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Tausende Besucher feiern beim Woltersdorfer Sommerfest an der Schleuse

Party bis in die Nacht

Manja Wilde / 10.08.2014, 20:07 Uhr
Woltersdorf (MOZ) Sportler, Angler, Gewerbetreibende und Protestler - Punkt 12 Uhr setzt sich der bunt gemischte Festumzug am Sonnabend am Rathausplatz in Bewegung. Viele Schaulustige ziehen mit. Ihr Ziel: Das Sommerfest an der Woltersdorfer Schleuse, wo tausende Gäste bis weit in die Nacht ausgelassen feiern.

Zwei lange Stricknadeln ragen wie Antennen aus den Haaren von Antje Flemming. Auf ihnen sitzen bunte Woll-Knäuele. Außerdem trägt die gut gelaunte Frau eine große Schere und viel bunten Stoff bei sich. Antje Flemming gehört zum Verein "Kulturhaus Alte Schule". Beim Festumzug verkörpert sie das Schneiderhandwerk. Hannah Fabarius neben ihr trägt ein afrikanisches Gewand. Auch ein Koch und ein Pilger sind mit von der Partie. Sie alle gehören zum langen Festumzug, der sich, angeführt vom Fanfarenzug aus Marzahn, Richtung Schleuse bewegt. Wer nicht laufen mag, sitzt in den historischen Wagen der Woltersdorfer Straßenbahn. Die Mitglieder des Mittelstandsvereins winken von der Lkw-Ladefläche des Fuhrunternehmers Bernd Hildebrandt. Elke Leetz von der Bürgerinitiative gegen Fluglärm und Umweltverschmutzung schmeißt Geldsäcke aus einem Fenster, das auf die Ladefläche eines Transporters gebaut wurde. Und die Angler ziehen ihr Boot durch die Straßen.

Mehrere hundert Menschen aus 15 Vereinen, Unternehmen und der Gemeindevertretung bilden den langen Festumzug. "Das ist mal was anderes", freut sich Horst Scheffler, der am Rande mitgelaufen ist. "Sonst ist ja in Woltersdorf nicht so viel los", sagt der 77-Jährige. Nun wollen er und seine Frau schauen, dass sie etwas zum Essen bekommen. "Da brauche wir nicht zu Hause kochen. Das ist auch gut."

Direkt an der Schleuse dreht sich ein kleines Riesenrad. Es duftet nach Gegrilltem. Ronja (4) verwandelt sich am Stand von "mottolino" in eine Prinzessin. Vorher versuchte sich die kleine Woltersdorferin beim Dosenwerfen. "Uns gefällt es sehr gut hier", sagt ihr Vater, Jakob Geißler. Auch Peggy Lemm aus Lübeck und Heike Waterstrat aus Schöneiche gefällt das Fest. "Wir richten uns beim Rundgang nach den Kindern und nach den Männern, die ihr Bierchen wollen", sagen die Frauen. Apropos Bier. Bürgermeister Rainer Vogel greift gegen 13 Uhr zu Hammer und Zapfhahn, um mit Dirk Schwuchow, Eigentümer der Schleusenwirtschaft, das Fass anzustechen. Auf den gut gefüllten Bierbänken genießen die Besucher den Blick auf den Flakensee, lauschen der Musik, Kinder plantschen im Wasser und füttern Enten. Auch die Tische der Flakenseeterrassen sind gut besetzt. Ein Stückchen weiter stellen sich die Solidargemeinschaft zum Schutz vor Kriminalität und die Chorgemeinschaft Woltersdorf vor. "Es war schon ein Mann an unserem Stand, der mal zur Probe kommen möchte", freut sich Britt-Maren Groll, die Vorsitzende der Sänger. Und gegen 14 Uhr explodiert ein Böller als Startschuss für die 36 Läufer, die auf die 1919 Meter lange Woltersdorfer Meile gehen.

Je später der Abend, desto voller das Fest. Als die Band Roofgarden nach einigen Anlaufschwierigkeiten loslegt, feiern mehrere tausend Menschen an der Schleuse. "Einfach Super", freut sich Christoph Albert, der das Fest der Gemeinde als künstlerischer Leiter begleitet. Auch der Bootskorso mit rund 15 geschmückten Booten und das Feuerwerk kommen sehr gut an.

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El Commandante 11.08.2014 - 21:06:55

Totaler Blödsinn.

Liebe MOZ Redaktion es wäre ratsam ihren Lokaljournallisten das zählen beizubringen. Oder nicht allen mist zuglauben der vom BM und seinen Handlangern erzählt wird.

Walter Sommer 11.08.2014 - 12:54:15

Prima Beschreibung

des Sommerfestes, leider eine Zeitungsente. Hier ist der Umzug zu sehen http://www.bernds-journal.de/die-moz-und-das-sommerfest-in-woltersdorf/ Gruß ein angestochener Leser

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