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Rosemarie und Siegfried Breuer aus Trebitz leben gern in der Natur - und sorgen für reichlich Vorräte

Die Selbstversorger

Der Tisch im Garten ist mit eigenen Produkten reich gedeckt: Rosemarie und Siegfried Breuer sind Selbstversorger.
Der Tisch im Garten ist mit eigenen Produkten reich gedeckt: Rosemarie und Siegfried Breuer sind Selbstversorger. © Foto: buder
Ruth Buder / 09.08.2014, 05:09 Uhr
Beeskow (MOZ) Wenn Trebitz ein Jahr von der Außenwelt abgeschnitten wäre, hätten Rosemarie und Siegfried Breuer immer noch reichlich zu essen. Das Rentnerehepaar ist Selbstversorger.

Im Keller stehen in langen Regalen rund 800 Gläser mit Eingeweckten, daneben gibt es noch drei Tiefkühltruhen, voll mit Gemüse, Fleisch und Wurst aus der eigenen Produktion. Siegfried Breuer, der sich auskennt im Hausschlachten, hat einen reichlichen Vorrat angelegt: Speck, Schinken, Schlackwurst, Leber- und Blutwurst, auch Wildsalami. Tiere hat das Ehepaar zwar nicht mehr auf dem eigenen Hof (es will auch mal in Urlaub fahren), das Schwein zum Schlachten wird gekauft.

Ihr etwa 2000 Quadratmeter großer Garten hinterm Haus ist "Rosis Buga", hier wächst und blüht alles üppig in der guten schwarzen Trebitzer Erde. Aber das ist es nicht allein. Rosemarie Breuer hat ein Händchen für alles, zieht aus dem Samen die Pflänzchen, hegt und pflegt sie bis sie eine gute Ernte abwerfen. Mehr als fußballgroß sind die Weißkohlköpfe, die noch nicht abgeerntet sind. Gurken, Möhren, Zucchini, Paprika oder Bohnen sind längst im Weckglas oder in der Tiefkühltruhe verschwunden. Aus dem Weißkohl wird Sauerkraut. "Natürlich machen wir auch das selber", sagt die 65-jährige ehemalige Rinderzüchterin. "Das geschnittene Kraut kommt mit Salz und Dill festgestampft sechs bis acht Wochen in einen Steintopf. Dann wird das Kraut eingeweckt." Wie dem Weißkohl ergeht es auch dem Rotkohl, auch der wird aus den eigenen Kohlköpfen zur selber gemachten Beilage.

Pfirsiche habe es dieses Jahr keine gegeben, erklärt die Hausfrau. Aber das sei nicht so schlimm. "Wir haben ja noch welche vom vorigen Jahr im Keller." Lang ist auch die Reihe der Marmeladen. "Erdbeermarmelade ist wichtig", sagt Siegfried Breuer (70), "denn die esse ich am liebsten." Aus einem großen Plasteeimer schnuppert es nach Kräutern. Es ist der Tee, den Rosemarie Breuer trocknet und für besonders gesund erachtet.

Alle sechs Wochen wird Brot gebacken - aus echtem Sauerteig. An die 30 Laibe zieht dann Siegfried Breuer aus dem HolzBackofen. Einige werden immer verschenkt, die anderen eingefroren, um immer frisches Brot zu haben.

In ihrem weitläufigen Garten mit Blick in die weite Landschaft wachsen nicht nur Nutzpflanzen, sondern auch viele Blumen. Da sitzen Rosemarie und Siegfried Breuer nach ihrem täglichen morgendlichen Kontrollgang auf der Bank am Teich oder im Strandkorb und schauen auf "ihr grünes Reich". Sie sind glückliche Menschen, leben in Eintracht mit der Natur, die ihren Tagesablauf bestimmt. "Es sind die einfachen Dinge, an denen wir uns erfreuen", sagt Rosemarie Breuer. Sie freut sich auch darüber, dass ihre zwei Kinder, Schwiegerkinder und alle drei Enkel in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen. Gern bedienen sie sich in Omas und Opas "Vorratsladen".

Fast alles ist jetzt abgeerntet. Jetzt kann sich das Paar eine Auszeit gönnen und Urlaub machen. Die Breuers sind gern mit dem Schiff unterwegs. Sie lieben die Natur und die Beständigkeit.

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