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Montagsdemonstranten begehen zehnjähriges Jubiläum / Harter Kern aus etwa 15 Mitgliedern

"Man müsste jeden Tag auf die Straße"

Das Plakat ist immer dabei: Das Wort AGENDA auf dem Plakat der Eisenhüttenstädter Montagsdemonstranten bedeutet "Arbeit gibt es nicht, dafür Armut"
Das Plakat ist immer dabei: Das Wort AGENDA auf dem Plakat der Eisenhüttenstädter Montagsdemonstranten bedeutet "Arbeit gibt es nicht, dafür Armut" © Foto: MOZ/Stefan Lötsch
Janet Neiser / 11.08.2014, 21:03 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Egal, ob es stürmt, schneit oder ob einem Schweiß von der Stirn rinnt - auf die Teilnehmer der Eisenhüttenstädter Montagskundgebung ist Verlass. Jeden Montag, teilweise sogar an Feiertagen, stellen sie sich vor das Friedrich-Wolf-Theater, rollen das Plakat "Aktion Montagsdemo" aus und prangern am offenen Mikrofon soziale Ungerechtigkeit, Umweltvernichtung sowie Krieg an, und zwar pünktlich um 17 Uhr. In dieser Woche werden sich die Männer und Frauen sogar ein zweites Mal in der Lindenallee treffen - um das zehnjährige Jubiläum der Eisenhüttenstädter Montagsdemo zu begehen.

"Soweit ich weiß, sind wir die einzigen im Land Brandenburg, die noch immer jeden Montag eine Kundgebung machen", sagt Torsten Lohs, der nur ungern als Kopf der zehn bis 15 Montagsdemonstranten bezeichnen werden möchte, obwohl er es eigentlich ist. "Ich bin lediglich dafür verantwortlich, alles bei der Polizei anzumelden", sagt er. Nein, das geschehe nicht wöchentlich, sondern einmal im Jahr. Man kennt sich mittlerweile, weiß, was erlaubt ist und was nicht.

Lohs selbst ist ein Mann der ersten Stunde, war schon bei der ersten Kundgebung 2004 dabei, als bundesweit Tausende Menschen auf die Straße gingen und forderten: "Weg mit Hartz IV". Die Zeiten sind längst vorbei. Es ist wieder leiser geworden. "Ich finde es aber wichtig, dass wir das noch immer machen. Eigentlich müsste man doch jeden Tag auf die Straße gehen. Denn die sozialen Ungerechtigkeiten haben ja nicht abgenommen", betont der 48-Jährige. Es gebe zwar mehr Erwerbstätige, die Bedingungen würden jedoch nicht stimmen. "Wir haben doch immer mehr Menschen, die von ihrem Lohn nicht leben können."

Die Teilnehmer der Eisenhüttenstädter Montagskundgebung, von denen übrigens nicht alle arbeitslos sind - Lohs beispielsweise verdient sein Geld im großen Stahlunternehmen in Eisenhüttenstadt - beschäftigen sich am offenen Mikrofon allerdings längst nicht mehr nur mit Sozialthemen. "Auch mit Umweltvernichtung sowie Krieg und Frieden setzen wir uns auseinander", betont Lohs, der es sehr gern sehen würde, wenn auch ein paar junge Leute zu den Protestveranstaltungen kämen.

Am Sonnabend, 15 Uhr, wäre die nächste Chance. Da begeht die Gruppe vor dem Theater ihr zehnjähriges Jubiläum. Auch da wird es wieder Passanten geben, die verständnislos mit dem Kopf schütteln und andere, die den Daumen hochachtungsvoll nach oben strecken.

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Christoph 20.08.2014 - 20:25:23

genau so

so muss es passieren indem man dem Bürger die Angst nimt das machen sie gut Frau Kühr. Aber wie groß und gewaltig muss eine Kraft sein die solchen schaden in der Gesellschaft anrichtet das alle wie die Schäfchen und Duckmäuse furcht aufbauen oder mit purer Ignoranz wie " mir doch egal was die anderen machen " durchs leben gehen nicht zuletzt verlieren viele auch vollständig den Boden unter den füßen und Gerichte plagen gewaltige Aktenberge ,warum also hat man einer privaten Institution soviel recht in die Hände gespielt.

Birgit Kühr 20.08.2014 - 20:04:30

Hallo Herr Christoph

Ich bin aktiv und das schon über 10 Jahre. http://www.moz.de/alle-artikel/rtype/1/dg/0/5/?tx_rsmdailygen_pi1%5Bsword%5D=Birgit%20K%C3%BChr&tx_rsmdailygen_pi1%5Bquote%5D=1&cHash=cd4e4edf0afc6fca09a36ee872c11823 https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-beharrliche

Christoph 20.08.2014 - 19:18:39

nicht bekämpfen frau Kühr

diejenigen die diese Armut erzeugen die muss man beseitigen denn dann gibts auch keine Armut mehr. Da muss man auch keine Gründe ewig lang zereden, jeder weiß woran es liegt wenn man Geld und Kreditvergabewirtschaft damit in verbindung bringt. Deshalb ist es umso wichtiger aktiv zu bleiben und die Missstände sowie die Täter zu benennen.

Birgit Kühr 20.08.2014 - 13:22:35

Fehler gemacht

Gut ich habe einen Fehler gemacht, das gebe ich auch zu. Sie Herr Hinterfragender haben auch Fehler gemacht und sich sogar entschuldigt. Damit sollte es nun gut sein, ich reite ja auch nicht auf ihre Äußerung rum. Das Thema heißt, "Man müsste jeden Tag auf die Straße" Bei dieser Aussage bleibe ich, denn die Armut in Deutschland muss bekämpft werden.

Hinterfragender 20.08.2014 - 09:51:26

Bitte richtig lesen

@Birgit Kühr 1. André Kempner hat keine Aussage, sondern lediglich das Foto gemacht. 2. Hans Werner Sinn vom Ifo-Institut hat sich nicht zum Mindestlohn für unter 25jährige geäußert, sonden ein Herr Börsch-Supan vom Max-Planck-Institut. So sieht wahrlich keine solide journalistische Recherche aus. Falsche Behauptungen, Zweifel oder Mutmaßungen werden nicht allein dadurch wahr, indem man sie gebetsmühlenartig wiederholt.

Leser 19.08.2014 - 23:56:02

@Birgit Kühr

Umgesetzt wird das was im Gesetz steht. Andernfalls sind dafür Gerichte zuständig, die dies dann zu recht bestrafen. Zeigen sie mir / den Lesern ganz genau auf welches Gesetz sie sich beziehen bei ihrer Aussage: "Bei dem Mindestlohn für Jugendliche unter 25 Jahre bin ich anderer Meinung. Fast jede Lehre endet schon vor dem 25 Lebensjahr und dann sollte schon der geplante Mindestlohn gezahlt werden." Wo steht, dass ein unter 25Jähriger mit abgeschlossener Berufsausbildung als Arbeitnehmer kein Anrecht auf den Mindestlohn hat?

Birgit Kühr 19.08.2014 - 23:32:41

@Leser

Ich habe keine Falschaussage gemacht. Ich zweifle nur an der Umsetzung. André Kempner hat folgende Aussage gemacht: "Möchte, dass der Mindestlohn erst ab 25 Jahren gezahlt wird: Thomas Feist (CDU) Denn: "Der durchschnittliche Ausbildungsanfänger ist knapp 20 Jahre alt." Er befürchtet daher Nachteile für die Berufsausbildung junger Menschen" .http://www.lvz-online.de/nachrichten/aktuell_themen/nach-langem-gezerre-nun-viel-zustimmung-bundestag-beschliesst-mindestlohn/r-aktuell_themen-a-245300.html Hans-Werner Sinnhat folgende Aussage gemacht: "Der Mindestlohn darf erst ab 25 Jahre gelten" http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/06/nahles-verbraucher-preise-werden-wegen-mindestlohn-steigen/

Leser 19.08.2014 - 22:30:00

mehr als peinlich

Für ein Bündnis, welches sich dem Kampf gegen bestehende Gesetze auf die Fahnen geschrieben hat, ist es mehr als peinlich wenn man sich nicht in diesen auskennt. Lieber polemisiert man platt und stellt sich nicht den eigenen Falschaussagen. Das Mindestlohngesetz (MiLoG) sieht keine Ausnahme von Jugendlichen unter 25 Jahren mit abgeschlossener Berufsausbildung vor, genauso wie es "Hinterfragender" es bereits geschrieben hat. Weiterhin steht im geposteten Link nichts über eine geplante Gesetzesänderung drin. Dass man vom Thema Mindestlohn schnell zu Kriegseinsätzen schwenken will, unterstreicht nur noch die inhaltsleere Polemik.

Christoph 19.08.2014 - 21:49:10

supi

das es einen mindestlohn gibt der viele menschen dazu bringt trotzdem nicht davon leben zu können und an die rente will ich erst garnicht denken nen scheiss hat frau nahles getan das hat seiner zeit auch M Friedmann erkannt

Birgit Kühr 19.08.2014 - 21:38:52

Keiner hält sich an die Gesetze

Andrea Nahles plant für junge Leute erst ab 25 Jahre einen Mindestlohn. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/06/nahles-verbraucher-preise-werden-wegen-mindestlohn-steigen/ Junge ALG II Empfänger dürfen ja auch erst mit 25 Jahre eine eigene Wohnung beziehen. Sie dürfen aber ab 18 Jahre in Kriegseinsetzen im Ausland eingesetzt werden. Damit möchte ich hier die Diskussion beenden. Keiner hält sich an Gesetzte, sogar der Armutsbericht wurde verfälscht.

Hinterfragender 19.08.2014 - 20:49:31

Ein Blick in's Gesetz hilft manchmal weiter

@Birgit Kühr Recht haben Sie! Nachdem die Berufsausbildung beendet wurde, soll auch der Jugendliche den Mindestlohn bekommen. Und den bekommt er auch. Ich zitiere mal aus http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestlohngesetz_%28Deutschland%29 "Das Mindestlohngesetz sieht ab dem 1. Januar 2015 grundsätzlich für alle Arbeitnehmer einen Anspruch auf einen Mindestlohn von 8,50 € je Zeitstunde vor. Jugendliche ohne abgeschlossene Berufsausbildung, Auszubildende sowie alle ehrenamtlich Tätigen, haben keinen Anspruch auf den Mindestlohn. Gleiches gilt für Personen, die länger als ein Jahr arbeitslos waren, für die ersten sechs Monate einer Beschäftigung, um dadurch ihre Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu fördern (§ 22 II–IV MiLoG, § 18 SGB III). Ausgenommen sind auch Praktikanten im Rahmen eines Schul-, Ausbildungs- oder Studienpraktikums, bei einem Praktikum bis zu sechs Wochen zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines Studiums bzw. begleitend zu einer Berufs- oder Hochschulausbildung, wenn nicht zuvor ein solches Praktikumsverhältnis mit demselben Ausbildenden bestanden hat oder bei einer Erstqualifizierung nach § 54a SGB III. Der allgemeine Mindestlohn verdrängt nicht Branchenmindestlöhne, soweit diese höher als der allgemeine Mindestlohn sind (§ 1 Abs. 3 MiLoG)"

Linchen 19.08.2014 - 14:53:26

Schülerpraktika

Schülerpraktika sind generell gratis abzuleisten, der AG, der einen Schulpraktikanten nimmt, darf ihr/ihm gar nichts zahlen. Es gibt aber AGs, die dem Schüler ein kleines Taschengeld zustecken, obwohl auch dies verboten ist. Ich spreche hier aber ausschliesslich von Schülern, die zur Berufsfindung in der 9. Klasse ein Praktikum machen. Praktika auf Kosten des ANs, um dem AG zu zeigen, wie wertvoll seine Leistung für die FA. sein könnte, sollten honoriert werden, diese sollten nicht gratis geleistet werden. Dies ist aber nur meine Meinung dazu.

Birgit Kühr 19.08.2014 - 14:11:22

@Hinterfragender

Bei dem Mindestlohn für Jugendliche unter 25 Jahre bin ich anderer Meinung. Fast jede Lehre endet schon vor dem 25 Lebensjahr und dann sollte schon der geplante Mindestlohn gezahlt werden. Jetzt habe ich nur noch eine Anmerkung. Bevor man immer nur ALG II - Betroffene vorführt, sollte man auch Mal die andere Seite beleuchten. https://antilobby.wordpress.com/unsozial/liste-der-kriminellen-verdienste-der-ba/

Hinterfragender 17.08.2014 - 23:20:56

Entschuldigung

für die späte Antwort, aber ich war mal ein paar Tage ohne Internet unterwegs (und das kann sehr angenehm sein) Zunächst möchte ich klarstellen. dass es nie meine Absicht war, behinderte Menschen in irgend einer Weise zu diskreditieren. Wenn dieses dennoch so angekommen sein sollte, bitte ich hiermit alle diejenigen, welche sich durch meine Äußerungen verletzt fühlen, um Entschuldigung. @Birgit Kühr Aus der Tatsache, daß Sie meine beiden Beispiele nicht explizit angreifen schließe ich, daß es in Ihrem Umfeld ähnlich gelagerte Fälle gibt, welche Ihren - aus meiner Sicht durchaus ehrlich gemeinten Einsatz gegen Hartz IV - torpedieren. zum Thema Mindestlohn: Erfreulicherweise haben Sie zu meiner Argumentation zum Thema Mindestlohn für Jugendliche unter 25 nicht moniert; ich werte das als Zustimmung. Bevor ich mich weiter detailliert auslasse, nur noch kurz eine Begriffsdefinition: Langzeitarbeitslose (davon habe ich gesprochen) "Langzeitarbeitslose sind Arbeitslose, die ein Jahr und länger arbeitslos sind." http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__18.html Erwerbslose (davon haben Sie gesprochen) "Als erwerbslos gilt im Sinne der durch die EU konkretisierten ILO-Abgrenzung jede Person im Alter von 15 bis 74 Jahren, die in diesem Zeitraum nicht erwerbstätig war, aber in den letzten vier Wochen vor der Befragung aktiv nach einer Tätigkeit gesucht hat." http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbslosigkeit Stichwort Praktikum. Ja, ich habe Schüler und Studenten gemeint, welche über mehrere Wochen sich in einem Job erproben können. Bei Langzeitarbeitslosen macht es aus meiner Sicht durchaus Sinn, mal ein bis zwei Tage auf Probe (=Praktikum) zu arbeiten. Bei "Praktika zum Nulltarif" von mehreren Wochen für einen Leistungsbezieher ist das m.E. ein Fall für den Staatsanwalt. Stichwort Erwerbslose. Siehe meine Begriffsdefinition. Dazu habe ich dann auch keine weiteren Anmerkungen. @Andreas Krödel Was - außer Polemik - wollen Sie mit Ihrem Beitrag leisten? Was meinen Sie, als jemand der sich viel belesenen hat, mit "… dann auch noch den ewigen Bestand von „Armen“ und „Reichen“ prostituiert" ? Verwechseln Sie hier ggf. die Begriffe "prostituiert" und "postuliert"? "…ich lese auch viel, was so das Leben betrifft, da sind mir besonders zwei Textstellen aufgefallen, besser kann man wohl den Unterschied zwischen Gesetz und Realität an sich nicht verdeutlichen!" Und was wollen Sie uns nun mit dem ausschließlichem Zitieren der Artikel 3 und 20 des GG aussagen/belegen/beweisen?

Andreas Krödel 14.08.2014 - 08:20:18

weit weg von der Realität

Guten Tag, auch ich gehöre zu den Menschen, die behindert sind, Erwerbsunfähigkeitsrentner. Nur wenn z.B. Herr oder Frau „Hinterfragender“ hier versuchen, die Armut in Deutschland verklären, an Negativbeispielen beweisen will, das wir eben doch Sozialschmarotzer, und dann auch noch den ewigen Bestand von „Armen“ und „Reichen“ prostituiert und uns gar mit „RAF“- Denken in Zusammenhang bringt, tut mir leid, solche Menschen wollen unsere reale Situation nicht begreifen, sie stimmen ein in die „Zauberwelt“ unserer Politiker und deren falschen Medien, es gibt keine „Armen“ in Deutschland, keine „Ausgesonderten“ und keine „Benachteiligten“, die reale Armut, Elend wird verdrängt. Dort setzt, ja, unser KAMPF an, auch wenn das nicht gefällt! Auch ich bin zum Bundesbürger gemacht worden, nur, ich lese auch viel, was so das Leben betrifft, da sind mir besonders zwei Textstellen aufgefallen, besser kann man wohl den Unterschied zwischen Gesetz und Realität an sich nicht verdeutlichen! Im Grundgesetz steht unter: Zitat: „Artikel 20 (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.“ Zitat Ende Quelle: http://www.bundestag.de/bundestag/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01.html und auch: „Artikel 3 (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Zitat Ende Quelle: http://www.bundestag.de/bundestag/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01.html Denkt darüber nach! Andreas Krödel Guben an-kroedel@t-online.de

Jason 13.08.2014 - 23:21:24

Lügenpack

Solidarische Grüße aus dem Stuttgarter Katastrophengebiet nach Eisenhüttenstadt, Hut ab vor eurem Durchhaltevermögen, die Ungerechtigkeiten haben die gleichen Ursachen wie bei unserer sinnlosen Stadzerstörung, wir nennen es System 21, das nichts anderes im Sinn hat, den Bürger zum Wohl einiger weniger geldgieriger Milliardäre wie eine Zitrone auszupressen und zu versklaven, aus diesem Grund werden dem Bürger permanent fürchterliche Lügengeschichten aufgetischt. Die Profiteure von Hartz 4 und unserem S21-Betrugsprojekt ist kein Mittel verkommen genug, um ihre hinterhältige Pläne ohne jegliche Rücksicht auf Mensch und Natur durchzusetzen, Politiker sind zu armseligen Abnickern und Wendhälsen verkommen. Die einzig wirksame Medizin gegen dieses Lügenpack heisst, weiterhin auf die Strasse gehen, Beharrlichkeit macht sie nervös.

Birgit Kühr 13.08.2014 - 23:01:11

@Hinterfragender

Bei Praktikanten gehen sie also von Schüler aus. Das wäre ja auch Oke. Ich spreche aber von Praktikanten die vom Jobcenter gezwungen werden, kostenlos als Praktikanten zu arbeiten. Das sind also keine Schüler mehr. Eine Aussicht auf Festanstellung ist da sehr gering, weil sich der Arbeitgeber viel lieber wieder kostenlose Praktikanten nimmt. Sie wollen auch die Erwerbslosen den Mindestlohn in das erste halbe Jahr absprechen. Sehen wir die Sache doch einmal anders. Jeder der neu eingestellt wird, hat doch sowieso eine Probezeit. Wer nicht seine Leistung bring, kann doch sowieso wieder gekündigt werden. Es gibt sehr viele Erwerbslose die wirklich arbeiten wollen und sich bestimmt auch Mühe geben, aber Sie werden dann wieder vor dem halben Jahr entlassen. Viele Arbeitgeber werden das so machen und sich immer wieder Arbeitslose einstellen und vor Ablauf des halben Jahres entlassen. Was ist mit den vielen Leiharbeiter? Warum verdienen sie viel weniger als die Festangestellten? Die Leiharbeiter müssen ja auch die Leistung bringen, müssen zusätzlich immer erreichbar. Viele wissen nicht, wo sie nächsten Monat eingesetzt werden. Sollten die nicht das Gleiche Geld erhalten wie ein Festangestellter? Wenn der Arbeitgeber die das Gleiche zahlen müsste, würde er wahrscheinlich mehr Leute fest anstellen, anstatt sich Leiharbeiter zu nehmen.

Hinterfragender 13.08.2014 - 21:34:23

Nur mal einige kritische Anmerkungen

Ich habe den Eindruck, daß sich in manchen Beiträgen alte RAF-Aktivisten zu Wort melden, wenn da von "Widerstand", ja sogar von "internationalen Widerstand" und "unserem Kampf" gesprochen wird und gegen die vermeintlich Reichen gewettert wird. Zweifelsohne gibt es in diesem Thread auch richtige Denkansätze, wie z.B. keine Auslandseinsätze der Bundeswehr oder daß jeder so entlohnt werden soll, daß er auf staatliche Unterstützung nicht mehr angewiesen ist. Letzteres - so lehrt uns aber die Menschheitsgeschichte - ist Utopie und wird, egal in welcher Gesellschaftsform, nie realisierbar sein. Es wird immer Menschen geben, welche "ärmer" oder "reicher" als die durchschnittliche Bevölkerung sind. Selbst im Sozialismus, wo alle gleich waren, waren manche "gleicher". Und es wird immer Menschen geben, die neidvoll auf Andere schauen, weil diese mehr bekommen als man selbst. Gleich vorweg: ich bin für leistungsgerechte Entlohnung und Mindestlohn. Ich bin aber auch für einen kompletten Leistungsentzug für diejenigen, welche es sich in der sozialen Hängematte breit gemacht haben und sich dort wohlfühlen. Lassen Sie es mich an Hand von zwei Beispielen erklären: Eine Bekannte von mir (Alter: Mitte 40) ist seit Jahren EU-Rentnerin wegen Depressionen. So weit, so traurig. Aber: Bei jeder Party ist sie dabei, finanziert sich die ganze Sache durch Schwarzarbeit in der Gastronomie am Wochenende. Als ich sie auf ihr "Leiden" angesprochen habe, erklärte sie mir, daß sie depri ist, wenn sie täglich zur Arbeit gezwungen wird. Ein weiterer Bekannter (ebenfalls Mitte 40) ist als gelernter Maurer seit zig Jahren arbeitslos. Seine Frau bekommt ein Kind nach dem anderen. Ich habe ihn mal gefragt, warum er denn in einer Zeit, wo die Baubranche boomt, keine Arbeit findet. Er sagte mir, daß es ihm doch so wesentlich besser geht. Vater Staat zahlt Miete, GEZ und Hartz IV, das Geld für Plasmafernseher und anderen Luxus verdient er sich aber schon auf dem Bau, nur eben durch Schwarzarbeit, wenn es denn mal notwendig sein sollte. Den Sommer verbringt er jedoch lieber mit seiner Familie im Garten, als bei schweißtreibenden Temperaturen regelmäßig jeden Tag auf dem Bau zu klotzen, im Frühling und im Herbst ist das Wetter eh' zu unbeständig und im Winter kann man auf dem Bau nicht arbeiten (sagt er). @ Birgit Kühr zum Thema Mindestlohn "Finden Sie das in Ordnung, wie das mit dem Mindestlohn geplant ist, dass Erwerbslose, Praktikanten und Jugendliche unter 25 Jahre das erste halbe Jahr keinen Mindestlohn erhalten sollen?" Meine Antwort dazu: JA!! Ich denke in aller erster Linie an die Jugendlichen: Wenn der schnelle Euro lockt, gibt es doch keinen Anreiz mehr, eine Lehre vernünftig zu beenden. Langzeitarbeitslose (nicht jeder Erwerbslose ist aber langzeitarbeitslos) können doch nicht sofort eine dem Lohn adäquate Leistung erbringen. Das gilt insbesondere, wenn diese Person seit Jahren aus dem Arbeitsleben raus ist. Nennen Sie mir bitte einen Grund, warum ein kleiner Unternehmer, der sich gerade so über'm Wasser halten kann, von Anfang an die volle Belastung haben? Es ist ja nicht nur der zu zahlende Lohn, dazu kommt noch der Arbeitgeberanteil der Sozialleistungen. Und der Unternehmer selbst muß seine Sozialleistungen komplett selbst tragen. Da gibt es keine Gleitzone, da wird von den Versicherungsträgern ein fiktiver Gewinn festgelegt und darauf sind die Abgaben zu leisten. Praktikanten machen, wie es der Name schon sagt ein Praktikum. Was rechtfertigt hier den Mindestlohn, sagen wir für einen Schüler, welcher im Lager arbeitet im Vergleich zu einem Lagerarbeiter mit Berufsabschluß und Berufspraxis?

Linchen 13.08.2014 - 14:49:53

Herr Sommer

Sie schreiben " OK, man gehört zu den „Reichen“, wenn man gesund ist und einer Arbeit nachgehen kann (und will). Eure Parolen zeugen u.a. auch von geistiger Armut – was will man dagegen tun? Geld allein löst DAS Problem nicht! " Ich sage Ihnen dazu, wenn jemand einer Arbeit nachgeht und trotzdem zum Jobcenter muss, um aufzustocken, dann stimmt etwas nicht! Heute kann man sich "glücklich" schätzen bei einer Zeitarbeit unter zu kommen... sicher, es ist besser sein Geld durch Arbeit zu erwirtschaften, allerdings gibt es nicht mehr viele Firmen, die direkt einstellen, statt durch Zeitarbeit. Wenn zeitarbeiter wenigstens die gleichen Löhne bekämen wie Betriebsangehörige, die den gleichen Job erledigen, wäre das ja noch zu vertreten, aber wenn hier pro Std. Abweichungen von mehr als 10 EUR auftreten, so bin ich der Meinung, an meiner Arbeitkraft verdiene nicht nur ich und der Staat (Steuern, Sozialabgaben), sondern auch noch die Leihbuden und dies niocht zu knapp. Das gehört einfach verboten! Was nun das Reich sein betrifft, wie sie so schön schreiben, wer gesund ist, ist reich, tja, gesund sind die wenigsten Erwerbslosen, die werden vom Jobcenter mürbe und psychisch krank gemacht... so siehts also mit dem Reich sein aus...

Wolfgang Ringel 13.08.2014 - 14:11:18

Man müsste nicht nur, man muss!

Braunschweig, den 13. August 2014 Man müsste nicht nur, man muss!! Das könnte Sie auch interessieren. Und wie mich das interessiert. Aber das nicht nur aus familiärer Verbundenheit mit dem Oderlande. Nein, es ist vor allem schon deshalb, weil auch ich ein „Ostler“ bin. Ein Ostler zu sein heißt; zu wissen, dass es sich als Mensch bedeutend besser lebt, als mit Hartz IV, Sozialabbau und Arbeitslosigkeit. Zu Ostzeiten gab es an der Oder noch keine maß-und schamlose Bereicherung einer minimal-prozentigen Oberschicht. Oder wie soll ich es verstehen, warum das soziale Gefälle so krass ist, trotz des vorhandenen Reichtums? Warum steht gleiches nicht auch Menschen zu, die in ihrem Leben hart und schwer gearbeitet haben. Das sollten mir die reichen Herren, und natürlich die Damen auch, bitteschön mal erläutern. – Ich für meinen Teil bin sehr dafür, das sich alle Menschen, die um eine Riesenportion Lebensqualität betrogen werden, das Recht haben, diese vorenthaltenen Anteile an Lebensqualität auch mit den Füßen einzufordern. Und die Bewegung dazu, wird in absehbarer Zeit kommen. Dagegen werden die Montagsdemos von Leipzig ein Klacks sein! Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt. Also Bürger, beginnt endlich mit dem richtigen Leben! Die Bürger dürfen auch in Eisenhüttenstadt Montags demonstrieren; sie dürfen es und müssen auch MO(T)Zen. Wissen sie doch nun aus mehrfach-persönlicher Erfahrung, wie es ist, wenn einem das Wasser bis zum Kinn und höher steht. Gegen das Wasser können Dämme und Deiche gebaut werden. Wie aber können diese Menschen gegen Hunger und soziale Armut vorbauen? Gewiß, es gibt keinen Himmel auf Erden, auch keinen Garten Eden. Und trotzdem, das menschliche Leben, das jedem Menschen von Natur aus zu steht, dass müssen sie selbst einfordern. Ja, einfordern und auch selbst erkämpfen. Ein Schritt dazu ist, auf die Straße protestieren zu gehen. Also verstärken wir die Montagsdemos. Lassen wir sie zu Montag bis Sonntags-Demos werden. Wem auch sozial das Wasser bis zum Hals steht – und es steigt unaufhörlich weiter – dem muss jedes Mittel erlaubt sein, dieser Lebensbedrohung entgültig und sicher zu entkommen! Kurt Wolfgang Ringel, Braunschweig

.... 13.08.2014 - 13:49:10

lol

in den " " sollten die eckigen Klammern als Zeichen stehen :)

.... 13.08.2014 - 13:47:11

@Birgit

Du verwendest in Deinem Text Sonderzeichen die vom Serversystem dann als irgendwelche Steuerzeichen interpretiert werden. Ab dem Zeichen "" passiert das bei mir auch immer ...

Birgit Kühr 13.08.2014 - 13:29:27

Hallo Redaktion

Hier werden bei der Übertragung ganze Sätze verschluckt. Der Abschnitt sollte so heißen. Weiter schreiben Sie: >Seid Ihr auch so platt wie Eure Parolen?> Ich sitze zwar im Rollstuhl, bin aber nicht blöd. Wenn Sie ernsthaft Interesse haben, über das Thema zu diskutieren, bin ich auch gern bereit mit Ihnen zu diskutieren.

Birgit Kühr 13.08.2014 - 13:23:30

Hallo Herr G.Sommer

Bei der Übertragung ist ein Fehler aufgetreten. Der Abschnitt sollte so übertragen werden. Weiter schreiben Sie:

Birgit Kühr 13.08.2014 - 13:14:49

Hallo Herr G.Sommer

Niemand hat behauptet, dass Sie Reich sind, bloß weil sie eine Arbeit nach gehen. Im Gegenteil, sie könnten ganz schnell selber in Hartz IV fallen. Na dann erkläre ich Ihnen einmal was Armut bedeutet. Ich bin 70 Prozent behindert, sitze im Rollstuhl und kann schlecht gehen. Aus diesem Grund bin ich unbefristet arbeitsunfähig. Ich bekomme 300,- Euro EM - Rente. Das wird auch meine Altersrente sein. Also muss ich mein Leben lang mit SGBXII aufstocken und habe niemals eine Chance da raus zu kommen. Sie schreiben: > Jeder der einer ehrlichen Arbeit nachgeht, gering bezahlt aber eigener Erwerb gehört zu den Reichen und muss mehr für andere abgeben??? > Ich arbeite sehr viel kostenlos ehrenamtlich, davon kann ich aber nicht leben. Haben Sie vielleicht einen Job für mich, damit ich Ihnen nicht weiter auf der Tasche liege? Mit Ihren Satz spalten Sie nur die Bürger zwischen Arbeitnehmer und Erwerbskosen. Ich kenne viele die für Billiglohn arbeiten gehen, andere arbeiten kostenlos als Praktikant oder für 1,- Euro die Stunde. Wieder andere haben gleich mehre Jobs um über die Runden zu kommen. Können wir uns nicht auf einen Punkt einigen, in dem Sie die Arbeitnehmer beistehen, die trotz voller Berufstätigkeit noch mit Sozialgeld aufstocken müssen? Finden Sie das in Ordnung, wie das mit dem Mindestlohn geplant ist, dass Erwerbslose, Praktikanten und Jugendliche unter 25 Jahre das erste halbe Jahr keinen Mindestlohn erhalten sollen? Ich sage, das ist voll bewusst und mit Absicht so geplant. Das Ergebnis wird sein, die Erwerbslosen werden dann vor dem halben Jahr entlassen und dafür werden wieder neue Erwerbslose eingestellt. Weiter schreiben Sie: Ich sitze zwar im Rollstuhl, bin aber nicht blöd. Wenn Sie ernsthaft Interesse haben, über das Thema zu diskutieren, bin ich auch gern bereit mit Ihnen zu diskutieren. Haben Sie sich schon einmal die Mühe gemacht und haben auf ein Elo - Forum geschaut. Ich bin Betreiber eines solchen Forums. http://www.soziales-netzwerk-bgs.de/ Da werden nicht nur Sprüche geklopft, Oh Nein da fließen of die Tränen. Haben Sie schon einmal einen Notfall gehabt, wo ganz junge Leute obdachlos waren, die Frau hochschwanger und keiner fühlte sich zuständig.? Das ist nur ein Fall von ganz vielen. Also bevor man Mitbürger angreift, die andere helfen, sollte man erst einmal selber sein eigenes soziales Verhalten überdenken.

.... 13.08.2014 - 12:22:08

@Klaus ...

... Ihr regt Euch ständig über das System auf, wählt dann aber die immer gleiche Verkrustung. Wählt doch einfach eine Partei die für direkte Demokratie steht ! So kommt man dem Gedanken einer gewissen Gleichheit am nächsten. Das ideale System wird es sowieso nie geben, dass Leben in seiner Endlichkeit ist und bleibt ein Kompromiss. "Aber ja, ich möchte eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung des Menschen und der Natur. Dazu muss natürlich dieses Profitsystem abgeschafft werden." Und wie jetzt Konkret ? Schon diese zwei Sätze bergen so viele Widersprüche in sich. Wo sind da die ...sorry ich weiss du möchtest "Grenzenlos" leben ... aber trotzdem wo ziehts Du für Dich beim Thema "Ausbeutung" die Grenze ? Jetzt kommt der Winter, es wird knackig Kalt draußen, Du hast Deinen Heizkörper in die gute Stube gebuckelt ;-) weil es sinnlos ist Außerhalb des 6 - fach einge-grenzten- Wohnraumes zu heizen ... hast also den kalten Heizkörper vor Dir zu stehen und bibberst, hast schon ganz blaue Lippen ! So jetzt muss das gute Stück an einen Ofen, in dem bekanntlich ein "Energieträger" geschoben werden muss ! Da fängt aber schon das Dilemma an: woher die Kohle nur nehmen? Wird also die Lausitz abgebaggert, damit Deine blauen Lippen vom Ofen auch profitieren können ... so Zack da beginnt schon die Ausbeutung der Natur, man zieht Profit aus der Tatsache das Menschen und ganze Dörfer umgesiedelt werden ... und alles nur damit du keine blauen Lippen bekommst :)

Klaus Kämpfer 13.08.2014 - 11:16:43

Oh Mann …. Oh Frau ….

Es ist eigentlich nicht meine Art über dieses Medium lange Debatten zu führen. Aber witzig finde ich es schon, woher Sie glauben zu wissen was ich denke? Von Wohlstand für ALLE und DDR zurück haben, steht nichts in meinen Zeilen. Wie läuft es denn zur Zeit, der Wohlstand den die Mehrheit der Menschen durch ihre Hände Arbeit erarbeiten, eignet sich eine Hand voll, das internationale Finanzkapital und Großkonzerne an. (das sind die Reichen, nicht der Arbeiter) Zum Dank werden sie dann auch noch durch die Steuergroschen der Bürger gestützt und finanziert. Als Bankenrettung, weil Systemrelevant wird uns das verkauft. Oft von Politikern die selbst ganz gut von den Beratergeldern des ein oder anderen Konzern oder einer Bank leben. Es ist also nicht dass Problem dass zu wenig da sei, sondern es ist eben nur falsch verteilt. Nur weil es Menschen gibt, die von einer Welt träumen in der dieser Reichtum gerecht verteilt wird, wird diesen oft unterstellt man wolle die DDR zurück? Aber ja, ich möchte eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung des Menschen und der Natur. Dazu muss natürlich dieses Profitsystem abgeschafft werden. Das aber eventuell mit DDR gleich zu setzen, nur weil es real existierender Sozialismus genannt wurde, ist in meinen Augen nicht richtig. Sozialismus war das in der DDR schon lange nicht mehr. Es stimmt eben, dass damals wie heute die Bonzen das sagen hatten. Aber das wäre wiederum eine andere und längere Debatte, die wir hier nicht führen können. Sie schreiben sie seinen Entwickler und wenn ich sie richtig verstanden habe, würden sie nur in ihren Grenzen bzw. in einem geschlossenen System leben wollen, weil man nur dort etwas regeln kann. Abgesehen davon dass wir in einer Welt leben in der die Produktion dermaßen internationalisiert und vernetzt ist, dass es da überhaupt kein Zurück mehr gibt. Ein solches System was nur in sich geschlossen ist, würde auch an seine Grenzen stoßen und sich somit auch nicht wirklich positiv entwickeln können. Sie können ja die Grenzen schließen! Aber was wäre mit „unserem" Wohlstand, der ihrer Meinung nach in China produziert wird, wie soll der ihre Grenzen überwinden? Zum Schluss noch, ich gebe ihnen Recht, wenn sie meinen, dass uns eine Umweltzerstörung droht, sogar eine drohende Klima- und globale Umweltkatastrophe, Ursache ist aber meiner Meinung nach nicht der Konsum an sich, sondern die Art und Weise wie hier produziert wird. Nämlich einzig und allein aus Profitinteressen, was wiederum erfordert diese Profitwirtschaft abzuschaffen! Dies wird meiner Meinung nach nur international funktionieren und nicht in den eigenen vier Wänden oder Grenzen. Aber auch dass wäre eine längere Debatte, die in diesem Forum auszutragen doch etwas mühselig wäre. Mit freundlichen Grüßen ....

G Sommer 13.08.2014 - 10:46:39

@ Linchen und Co: Solche platten Parolen! Geld allein löst DAS Problem nicht!

„in diesem Land stimmt einfach nix mehr, es sei denn, man gehört zu den Reichen...“ Seid Ihr auch so platt wie Eure Parolen? Jeder der einer ehrlichen Arbeit nachgeht, gering bezahlt aber eigener Erwerb gehört zu den Reichen und muss mehr für andere abgeben??? OK, man gehört zu den „Reichen“, wenn man gesund ist und einer Arbeit nachgehen kann (und will). Eure Parolen zeugen u.a. auch von geistiger Armut – was will man dagegen tun? Geld allein löst DAS Problem nicht!

Linchen 13.08.2014 - 10:15:01

Widerststand

Wo Unrecht zu Recht wird, müssen wir Widerstand leisten! Wie sonst, soll sich das Volk Gehör verschaffen, als auf die Straße zu gehen. Was uns geblieben ist, sind Wahlrecht, Demonstrationsrecht und Meinungsfreiheit und selbst die will man uns beschneiden. HartzIV ist kaum genug zum Überleben, auf HartzIV Niveau sind Armutsrentner/innen gesetzt, wobei diese nicht noch mal die Möglichkeit haben, einen Job zu bekommen. Desgleichen passiert mit den Behinderten.. man könnte hier noch massig aufzählen, in diesem Land stimmt einfach nix mehr, es sei denn, man gehört zu den Reichen...

Rainer Thiel Bugker Dorfstr. 49a, 15859 Storkow 13.08.2014 - 00:43:03

Man müsste jeden Tag auf die Straße

„Man müsste jeden Tag auf die Straße“ Ja, das müsste man. Die Eisenstädter, die das ihren Mitbürgern vormachen, versammeln sich am Sonnabend, den 16. August, 15 Uhr vorm Friedrich-Wolf-Theater, zusammen mit ihren Gästen aus anderen Städten. Ich komme von der Unabhängigen Montags-Demo UMOD, Berlin und Hannover, um unsren Freunden in Eisenhüttenstadt zu gratulieren, die nun schon seit zehn Jahren den Mitbürgern vormachen, wie man den Politikern laut und deutlich die Meinung sagen kann. Ich werde auch etwas mitbringen. In Berlin werden es immer mehr Mitbürger, die auf die Straße gehen, um ihre Meinung deutlich zu sagen, an Offenen Mikrofonen. Auch miteinander tauschen sie Meinungen aus, denn wir alle haben voneinander zu lernen. Wir von der UMOD stehen jeden Montag in Berlin am Fernsehturm, auch in Hannover haben wir einen Ableger, dort vorm Hauptbahnhof. Und vom Fernsehturm pendeln wir jetzt auch zum Neptunbrunnen, wo wir uns mit einem Ableger der neu entstandenen Friedensmahnwache treffen. Die Parteien wollen immer nur einen Zettel, den wir in Kasten werfen. Die Parteien nennen das „Wählen“. Doch nach der Wahl bleibt alles, wie es ist, die Gewählten klopfen sich auf die Schultern und werden aus Steuermitteln bezahlt. Nicht einmal Abstimmungen der Bürger sind zur Regel geworden, obwohl Abstimmungen im Grundgesetz GG vorgesehen sind. Doch die Parteien haben unsre Willensbildung verhindert. So unterlaufen sie unser Grundgesetz, das unsre politische Ordnung sein soll. Deshalb sind wir durch dieses Grundgesetz, Artikel 20, zum Widerstand aufgefordert. 1989 haben wir auf der Straße abgestimmt und gerufen „Wir sind das Volk“. Ab 9. Oktober ging das gewaltfrei. Unsre Initiatoren hatten Sicherheits-Bündnisse mit der Polizei abgeschlossen. Das hat funktioniert. Doch wir haben zu schnell aufgehört zu denken und weiterzumachen. Nun sagen wir mit Friedrich Wolf – wir stehen am 16. August vor dem Friedrich-Wolf-Theater: „Das nächste Mal besser, Kameraden.“

Birgit Kühr 12.08.2014 - 14:46:09

"Dieses Land braucht Widerstand"

Genau das meinte ich, mit es geht schon lange nicht mehr nur um Hartz IV. Das ganze Spektrum gehört gebündelt zusammen. Was sucht unsere Bundeswehr im Ausland.? Eine Armee sollte nur das eigene Land bei Angriffen verteidigen. Die EU soll sich nicht um Kleinigkeiten wie z.B. Kaffeemaschinen kümmern, sondern sollte die Armut in den jeweiligen Ländern bekämpfen. Es kann und darf nicht sein, dass tausende von Menschen auswandern müssen, nur weil sie sonst hungern müssten. Ja "Dieses Land braucht Widerstand" und das in allen Ebenen. Deshalb ist es wichtig, dass die Menschen wieder aktiv werden. Wir sind viele, weit verstreut im Netz. Jetzt müssen wir uns nur noch bündeln. Eine Regierung hat nur so viel Macht, wie das Volk es zulässt. Wir dürfen nicht weiter zulassen, dass die Banken weiter die Gelder verpulvern. In unserem Kampf müssen wir auch an unsere Kinder und Enkelkinder denken. In anderen Ländern gibt es schon Massenproteste. Auf unser Forum versuchen wir nicht nur Hartz IV -Empfänger bei Problemen zu helfen. http://www.soziales-netzwerk-bgs.de Nein wir protestieren auch und decken die Missstände auf. Wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir selber aktiv werden. Uns hilft kein Gott, keine Gewerkschaft und keine Partei. Wenn ich als kleine Frau im Rollstuhl den Mut habe, gegen dieses Unrecht aufzustehen, müssten doch andere auch dazu bereit sein. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. "Wir sind das Volk", warum nehmen wir nicht unser Recht in Anspruch und demonstrieren gegen das Unrecht. Ich weiß viele sind durch Hartz IV in ein tiefes Loch gefallen. Manche haben Angst vor Sanktionen, andere meinen wir ändern sowieso nichts. Das Wort Angst kenne ich schon lange nicht mehr und ich lasse mir auch keine Angst machen, von niemanden. Der Lauscher in der Telefonleitung kann ruhig seine Schande mithören.

.... 12.08.2014 - 14:31:43

Oh Mann Klaus ...

... du verlangst hier Reichtum (an was ?) für ALLE, berücksichtigst aber nicht die Endlichkeit aller Ressourcen dieses Planeten. Du meinst also: hoher Lohn = ich kann mir mehr leisten, also hoher Konsum = allen geht es gut ? Die Folge wäre allerdings eine hohe Umweltzerstörung um diesen Konsum zu bewältigen. Kannst ja mal nach China reisen, die produzieren unseren "Wohlstand" ... Aber Du meinst es geht auch anders, vielleicht wie damals in der DDR ? Da hatten alle Menschen gaaanz viel Arbeit und gaaanz viel Geld ... allerdings hat man für die wertlosen Aluships nichts bekommen ;-) weil nichts da war - was man dafür hätte bekommen können :) Also ging es außer den drei SED-Bonzen auch keinem besser. Als Entwickler würde ich allerdings erst einmal für ein geschlossenes System sorgen - innerhalb dessen Grenzen man was regeln kann. Du wirst dir ja sicherlich auch keinen Heizkörper in den Garten stellen und Dich dann im Winter wundern warum es draußen keine 20 Grad werden, oder ? Tja und so sieht es mit z.B. deinem deutschen Hartz4-Sozialsystem aus, welches ein grenzenloses Europa alimentieren soll ... wie der Heizkörper bei Dir da draußen im Garten ;-)

Klaus Kämpfer 12.08.2014 - 13:31:56

Nicht nur jeder Tag wäre einer zu wenig sondern 15, 100, 1.000 oder sogar 10.000 Menschen ...

… wäre dies nicht auch immer einer zu wenig! Aber ist dies nicht doch immerhin ein Anfang!? Ein Anfang und Mutmacher für diejenigen die eventuell schon resigniert haben. Die sich dort befinden wo sie die Herrschenden gern sehen, zu Hause. Zwar die Faust in der Tasche geballt, aber eben noch nicht bzw. nicht mehr aktiv. Aktiv gegen den Kampf um die Beseitigung von Arbeitsplätzen mit Niedriglöhnen, Umweltzerstörung, Billigjobs, der Leiharbeit, Ein-Euro-Jobs und die Ersetzung der Hartz IV-Gesetze durch menschenwürdige Regelungen sowie der Abschaffung aller Repressionsmaßnahmen gegen Hartz IV-Bezieher. Oder eben aktiv für die Ablehnung der Entwicklung der Bundeswehr zu einer weltweit einsetzbaren Interventionsarmee. Nicht nur die USA sind Besatzermächte, auch Putin ist kein Friedensengel und der Einsatz der Bundeswehr aus humanitären Gründen, sowieso nur ein Witz. Die Merkel, Putin, Obama Regierung Humanitär? Wenn dass so wäre, dann würden sie solch einen weiteren Sozialabbau, gegen die eigene Bevölkerung nicht betreiben. Wie soll jemand im Ausland Humanität sein, der den Menschen im eigenen Land und denen die dort hin wollen, nicht einmal die allgemeinsten Menschenrechte zugesteht. Die Unterdrückung ist eben nicht nur eine Frage einer einzigen Regierung sondern international und nur so auch zu lösen! Daher ist es richtig zu Fragen wo sind die sozialen, internationalistischen, Friedensaktivisten! Der Themen gäbe es sicherlich noch mehr, „Einer aus der Stadt“ hat schon einige angesprochen. Ein wohl bestimmendes Thema für die Zukunft, besonders die unser Jugend wird wohl die drohende Klima- und Umweltkatastrophe werden müssen. Also der Themen gibt es viele … wahrscheinlich wird aber auch hier immer noch eins zu wenig behandelt. Ich finde die Kommentare bisher super! Nicht der Negativismus oder Skeptisismus bringen uns positiv weiter, natürlich auch nicht das „blauäugig“ in die Welt zu schauen. Und all die Fragen „was bringt das schon?“, birgt diese Frage nicht auch den Keim in sich dann erst gar nicht aktiv zu werden? Was wäre gewesen, wenn der Mensch sich immer erst ängstlich, skeptisch gefragt hätte, „was bringt das schon?“. Was wären die Arbeiter heute, wenn ihre Väter und Großväter nur gekämpft hätten, wenn sie den Sieg sicher in der Tasche gehabt hätten!? In diesem Sinne Hochachtung, vor all denen die aktiven internationalen Widerstand leisten!

Einer aus der Stadt 12.08.2014 - 12:11:44

Montagsmahnung! - Jeder Tag wäre immer noch einer zu wenig!

Vor 10 Jahren hat die Schröder/Fischer-Regierung, unterstützt von CDU und FDP, die Hartz-Gesetze und damit "Armut per Gesetz" beschlossen. Die bundesweite Montagdemonstrationsbewegung existiert seit 2004. Darauf können wir stolz sein und es ist uns Anlass und Ansporn zugleich, unseren unermüdlichen Protest gegen den Sozialkahlschlag, gegen den Abbau von Arbeitnehmerrechten bei Leiharbeit, Zeitarbeit, Werkverträgen, gegen die Aufweichung des Mindestlohn (der eh nicht reicht), unbezahlter Praktika, Rentenungleichheit, der Austeritätspolitik in diesem Lande, fortzusetzen und auf die Straße zu bringen. Wir sind gegen die Europaweite Abwälzung der Krisenlasten auf den Rücken der Bevölkerung. Wir sind dem Whistelblower Edward Snowden dankbar für die Aufklärung über unsere tägliche Überwachung in allen Lebensbereichen. Wir sind gegen die Ungleichbehandlung von Mann und Frau in der heutigen Gesellschaft, für kostenlose Bildung, gegen den weiteren Abbau demokratischer Rechte und wir sind vor allem für den Erhalt des Weltfriedens. Wir haben darüber hinaus viele Gründe gegen die Politik der Herrschenden auf die Straße zu gehen. Denn,immer wieder montags versammeln sich auch bundesweit Demonstranten für den Frieden. Doch aus den Schlagzeilen verschwunden sind sie nicht. Wir unterstützen den Kampf um die Beseitigung von Arbeitsplätzen mit Niedriglöhnen, Billigjobs, der Leiharbeit, Ein-Euro-Jobs und die Ersetzung der Hartz IV-Gesetze durch menschenwürdige Regelungen sowie der Abschaffung aller Repressionsmaßnahmen gegen Hartz IV-Bezieher. Wir sind für die Ablehnung der Entwicklung der Bundeswehr zu einer weltweit einsetzbaren Interventionsarmee. Wir sind für die Aufdeckung von Missständen in Politik und Gesellschaft und menschenwürdige Lösungen in Gegenwart und Zukunft. Wir kämpfen über Jahrzehnte für eine lebenswerte, friedliebende Zukunft für uns und unsere Kinder. Unsere Themen beinhalten das Spektrum von A bis Z. Weitere Themen und Vorschläge aus allen Bevölkerungsschichten sind uns jederzeit willkommen. Unser Land (die Bundesrepublik Deutschland) und die Welt stehen vor Herausforderungen, die bisherige Maßstäbe sprengen. Die Krise bleibt uns als Dauerkrise zu Lasten der einfachen Menschen erhalten, ihre Wirkungen werden weiter verstärkt spürbar sein. Da ändern weder Schutzschirme, noch Konjunkturprogramme und erst Recht unsoziale Sparprogramme nichts. Ändern wird sich nur etwas, wenn endlich die Ausgestoßenen dieser Gesellschaft aufwachen und noch einmal die Geschicke selbst in die Hand nehmen. oder anders ausgedrückt: "Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren was er bewahren möchte." (Gustav Heinemann 1899-1976, deutscher Politiker(SPD), 1969-1974 Bundespräsident der am 23.07.1899 geboren wurde)

dressier 12.08.2014 - 01:27:01

mo demo

erst mal respekt vor den leuten , die diese montagsdemo am laufen halten - jedoch auch kritik an den themen- warum wird hier in eisenhüttenstadt nicht einmal die sache des friedens aufgegriffen- warum lehnt sich keiner gegen den medienkrieg gegen russland auf? ich kann doch erst gegen kleinigkeiten demonstrieren wenn ich sicher vor einem 3. weltkrieg bin. warum wird nicht einmal gegen die besatzer usa gesprochen? warum finden die worte chemtrails nicht endlich gehör? das anliegen dieser veranstaltung ist gut nur hat es aus meiner sicht die falschen themen....

Birgit Kühr 11.08.2014 - 22:40:57

"Widerstand braucht das Land".

Unser soziales Netzwerk "Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau" grüßt Eisenhüttenstadt. http://www.soziales-netzwerk-bgs.de Das Forum existiert schon seit Februar 2008. Unser Motto lautet "Widerstand braucht das Land". Wir sind ein bunter Mix aus Erwerbslosen. Arbeitnehmer, EM- Rentner und Altersrentner. Es geht schon lange nicht mehr nur um Hartz IV. Die Kinder- und Altersarmut nimmt rasant zu. Deshalb ist es sehr wichtig, das wir uns wieder mehr vernetzen. Immer mehr Menschen können von ihrer Arbeit nicht mehr ihren Lebensunterhalt bestreiten. Viele Rentner müssen bis zu ihrem Tod arbeiten gehen, weil ihre Rente nicht mehr zum Leben reicht. Wenn wir uns nicht wieder verstärkt zur Wehr setzen, wird der Sozialkahlschlag und die Diskriminierung gegen uns immer weiter fortschreiten. Das sieht man ja schon an den geplanten Mindestlohn. Durch das Gesetz Hartz IV kann man so schön die Arbeitnehmer unter Druck setzen. Aber jeder Arbeitnehmer sollte sich immer vor Augen halten, er könnte der nächste sein. Jeder Rentner hat das Recht, seinen Ruhestand zu genießen und sollte nicht durch seine finanzielle Notlage gezwungen sein, noch Zeitungen mit seinen Rollator auszutragen.

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