern Hubraum (80 PS/106 Nm). Die von uns gefahrene stärkere Variante war mit einer stufenlosen Automatik kombiniert. Die verrichtet ihren Dienst eigentlich ordentlich, nimmt dem Motor aber etwas die Dynamik und führt bei Spurts zu deutlichen Geräuschen des für einen Dreizylinder sonst halbwegs kultivierten Motors. So braucht man mit 12,8 Sekunden für den Sprint von 0 auf Tempo 100 gut eine Sekunde mehr als mit der Fünf-Gang-Schaltung. Auch die Spitze reduziert sich von 180 auf 173 km/h. Dafür lässt es sich im Stadtverkehr entspannt fahren. Und auf der Autobahn kann man trotzdem gut mitschwimmen.

Im MOZ-Autotest - der Mitsubishi Space Star
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Mitsubishi Space Star

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Karosserie/Ausstattung

Beim Produktnamen stiftet Mitsubishi unter seinen Kunden etwas Verwirrung: Seit 1977 hieß der Kleinwagen der Marke bei uns stets Colt – der in Deutschland im Laufe der Jahre immerhin fast 420 000 Käufer fand. Nun ist daraus ein Space Star geworden – obwohl dieser Name bis 2005 für einen durchaus erfolgreichen Kompaktvan von Mitsubishi stand. Jetzt also ist ein Space Star ein reinrassiger Kleinwagen von 3,71 Metern Länge, der seinem Namen aber insofern gerecht wird, als er für seine Abmessungen erfreulich viel Platz für Insassen und Gepäck bietet (Kofferraum 235 Liter). Eingeschränkt wird das durch die nicht so berauschende Qualität der Sitze. Generell können Materialien und Verarbeitung des in Thailand gebauten Wagens nicht voll überzeugen, selbst für einen Kleinwagen wirkt das heutzutage etwas zu billig. Was wohl auch daran liegt, dass der Fünftürer ein sogenanntes Weltauto ist, also in vielen Ländern mit höchst unterschiedlichen Ansprüchen angeboten wird. Das sieht man auch am Design: Das ist sehr windschlüpfig, aber unauffällig.

Fahrverhalten

Das Fahrwerk geht im Prinzip in Ordnung, kommt mit Bodenunebenheiten jedoch nicht so gut klar. Der Space Star ist sehr wendig, die Lenkung könnte aber direkter sein.

Wirtschaftlichkeit

Die ziemlich „nackte“ Basisversion des Space Star kostet lediglich 8990 Euro. Eindeutig empfehlenswerter aber ist es, 2000 Euro mehr auszugeben, denn dann hat man etwa Klima, CD-Radio, höhenverstellbare Kopfstützen, elektrische Außenspiegel und fernbedienbare Zentralverriegelung an Bord. Für den stärkeren Motor gibt es die Basis erst gar nicht, hier geht es immer bei 12 990 Euro los, mit Automatik werden daraus 13 990 Euro. Laut Normverbrauch schlägt die Automatik mit einem Plus von gerade 0,1 Liter auf 100 Kilometer zu Buche – auf 4,4 Liter. Tatsächlich kann man mit fünf Litern auskommen. In der Versicherung gelten die nicht gerade günstigen Klassen 17/21/18 (Haftpflicht/Voll-/Teilkasko).

Fazit

Geräumig, handlich, unauffällig – der aktuelle Space Star von Mitsubishi ist ein echtes Stadtauto zu einem ordentlichen Preis und mit zurückhaltendem Durst. Abstriche muss man bei Materialien und Verarbeitung machen.

Schlagwörter

Autotest Deutschland Mitsubishi Europa Space

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