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Melchower Gemeindevertretung beschließt Ehrenbürgerrecht für Altbürgermeister Wolfgang Lindt

Kompetenz, Leidenschaft und Besonnenheit

© Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 29.07.2014, 06:45 Uhr
Melchow (MOZ) Nach mehr als 20 Jahren als Bürgermeister der Gemeinde Melchow, wird Wolfgang Lindt das Ehrenbürgerrecht zugesprochen. Die Gemeindevertretung hat in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig den entsprechenden Beschluss gefasst.

Lindts Nachfolger im Bürgermeisteramt Ronald Kühn war auf die Idee gekommen, die großen Verdienste von Wolfgang Lindt mit der Verleihung des Ehrenbürgerrechts zu würdigen. Und zwar schon kurz nach der Kommunalwahl im Mai. Nachdem er sich der Zustimmung aller Gemeindevertreter versichert hatte, zögerte Kühn nicht lange und überraschte den Altbürgermeister anlässlich seines 70. Geburtstages im Juni mit der Urkunde über die Verleihung des Ehrenbürgerrechts. "Diese Urkunde ist zunächst einmal provisorisch", informierte Ronald Kühn. Für die richtige ist ein ganz offizieller Beschluss der Gemeindevertretung erforderlich.

Der ist jetzt auf der jüngsten Sitzung der Melchower Gemeindevertreter gefasst worden, und zwar einstimmig. In der Begründung des Beschlusses heißt es unter anderem, dass Lindt mehr 20 Jahre lang als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Melchow und zugleich als Vorsitzender der Gemeindevertretung tätig war und die Entwicklung der Gemeinde Melchow im Wesentlichen mit geprägt hat. "In seiner ehrenamtlichen Tätigkeit vollbrachte er großartige Leistungen für die Gemeinde Melchow, unter anderem den Bau eines Feuerwehrgebäudes, einer Kindertagesstätte, eines Spielplatzes und den Ausbau der Alten Dorfstraße. Herr Lindt war jederzeit für die Belange aller Bürger ansprechbar. Er füllte sein Ehrenamt mit Kompetenz, Leidenschaft, Ruhe, Besonnenheit und Ausdauer aus", wird das Wirken des Altbürgermeisters gewürdigt.

Dass er mit solchen Zeilen bedacht wird, hatte er sich gewiss nicht träumen lassen, als er 1993 Bürgermeister geworden ist. Damals gab es überhaupt keinen Kandidaten für den Bürgermeisterposten. Als sich die gewählte Gemeindevertretung das erste Mal traf, waren sich alle einig, dass er Bürgermeister werden sollte. Lindt hatte damals auch die meisten Stimmen bekommen. "Naja", dachte er, "für ein Jahr kann ich es ja machen." Es sind 21 daraus geworden.

In diesen Jahren hat er zum Beispiel auch mit Geduld und Beharrlichkeit für den Um- und Ausbau des Touristischen Begegnungszentrums "Lindengarten" gesorgt. In einem Ruck hätte es die Gemeinde überfordert, doch über etwa fünf Jahre hat er mit der Gemeindevertretung das Ziel verfolgt. Inzwischen möchte es wohl niemand mehr missen. Es bietet Platz für Sport - von Tai- Chi bis zu den Tanzmädels des Melchower Karnevalsvereins. Dazu kommen Klubräume für kleinere oder größere Familienfeiern. Es hat Gästezimmer und eine Hausmeisterwohnung, Räume für die Jugend und das Büro des Bürgermeisters. Fast jeden Abend zeugen die dort parkenden Fahrzeuge davon, dass im Haus etwas los ist.

Und so ist es kein Wunder, dass Gemeindevertreter Joachim Günter Klare Lindts Leistungen für das Begegnungszentrum besonders hervorhebt. "Er war Motivator und Antreiber, das aber im positiven Sinne", sagte Klare, weshalb er die Verleihung der Ehrenbürgerwürde an den ehemaligen Bürgermeister befürwortet. Auch der Ortsvorsteher des Melchower Ortsteils Schönholz Siegfried Höhne hebt hervor, dass Lindt eine Menge für Melchow getan, seine Ziele durchgesetzt und ihn auch, wenn es um Schönholzer Belange ging, unterstützt hat.

Die offizielle Verleihung der Ehrenbürgerwürde wird am 23. August beim Höfefest erfolgen, informierte Ronald Kühn.

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