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Feuerwehr löst Großeinsatz aus

Inmitten von Sperrmüll, Glasscheiben und Unrat fahnden die Feuerwehrleute im gesamten Gebäude nach Personen und dem Brandherd.
Inmitten von Sperrmüll, Glasscheiben und Unrat fahnden die Feuerwehrleute im gesamten Gebäude nach Personen und dem Brandherd. © Foto: Stefan Csévi
Michael Dietrich / 07.08.2014, 07:55 Uhr - Aktualisiert 14.08.2014, 12:13
Schwedt (MOZ) Gegen halb sechs bemerkte am Dienstagabend ein Anwohner den Rauch, der aus einem der vielen zersplitterten Fenster oder Türöffnungen der ehemaligen Uckermark-Passagen quoll. Minuten später rollt ein ganzer Tross von Feuerwehren in Richtung Waldrand an.

Es ist nicht das erste Mal, dass es in dem verlassenen Gebäude brennt. Auch Bauzäune um die Ruine des einstigen Einkaufszentrums können nicht verhindern, dass sich Spielende, Obdachsuchende oder Brandstifter immer wieder dort verbotener Weise aufhalten.

Am 05.08.2014 waren mehere Schweder Feuerwehren zur Brandbekämpfung in den Uckermark-Passagen ausgerückt. Das Feuer bracht am späten Nachmittag gegen 17.45 Uhr aus.
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Brand in den Uckermark-Passagen

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"Wir wissen nicht, wo der Brandherd ist und ob sich noch Personen im Gebäude aufhalten", erklärt Alexander Trenn von der Schwedter Feuerwehr den massiven und mit Eile geführten Einsatz der Brandschützer. Insgesamt kommen zehn Feuerwehren und 35 Kräfte zum Einsatz. In den völlig verrauchten Gängen und Räumen suchen sie sowohl nach Personen, als auch nach dem Brandherd.

Durch Vandalismus schließt kaum noch eine Tür im Objekt dicht, so dass sich der Rauch in jeden Winkel des großen Gebäudekomplexes verteilen konnte. Erst nach einiger Zeit und unter Einsatz einer Wärmebildkamera werden die Feuerwehrleute fündig. In einem Kellerraum brennen und glimmen Abfall, Matratzen, Kunststoff und Papier. Personen fanden sie zum Glück nicht.

Die Polizei meldete am Mittwoch, dass sie keine Anzeichen von Selbstentzündung feststellen konnte und deshalb von Brandstiftung ausgeht. Noch am Abend kamen Beamte der Kriminalpolizei zum Einsatz und nahmen ihre Ermittlungen zur Brandursache und Spurensicherung auf.

Die Feuerwehr war bis kurz nach 22 Uhr im Einsatz und musste anschließend noch die Atemschutzgeräte der zwölf Feuerwehrleute, die im Gebäude waren, wieder auf Vordermann bringen. "Wenn der Brandstifter ermittelt wird, müsste er mit einer Rechnung für die Einsatzkosten von mehr als 8000 Euro rechnen", so Alexander Trenn.

Die Liste der Einsätze an den "Uckis" wird indes immer länger. 2013 war im Juli ein Wasserleitungsbruch zu versorgen, im Oktober ein Papierbrand hinterm Gebäude zu löschen, 2014 gab es zwei Löscheinsätze im Mai und jeweils einen im Juni, im Juli und jetzt im August.

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