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Mediator leitet Krisensitzung / Bekenntnis zu Kameradschaft und Miteinander

Basdorfer Wehr wagt den Neuanfang

Hans Still / 24.07.2014, 21:30 Uhr
Basdorf (MOZ) Wir stellen uns einen Stuhlkreis vor, auf dem erwachsene Frauen und Männer Platz nehmen. Ein Mediator leitet die Veranstaltung, der Ausgang des Abends bleibt zunächst unbestimmt und hängt von der Bereitschaft der Beteiligten ab, an einer Lösung mitzuwirken und im Notfall auch über den eigenen Schatten zu springen. Darum gibt es in den folgenden Stunden ausreichend Gelegenheit, Sorgen und Nöte zu thematisieren und das anzusprechen, was schon länger auf der Seele brennt.

Ungefähr so könnte das Krisengespräch der Basdorfer Feuerwehr am Mittwochabend verlaufen sein. Bestätigen will das hinterher natürlich niemand, zumal die Anwesenden festgelegt haben, dass einzig die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant über den Ausgang des Vermittlungsgespräches informieren wird.

Das "Zwischenmenschliche und das Miteinander", so sagten die Beteiligten zuvor, sei in Basdorf unter die Räder gekommen. Aus dem für die Feuerwehrarbeit und den Brandschutz so wichtigen Miteinander entwickelte sich zeitweise ein Gegeneinander. "Es war ein gutes Gespräch mit einer wichtigen Kernaussage", fasste am Donnerstag Bürgermeisterin Jana Radant das Ergebnis der kollektiven Sitzung zusammen. Und sie bestätigt: "Ja, die Ortswehr von Basdorf soll erhalten bleiben. Alle Beteiligten wollen sich dafür engagieren. Kameradschaft und Miteinander sollen künftig wieder das Maß aller Dinge sein und in den Vordergrund treten."

Wie die künftige Führungsspitze aussehen wird, erscheint bislang noch offen. Demnach wollen sich die Führungskräfte der Basdorfer Wehr mit dem stellvertretenden Gemeindewehrleiter Tobias Looke zu einem späteren Zeitpunkt zusammensetzen und beraten, wie es weitergehen könnte. Im Vorfeld der Sitzung hatte Gemeindewehrleiterin Anke Müller allerdings die Idee geäußert, ihr Stellvertreter könnte zumindest zeitweise die Führung der Basdorfer Wehr übernehmen. "Es bleibt zunächst offen, ob Tobias Looke den Posten übernehmen wird. Darüber wurde Mittwochabend nicht entschieden, zumal ja vorher auch eine Anhörung erforderlich gewesen wäre", so die Bürgermeisterin.

Ziel soll es auch sein, die Basdorfer Führungskräfte weiter zu qualifizieren, um die Ortswehrführung aus eigener Kraft besetzen zu können. Looke werde in jedem Fall die Basdorfer Feuerwehr unterstützen und beraten.. Radant zum Fazit des Abends: "Vor der Wehr steht ein Arbeits- und Qualifizierungsprozess. Ich bin sicher, die Wehr wird dies bewältigen."

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