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Stadt Biesenthal übergibt motorisiertes Rettungsboot für das Strandbad Wukensee

Schnellere Hilfe auf dem Wasser

Hau ruck! André Stahl, Nadja Becker und Danou Nauck (r.) schieben das Boot ins Wasser, in dem Martin Zimmermann, Marcel Knaak (stehend) und Jona (am Bug) eine erste Testfahrt unternehmen.
Hau ruck! André Stahl, Nadja Becker und Danou Nauck (r.) schieben das Boot ins Wasser, in dem Martin Zimmermann, Marcel Knaak (stehend) und Jona (am Bug) eine erste Testfahrt unternehmen. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 05.08.2014, 03:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Seit dem Wochenende verfügt das Biesenthaler Strandbad Wukensee über ein Rettungsboot. Die Stadt hat es erworben und zur Verfügung gestellt. Für das Rettungsteam der DLRG bringt es im echten Notfall einen deutlichen Zeitgewinn.

Die anhaltend heißen Tage der jüngsten Zeit sorgten für Hochbetrieb im Strandbad Wukensee. Dennoch herrscht entspannte Stimmung. Obwohl sich etliche im Wasser tummeln und damit auch den Sand auf dem Grund des Sees aufwirbeln, ist die Sichttiefe auch am Nachmittag noch ganz beachtlich. Damit bei Badevergnügen niemand zu Schaden kommt, haben die Rettungsschwimmer der DLRG das Geschehen im Wasser im Blick. Falls sich doch mal jemand überschätzt oder beim Schwimmen wegen des Kreislaufs oder anderen Dingen droht unterzugehen, können die Rettungsschwimmer mit dem neuen Motorboot jetzt viel schneller zur Stelle sein.

Die Stadt Biesenthal hat die Mittel für dieses Boot in den diesjährigen Haushalt eingestellt, informierte Biesenthals Bürgermeister André Stahl (Linke). Ausgesucht wurde ein flaches Metallboot ohne Schwert mit einem Außenbordmotor, das auch direkt auf den Strand fahren kann. "Es liegt wie ein Brett auf dem Wasser", hebt der Bürgermeister einen der Vorzüge des Bootes hervor. Gekostet habe es rund 4000 Euro, sei aber damit noch günstig im Vergleich zu anderen Rettungsbooten, die es auf dem Markt gibt. Am Freitag wurde es mit der DLRG-Crew zu Wasser gelassen.

An dem Tag waren drei DLRG-Leute von insgesamt 15 anwesend, die abwechselnd und ehrenamtlich am Wukensee als Rettungsschwimmer, aber auch als Sanitäter fungieren, wofür sie die entsprechende Ausbildung absolviert haben. Zum Team zählen sieben Erwachsene, die anderem sind Jugendliche. Martin Zimmermann ist der Einsatzleiter. Er teilt die Kräfte ein. Meist seien es zwei Rettungsschwimmer, die Dienst tun. Das sei besonders wichtig, wenn das Bad wirklich voll ist mit 2500 bis 3000 Besuchern am Tag. Ganz stolz ist er darauf, dass im Strandbad Wukensee noch niemand ertrunken sei.

Allerdings gab es schon brenzlige Situationen, wissen Zimmermann und sein Mitstreiter Marcel Knaak. Das tritt dann ein, wenn beispielsweise kleine Kinder ihren Schwimmring verlieren, nachdem sie die Rutsche herunter gekommen sind. Ein Junge wurde gerettet, der auch den Schwimmring verloren hatte und schon unter den Steg geraten war, während die Eltern gelesen haben. Sie schreiten auch ein, wenn Eltern, wie schon geschehen, kleine Kinder mit Schwimmflügeln vom Turm springen lassen. Denn dort dürfen nur die springen, die auch schwimmen können. Nicht zuletzt kümmern sich die Rettungsschwimmer auch darum, dass bei nahendem Gewitter alle rechtzeitig das Wasser verlassen haben.

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