Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Neues Heim der Grundschule Schwärzesee fast fertig / Einweihung mit Zuckertütenfest am 23. August

Auch Fledermäuse willkommen

Letzte Maßnahmen: Tobias Stuhlträger bereitet die Aufstellung des 1,60 Meter hohen Zauns vor.
Letzte Maßnahmen: Tobias Stuhlträger bereitet die Aufstellung des 1,60 Meter hohen Zauns vor. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Anna Fastabend / 04.08.2014, 19:07 Uhr
Eberswalde (MOZ) Bis zur Einschulung der vier 1. Klassen in das neu renovierte Gebäude, das ehemals das Berufliche Gymnasium beherbergte, sind es noch drei Wochen. Der größte Teil der Sanierung ist abgeschlossen. Handwerker arbeiten auf Hochtouren, damit sie pünktlich fertig werden.

Bald ist es soweit und rund 300 Kinder der Grundschule Schwärzesee und des Horts "Kinderinsel" werden die beiden vollständig sanierten Gebäude und den neu gestalteten Außenbereich mit Leben füllen. Doch bis dahin ist noch eine Menge zu tun. Die Sprinter der Handwerker stehen aufgereiht vor der fast fertig gestalteten Fassade direkt am Potsdamer Platz im Brandenburgischen Viertel. Arbeiter bereiten den Bau eines 1,60 Meter hohen Stabmattenzauns vor, im Erdgeschoss des Plattenbaus verlegen sie Linoleumböden, in der Kinderküche führt eine Tischlerin Sägearbeiten durch.

Andere Interessenten können bereits einziehen. "Fledermauskästen gehören zu unseren Auflagen", erklärt Baudezernentin Anne Fellner bei der Besichtigung der Baustelle. Die Kästen für die Fledermäuse sind an der Vorderseite des Schulgebäudes angebracht. Auf der Hinterseite befinden sich Nistkästen für Schwalben, Sperlinge und Mauersegler. Der für die Sanierung zuständige Architekt Gunnar Tessin und die Baudezernentin erklären den Grund: Beim Plattenbau konnten die Tiere Zuflucht in den vorhandenen Spalten finden. Wegen der energiesparenden Bauweise gibt es diese Rückzugsräume nun nicht mehr.

Neben der energetischen Sanierung waren der Stadt auch Barrierefreiheit und Schalldämmung wichtig. So können sämtliche Türen mit Rollstühlen durchfahren werden. Außerdem wurde zwischen beide Schulgebäude ein Fahrstuhl installiert, von dem aus die Schüler beide Bauten betreten können. Er weist eine Besonderheit auf. "Zwischen den gleichen Etagen der Gebäude gibt es einen Höhenunterschied von über 30 Zentimetern. So muss der Fahrstuhl für dieselbe Etage kurz hintereinander zweimal halten", so der Architekt. Wegen der Nähe zum Fahrstuhl wurde der Haupteingang vom Plattenbau in den Anbau aus den 90er-Jahren verlegt.

Die Fassade wird neben Schul- und Hortnamen aus Metallbuchstaben ein Graffiti zieren, das ein Eberswalder Graffitikünstler in den nächsten Tagen aufmalen wird. "Eine abstrahierte Weltkugel mit spielenden Kindern", sagt Tessin.

Im Oktober 2013 hatte die Stadt das in Eberswalde ansässige Ingenieurbüro für Bauplanung ibe mit dem Umbau beauftragt. Baudezernentin Fellner ist erfreut über den größtenteils reibungslosen Ablauf des Projekts. Laut Finanzplan soll die Sanierung des Gebäudes 1,8 Millionen Euro und die der Außenanlage 260 000 Euro kosten. Bisher scheinen die Ausgaben aber unter 2 Millionen Euro zu bleiben, so Fellner. Lediglich das anzubringende Vordach über dem Haupteingang müsse noch einkalkuliert werden.

Baudezernentin, Architekt und die für die Gestaltung der Außenflächen verantwortliche Ursula Junge heben hervor, dass sie alles, was an vorhandener Bausubstanz brauchbar war, erhalten haben. So haben sie bei den Fenstern lediglich die Dämmung erneuert. Im Außenbereich sind alle Bäume, die keine Gefährung für spielende Kinder darstellen, unangetastet geblieben.

Der neu gestaltete Außenbereich bietet den Mädchen und Jungen künftig, was ihr Herz begehrt. Tischtennis kann dann sowohl auf dem Schulhof als auch im davon abgetrennten Hortbereich gespielt werden. Schon bald wird ein multifunktionales Klettergerüst mit Rutsche neben dem großen Buddelplatz den Pausenhof schmücken. Im Hortbereich können die Kinder sogar Basketball spielen. Ein Schulgarten und ein Bolzplatz runden den Pausenspaß ab.

Die Flure sind mit sogenannten Deckensegeln ausgestattet worden. Diese Platten bestehen aus Holzfasern und -wolle und sollen den künftigen Kinderlärm dämpfen. Aus demselben Material bestehen von nun an auch die Decken sämtlicher Klassenzimmer. Und tatsächlich - selbst in einem noch leer stehenden Raum hallt es nicht.

Nicht nur Elektrik, Heizkörper und Wasserinstallation sind neu. Die Kleinen dürfen sich auf neue Möbel, interaktive Whiteboards und einen Computerraum freuen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG