Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Autotest VW Polo

VW Polo
VW Polo © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 30.07.2014, 14:05 Uhr - Aktualisiert 31.07.2014, 17:15
(MOZ) Volkswagen ist mit weitem Abstand die meistverkaufte Marke in Deutschland. In diesem Jahr, wo der Markt insgesamt mit 2,4 Prozent im Plus liegt, ist man leicht ins Minus gerutscht – die Zulassungen liegen um 0,5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Während Touran, Tiguan und Up wachsen, fährt der Polo bisher noch im roten Bereich. Doch der Kleinwagen ist gerade gründlich überarbeitet worden – und darf nun auf steigenden Absatz hoffen.

Motor

Die Motorenpalette zeigt sich deutlich aufgefrischt: Vier Benziner und drei Diesel stehen derzeit zur Wahl, übrigens nur noch zwei Vierzylinder und fünf Dreizylinder – und alle erfüllen die Euro-6-Abgasnorm. Das ergibt eine Leistungspalette von 60 PS bis 110 PS. Der von uns gefahrene mittlere Selbstzünder, der aus den 1,4 Litern Hubraum des Dreizylinders bis zu 90 PS und 230 Newtonmeter maximales Drehmoment holt, ist der einzige Diesel, der mit einem Doppelkupplungsgetriebe (DSG) gekoppelt werden kann. Die Automatik ist gerade im Stadtverkehr praktisch, legt beim Anfahren aber erst einmal eine Gedenksekunde ein. Dann jedoch kommt man mit dem erstaunlich kultiviert klingenden Dreizylinder flott vom Fleck und in knapp elf Sekunden von 0 auf Tempo 100. Auch auf der Autobahn lässt sich mit einer Spitze von 184 km/h gut mitschwimmen.

Im Autotest - der VW Polo
Bilderstrecke

VW Polo

Bilderstrecke öffnen

Karosserie/Ausstattung

In der äußeren Erscheinung bleibt auch der renovierte Polo der fünften Generation unverkennbar ein Polo, die Retuschen an Front und Heck fallen kaum auf. Nochmals aufgewertet dagegen wurde der Innenraum – das sieht alles längst nicht mehr nach dem sonst weithin üblichen Kleinwagen-Plastikland aus. In dem 3,97 Meter langen Wagen sitzt es sich gut – Kleinwagenenge kommt nicht auf. Für das Gepäck stehen 280 Liter zur Verfügung. Aufgerüstet hat Volkswagen auch bei der Technik: Eine Multikollisionsbremse, die Folgeunfälle nach einem Crash verhindert, ist nun serienmäßig an Bord. Müdigkeitserkennung und automatische Distanzregelung plus City-Notbremse gibt es gegen Aufpreis. Ab Werk hat der Polo stets vier Airbags (Kopfairbags hinten kosten 490 Euro), ESP, Fensterheber, fernbedienbare Zentralverriegelung. Klimaanlage plus Radio kostet 955 Euro.

Fahrverhalten

Handlich, praktisch, gut: Komfortabel und trotzdem dynamisch lässt sich der Fronttriebler bewegen. Dazu passen die direkte Lenkung und die guten Bremsen.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen dreitürigen Polo gibt es ab 12 600 Euro – zwei weitere Türen kosten 800 Euro. Den von uns gefahrenen 90-PS-Diesel gibt es nicht in der Basisausstattung – womit man bereits bei mindestens 18 025 Euro landet, mit DSG gar bei 19 500 Euro. Die offiziell lediglich 3,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer (92 g/km CO2) des DSG-Diesel sind natürlich ein Wort – viel mehr als vier Liter braucht man wirklich nicht. In der Versicherung liegt der 90-PS-Diesel mit 15/16/18 (Haftpflicht/Voll-/Teilkasko) leicht über dem 90-PS-Benziner mit 14/16/17.

Fazit

Der runderneuerte Polo ist ein wohl durchdachter, gut nutzbarer, hochwertiger Kleinwagen, der längst nicht mehr klein wirkt und so in Raum und Qualität der Kleinwagenklasse eigentlich schon entwachsen ist.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG