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Birkholzer melden Gefahr in Verzug

Hans Still / 06.08.2014, 06:45 Uhr
Birkholz (MOZ) Mit einem offenen und im Internet nachzulesenden Brief hat der Birkholzer Ulrich Buhrow die Zustände der ehemaligen Schule im Bernauer Ortsteil Birkholz angeprangert. Buhrow hat sich unter dem Vorzeichen "Gefahr in Verzug" direkt an die untere Bauaufsicht der Landkreises sowie an den Birkholzer Ortsbeirat gewandt. Als ehemaliger stellvertretender Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Robotron kommt Buhrow zur Einschätzung, vom maroden und zerfallenen Gebäudezustand gehe eine Gefahr für Leib und Leben aus, die insbesondere für spielende Kinder extrem hoch sei. Zudem wird das Gebäude von einem Mieter bewohnt. Eigentümer und Vermieter des Gebäudes ist die Stadt Bernau, sie ist lange über den Zustand informiert.

Wie der Birkholzer Ortsvorsteher Dieter Geldschläger der MOZ sagte, habe er am Montag den acht Meter hohen Gebäudegiebel mit Flatterband weiträumig abgesperrt, um zu verhindern, dass bei einem Einsturz Menschenleben gefährdet werden. Auch Geldschläger reagiert enttäuscht und verärgert auf die Bernauer Stadtverwaltung, der das Problem hinlänglich bekannt sei. "Wir haben bei der Ortsbeiratswahl am 17. Juli der amtierenden Bürgermeisterin Michaela Waigand das betreffende Gebäude gezeigt, auf die Gefahren hingewiesen, aber seitdem keine Antwort bekommen", so der Ortsvorsteher.

Nunmehr habe Geldschläger das Bernauer Bürgermeister-Büro sowie Kulturdezernent Eckhard Illge von der neuen Situation informiert.

Eine Nachfrage beim Bauordnungsamt des Landkreises ergab allerdings, dass die Behörde schon 2013 aktiv wurde. "Im November fand eine so genannte Inaugenscheinnahme statt. Außerdem wissen wir, dass die Stadt einen Gutachter beauftragt hat, um den Gebäudezustand feststellen zu lassen", so am Dienstag Oliver Köhler, Pressesprecher des Landkreises. Wie er weiter sagte, werde es in der Bernauer Stadtverwaltung heute eine Beratung geben, um das Ergebnis des Gutachtens auszuwerten. Sowie das erfolgt ist, wird die Bauordnung des Kreises sofort informiert", sagte Köhler.

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Olaf Kaden 10.08.2014 - 19:22:29

Behörde arbeitet zeitnah?

Gut das die "Behörde"(wie im Schreiben erwähnt) schon 2013 reagiert hat. Ist das etwa die lang ersehnte Reaktion auf meinem Schreiben vom 19.01.2009? Denn an diesem Tage habe ich die Stadt Bernau (Bürgermeister/ Bauamt/ Liegenschaftsamt) bereits über den katastophalen Zustand des Hauses in Schrift und Bild in Kenntnis gesetzt. Das wären dann ja nur 4 Jahre - was für ein Tempo! Liebe Grüße an die Stadt Bernau und die "Behörde" Gruß Olaf

Ulrich Buhrow 06.08.2014 - 20:02:25

Offener Brief an Frau Beerbaum Bauaufsichtsbehörde

Als Nachtrag zu diesem Artikel möchte ich die Quelle unter "Aktuelle Probleme" auf der Internetseite http://www.ortsbeirat-birkholz.de hinweisen. Hier erfahren sie, was das kleine Gallische Dorf im Süden Bernaus bewegt und verändert. Engagierte Bürger die ihren Ortsbeirat Stärke und Rückhalt in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit geben. Wir werden die anstehenden Aufgaben gemeinsam lösen. Bitte ziehen sie sich warm an liebe Taktierer und Bremser, denn so geht es nicht weiter! Ulrich Buhrow Birkholzer Bürger

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