Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Windräder werden zur Todesfalle

 Windparks gefährden Vögel und Fledermäuse.
Windparks gefährden Vögel und Fledermäuse. © Foto: dpa
Henning Kraudzun / 13.08.2014, 20:28 Uhr
Potsdam (MOZ) Windkraftanlagen gefährden zunehmend die Population streng geschützter Tiere. Laut Schätzungen von Experten werden in Brandenburg jährlich Tausende Fledermäuse und Vögel durch die Rotorblätter getötet. Die Experten fordern strengeren Auflagen für die Betreiber.

Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) haben am Mittwoch eine Studie veröffentlicht, nach der unzählige Fledermäuse auf dem Weg in die Winterquartiere in hiesigen Windparks sterben. Sie entnahmen getöteten Großen Abendseglern unter anderem Haarproben und stellen fest, dass viele Tiere aus Ost- und Nordeuropa stammten. Die Fledermäuse könnten die Gefahren durch Rotorblätter nicht rechtzeitig wahrnehmen, hieß es in der Untersuchung. Vielfach wurden bei den obduzierten Tieren Knochenbrüche oder innere Verletzungen festgestellt, die zum Tod führten. Da vor allem junge und weibliche Tiere gefunden wurden, seien die Folgen für die Populationen dramatisch.

"Wir fordern, dass die Betreiber den Artenschutz ernster nehmen", sagt Institutssprecher Steven Seet. Angesichts der Zahl von jährlich 300000 getöteten Fledermäusen bundesweit müssten die Anlagen so betrieben werden, dass streng geschützte Tiere nicht gefährdet seien, was auch gesetzlich vorgeschrieben sei. "Wir haben den Eindruck, dass bei der Energiewende Behörden oft die Augen zudrücken."

Die Staatliche Vogelschutzwarte in Buckow (Havelland) registriert seit Jahren größere Verluste bei Vögeln. Nach Hochrechungen kommen in Brandenburg jährlich durchschnittlich vier Vögel an einer Windenergieanlage ums Leben, insgesamt zwischen 10000 bis 15000 Tiere, erklärt der Artenschutzexperte Tobias Dürr. Er führt für sämtliche Bundesländer eine zentrale Datenbank, in der sogenannte Schlagopfer erfasst werden. Allein bei Rotmilanen werden die jährlichen Verluste in der Mark auf 300 Exemplare geschätzt. "Dort ist wie bei anderen Arten die Grenze dessen erreicht, was die Population noch verkraftet." Untersuchte tote Vögel wiesen oft schwere Verletzungen und Amputationen auf. Rotoren würden von den Tieren nicht als Gefahr erkannt. Genaue Zahlen lassen sich aus Sicht von Dürr nicht ermitteln, da die Kadaver vielfach nicht gefunden oder von Raubtieren gefressen werden. Hinzu kommt, dass nur fünf Prozent der Anlagen inspiziert werden.

Nabu-Landeschef Friedhelm Schmitz-Jersch spricht von einem "dauerhaften Problem". Es existierten zwar vorgeschriebene Abstände zu Schutzgebieten, aber diese seien womöglich nicht immer ausreichend. Letztlich hätten alle Erneuerbare Energien Auswirkungen auf die Umwelt. Axel Vogel, Fraktionschef der Grünen im Landtag, erklärt dagegen, eine Koexistenz zwischen Windrädern und Tierwelt sei möglich. "In Schutzgebieten dürfen gar keine Anlagen gebaut werden." Der Landesverband der Windenergiebranche betont, dass Windräder zu bestimmten Zeiten abgeschaltet würden, um etwa Fledermäuse zu schützen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
till 18.08.2014 - 21:26:27

Na dann...

...sollten wir die nutzlosen Dinger, die fast alle nur ärmer und nur sehr wenige richtig reich machen, einfach mal anhalten lassen und schnell wieder abbauen!

Ussunge 18.08.2014 - 20:12:12

und wenn...

...die vögel lernen, da nicht einfach gegenzufliegen?

Christoph 16.08.2014 - 23:22:23

@ till und Rosa Linde

endlich mal zwei die es begriffen haben

Till 16.08.2014 - 22:57:45

@Linde

Ihre Fragestellung ist richtig und Ihre Hinweise ebenso. Ja - wir müssen als Menschheit begreifen lernen, dass die Welt nicht nur in Predigten oder Sonntagsreden als Ganzes funktioniert, sondern in der gelebten Realität von Jedermann. Damit einher geht ganz einfach - teilen lernen, verzichten lernen - verzeihen lernen - einander achten lernen - auf Gewalt verzichten lernen - denken und anwenden lernen - aus Fehlern lernen...

Rosa Linde 15.08.2014 - 07:30:37

Ein Sprichwort sagt:

Wenn ich das Eine will muss ich das Andere mögen. Man muss sich entscheiden liebe Umweltbefürworter und so lange ihr euch nicht einmal einig seid, was erwartet ihr dann vom Ottonormalverbraucher? In einem Kommentar las ich, dass Energiesparen eine Lösung ist...RICHTIG. Und wer ist da gefordert? Da werden öffentlich Verkehrsmittel eingestellt, weil niemand damit fahren kann(denn die Arbeitszeiten sind leider nicht dem angepasst), da spielt man immer und überall auf dem Smartfon (und muss es täglich aufladen). Es wäre doch schön, wenn ich in meinem Heimatort Arbeit finden würde, Wenn man in den Dörfern einkaufen könnte, wenn man seine Mitmenschen wieder wahr nimmt usw. Außerdem sollte man eine ausgewogene Energiegewinnung anstreben und nicht EINE von vielen Möglichkeiten forcieren und alle anderen verdammen....das funktioniert nicht was hier mit der Windenergie bewiesen wird.

Christoph 15.08.2014 - 00:48:04

nun haben wir es verstanden

was bedeutet das nun für uns weiter willkührlich interessenvertreter wählen dessen interessen nicht eure sind oder endlich bekenner von dem sein was schon seit jahren propagiert wird entscheidet selbst aber versaut es diesmal nicht

Hans-Jürgen Klemm Sprecher BI "Hände weg vom Liepnitzwald" 15.08.2014 - 00:32:54

@Koch

Eine Antwort aus der Feder der Bundesinitiative " Vernunftkraft", dem Zusammenschluss von über 400 der mit Energiefragen befassten Bürgerinitiativen aus Deutschland: Zitat "Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ist eine Katastrophe für Deutschland. Kosten in astronomischer Höhe. Trotzdem mehr CO2 und nicht weniger Atomstrom. Umverteilung riesiger Summen von unten nach oben. Spaltung der Gesellschaft in Profiteure und Geschädigte. Bürgerproteste im ganzen Land. Massenhaft erschlagene Vögel und Fledermäuse. Und was zwei Weltkriege nicht schafften: Ruinierte Wälder und Kulturlandschaften. Mindestens 20 Punkte sprechen für die Abschaffung dieses Gesetzes: 1. Wer Energie sparen will, darf nicht auf neue Energiequellen setzen. Das lenkt nur vom Energiesparen ab. Er muss seine Energie besser nutzen. Nur weil das nicht geschieht, brauchen wir angeblich das EEG, Windräder, Solaranlagen und Biogas. 2. Effiziente Energiespartechnik ist einem High-Tech-Land angemessen. Sie ist Stand der Technik, umweltfreundlich und ein Exportschlager, der echte Arbeitsplätze schafft. Ein EEG brauchen wir dazu nicht. 3. Nur 16 Prozent unseres Stroms sind Atomstrom. Diesen Anteil können wir mit bekannter Technik einsparen. Das geht ohne Komfortverlust. Beispiele kennt jeder aus dem eigenen Haushalt. Fachleute kennen noch viel mehr. Windräder, Solarfelder und Biogas brauchen wir dafür nicht. Sie können diese Lücke ohnehin nicht schließen, denn: 4. Woher kommt der Strom, wenn kein Wind weht und die Sonne nicht scheint? Dann muss er aus konventionellen Kraftwerken kommen. Wenn nicht, bricht bei uns alles zusammen. Deshalb haben Windräder, Solaranlagen und Biogas noch kein einziges konventionelles Kraftwerk ersetzen können. Wir haben Milliarden nutzlos verpulvert. 5. Bei viel Wind und viel Sonne wird so viel Strom produziert, dass er das Stromnetz überfordert. Damit es nicht zusammenbricht, muss dieser extrem teuer produzierte Strom ins Ausland zu Schleuderpreisen oder gar gegen Gebühr regelrecht entsorgt werden. Speichern lassen sich solche Strommengen nicht. 6. Umgekehrt muss bei Flaute und Dunkelheit Strom aus dem Ausland importiert werden. Darunter ist auch Atomstrom. Deshalb fördern wir mit unserem Ökostrom indirekt Atomkraftwerke im Ausland. Dort werden neue gebaut und Laufzeiten verlängert. Dieses Dokument ist keine wissenschaftliche Ausarbeitung. Es gibt Anregungen, wie wissenschaftlich fundierte Argumente und Positionen im direkten Gespräch vermittelt werden können. Vertiefende Analysen und Quellen bietet die VERNUNFTKRAFT.- Internetseite, insbesondere unter den Rubriken „TOP-Beiträge“ und „Fakten statt Mythen.“ Die hier artikulierten Gedanken entsprechen der persönlichen Sicht der Verfasser . Im Rahmen der Überzeugungsarbeit für eine menschen- und naturfreundlichere Politik können die Formulierungen gerne genutzt werden. 7. Konventionelle Kraftwerke dürfen nur Strom liefern, wenn Windräder, Solaranlagen und Biogas nicht oder zu wenig liefern, was mehrmals täglich, mitunter tagelang, vorkommt. Obwohl sie keinen Strom liefern dürfen, müssen sie weiter laufen und dabei sinnlos CO2 ausstoßen oder sie werden ständig an- und abgeschaltet. Wie im Verkehr bei Stop & Go steigen dadurch der Verbrauch und der CO2-Ausstoß sehr stark an. Deshalb führen Windräder und Solaranlagen nicht zu weniger, sondern zu mehr CO2-Emissionen. 8. Der Zwang zu Stop & Go macht konventionelle Kraftwerke unwirtschaftlich. Sie machen Verluste und werden abgeschaltet. Zuerst die modernsten Gaskraftwerke, die wenig CO2 ausstoßen. Und zuletzt die älteren, abgeschriebenen Anlagen, die viel CO2 ausstoßen. So entsteht eine weitere Stromlücke, die wir mit importiertem Atomstrom und mit Strom aus Kraftwerken, die CO2 ausstoßen, schließen müssen. 9. Windräder und Solaranlagen sparen also nur scheinbar CO2 ein, denn tatsächlich erhöhen sie den CO2-Ausstoß konventioneller Kraftwerke. Trotzdem gelten sie offiziell als CO2-Einsparer und ihre Betreiber können entsprechende CO2-Verschmutzungsrechte (Zertifikate) verkaufen. Deren Käufer dürfen damit das CO2, das in Wahrheit gar nicht eingespart wurde, zusätzlich in die Atmosphäre blasen. Die von der Bundesregierung eingerichtete Expertenkommission für Forschung und Innovation EFI schreibt in ihrem Gutachten vom 26. 2. 2014 auf Seite 52: „Das EEG sorgt also nicht für mehr Klimaschutz, sondern macht ihn deutlich teurer.“ Es sei nicht kosteneffizient und entfalte keine messbare Innovationswirkung. 10. Ökostrom ist unwirtschaftlich teuer. Kaum jemand würde ihn freiwillig kaufen. Deshalb zwingt das EEG die Verbraucher, ihn trotzdem zu beziehen und über die Stromrechnung zu bezahlen. Das entzieht ihnen ohne Gegenleistung jährlich 22 Milliarden Euro und das mit steigender Tendenz. 11. Wind und Solar sind völlig unwirtschaftlich, um CO2 zu vermeiden. Eine Tonne CO2 einzusparen kostet mit Wind onshore / Repowering 115 €, mit Wind offshore 155 €, mit Photovoltaik gar zwischen 311 € (Feld) und 391 € (Dach), aber nur 22 € mit Gas betriebenen GuD-Kraftwerken. Wind und Solar sind also fünf- bis fast zwanzigmal so teuer! Mit Blockheizkraftwerken könnten wir sogar 24 € pro vermiedener Tonne CO2 einsparen. (Markus Blesl, Institut für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung (IER), Universität Stuttgart) 12. Höhere Stromrechnungen treffen besonders Mitbürger mit geringem Einkommen. Ihr Geld wird durch das EEG in die Taschen einer winzigen Minderheit von Profiteuren geleitet. Das ist gesetzlich erzwungene Umverteilung von unten nach oben und unsozial. Sozialverbände beklagen, dass immer mehr ihre Stromrechnung nicht bezahlen können. Energiearmut betrifft mittlerweile fast 7 Millionen Menschen in Deutschland (SPIEGEL vom 24.2.2013). 13. Auch für viele Unternehmen ist der künstlich verteuerte Strom nicht mehr bezahlbar. Einige sind schon ins Ausland abgewandert, viele investieren nicht mehr. Arbeitsplätze und Wertschöpfung sind in Gefahr. Damit nicht weitere Unternehmen abwandern oder Pleite gehen, wird ihnen die Ökostromabgabe erlassen und stattdessen den anderen Betrieben und Verbrauchern aufgebürdet. Das führt zu noch mehr Ungerechtigkeit. Die EU will deshalb Deutschland verklagen. Diese Sonderregelungen zu streichen – wie die EEG-Befürworter vorschlagen – würde die Stromkosten insgesamt nur minimal (ungefähr 1ct pro kWh) senken Das Grundübel, nicht nur die Folgefehler, müssen beseitigt werden. 14. „Nach Auswertung von 1.150 Wind-Parkabschlüssen haben die Anleger in den Jahren 2002 – 2011 Ausschüttungen erhalten im Durchschnitt von 2,5 % p.a.“, schreibt der Bundesverband WindEnergie e.V. in seinem Gutachten vom Februar 2013. Da die windreichen Standorte an der Küste in der Rechnung drin sind, ist die Bilanz für das Binnenland negativ. Nach Steuern und Inflation verlieren die Investoren Geld. Deshalb bauen Banken und Sparkassen keine Windräder. Verdient wird nur an Planung, Bau, Krediten und Service. Technische Anlagen, egal ob Autos oder Windräder, sind nach 20 Jahren oder früher Schrott. Es gibt Pleiten und Verluste in Millionenhöhe. Die Stadt Erlangen hat mit ihren neun Windrädern 2012 einen Verlust von 3,8 Millionen Euro eingefahren. Die Evang-Luth. Kirche Bayern, Dekanat München, hat sogar 12,9 Millionen Euro in den Wind geblasen. 15. Windräder verursachen in ihrem Umfeld Wertverluste von Immobilien von 20 bis 30 Prozent. Manche Objekte werden unverkäuflich. Der Schaden geht in die Milliarden und hinterlässt bei den bedauernswerten Betroffenen Wut und Verbitterung. 16. Windräder ruinieren Tourismus und Lebensqualität. Optische Unruhe bei Tag und Nacht, wummernder Lärm, Infraschall und drohende Eisbomben, die laut TÜV Nord 600 m weit fliegen können und schon Dächer durchschlagen haben – wer will da Urlaub machen, wer will da wohnen? 17. Windräder sind gesundheitsschädlich, denn fast die Hälfte der Anlagenleistung ist Lärm, darunter der für uns unhörbare Infraschall. Beide machen krank. Erst in 10 km Entfernung ist der Infraschall in den Bereich der Hintergrundgeräusche abgesunken, wie die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) an 135 m hohen Anlagen schon 2004 gemessen hat. Heutige Windräder sind über 200 m hoch. Ärzte warnen eindringlich vor Infraschall. 18. Das Michael Otto Institut zählt jährlich 100.000 erschlagene Vögel. Die Dunkelziffer ist mindestens zehnmal höher. Das Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung kommt auf 200.000 erschlagene Fledermäuse im Jahr, darunter Zugfledermäuse aus Osteuropa. Die Staatliche Vogelwarte Brandenburg listet in ihrer Zufallsfunddatei 83 Vogelarten auf, von Alpensegler bis Zwergohreule und schätzt pro Jahr 1.150 erschlagene Rotmilane. Doch die Naturschutzverbände machen weiter Lobbyarbeit für Windräder, sogar in Wäldern. Nur zwei Vögel pro Windrad und Jahr kämen um. Bei 25.000 Windrädern sind das schon 50.000. Oder: Im Straßenverkehr kämen noch mehr Vögel um. Doch so könnten sich auch die kriminellen Vogelfänger im Süden Europas herausreden. Was wird hier gespielt? 19. Unsere Kulturlandschaft haben Generationen vor uns geschaffen. Wir haben die Gunst, in ihr zu leben und die Pflicht, sie für kommende Generationen zu erhalten. Aber wir haben nicht das Recht, sie durch überflüssige Windenergieanlagen in Industriestandorte zu verwandeln und damit unwiderruflich zu zerstören. Sie ist keine Verfügungsmasse einer verfehlten Energiepolitik. Um nur 25 Prozent unseres Stroms mit Windrädern zu erzeugen, bräuchten wir alle 7.3 km einen Windpark – der reine Horror. Was zwei Weltkriege nicht geschafft haben, das schafft das EEG mit seinen Windrädern und Solarfeldern. Wollen wir noch einmal unseren Kindern sagen, wir hätten das nicht gewusst? 20. Windräder und Solarfelder spalten unsere Gesellschaft. Eine winzige Minderheit kassiert und eine überwältigende Mehrheit muss zahlen und leiden. Vorher friedliche Bürger gehen aufeinander los. Jahrelange Freundschaften zerbrechen. In einigen Orten herrscht regelrecht Krieg. Über 700 Bürgerinitiativen kämpfen gegen den Irrsinn und laufend entstehen neue. Das gab es noch nie. Diese Menschen fühlen sich zu Recht betrogen. Selbst Bundesländer liegen im Clinch, u. a. weil das reiche Bayern 770 Millionen für seinen Ökostrom kassiert und das arme NRW 2924 Millionen zahlen muss. Wegen der neuen Stromtrassen gibt es massive Bürgerproteste. Die Südländer wollen den teuren Ökostrom aus dem Norden nicht haben, weil er die Kaufkraft ihrer Verbraucher und ihre Wirtschaft schädigt. Sie können ihren Strom billiger mit modernen CO2-sparenden Gaskraftwerken selbst herstellen. FAZIT: Das EEG hat einen Scherbenhaufen angerichtet."

Benno Koch 14.08.2014 - 23:09:53

Wald

Vielleicht könnte die Märkische Oderzeitung mal ein paar Fakten recherchieren: - das Gebiet des einstigen Hornoer Waldes war um einiges größer als der Liepnitzwald: Wie viele Bäume mussten da eigentlich pro tatsächlich eingespeister Energie aus Braunkohle, sagen wir mal in MW, gefällt werden? - wo bis vor kurzem noch der Hornoer Wald war, sieht es heute im Tagebau Jänschwalde bis zum Horizont so aus: http://fotos.benno-koch.de/v/Gefuehrte_Radtouren/Eintagesradtouren/Benno_Koch/Peitzer-Fischzug-2013a/P1450529.JPG.html - sollten wir "alles lassen wie es sich bisher bewährt hat", bedeutet dies für weitere riesige Flächen in Brandenburg mit weiteren Millionen alter Bäume in den Wäldern rund um Kerkwitz und Atterwasch den totalen Kahlschlag und das Ende einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft für mehr als 100 Jahre - sollten die Planungen für den Riesentagebau östlich der Neiße Wirklichkeit werden, bedeutet dies auf einer Fläche von doppelter Größe wie der des bisherigen Tagebaus Jänschwalde einen Kahlschlag ungeahnten Ausmaßes, noch sehen die Wälder nördlich von Brody (Pförten) so aus: http://fotos.benno-koch.de/v/Gefuehrte_Radtouren/Eintagesradtouren/Benno_Koch/Westpolen-Schloss-Liebesitz/P1010594.JPG.html Zum Vergleich: Für die eine - zu den hier bereits bestehenden knapp zehn Turbinen - geplante zusätzliche Windkraftanlage in der Nähe des Dorfes Klosterfelde muss auf einem Acker kein einziger Baum gefällt werden. So wie vermutlich bisher auch für alle anderen Windkraftanlagen im Barnim nicht. Wer sich tatsächlich für das Thema Wald interessiert, der muss am Samstag, 23. August 2014 an der internationalen Anti-Kohle-Kette in der Lausitz teilnehmen - siehe http://www.humanchain.org/de . Alles andere ist alles andere.

Hans-Jürgen Klemm Sprecher BI "Hände weg vom Liepnitzwald" 14.08.2014 - 22:36:43

@Hartmut Ginnow-Merkert

"Die" Windkraftgegner sind Ihre Mitbürger aus allen Schichten und Berufen. Die sagen im Bunde mit führenden Physikern seit langer Zeit (was Sie auf den einschlägigen Homepage der Bürgerinitiativen selbst nachlesen könnten), worin eine wirtschaftlich vernünftige Politik bestehen sollte. Zu Ihrer Frage eine kurze Antwort: Die Lösung beginnt zum einen mit einer anspruchsvollen Verbrauchsabsenkungsstrategie (die Vorgaben der EU werden von Deutschland nicht eingehalten !) und beinhaltet in keinem Fall solche irren Schnellschüsse, wie bei der Einführung der Atom- und Windstromtechnologie praktiziert. In beiden Fällen wurde ohne eine Ahnung der Verantwortlichen, wo und wie am Ende eine Lösung für ein Entlager aussehen wird. Es mußte nur mal schnell etwas her, was die Steinkohle ablösende konnte. Bei der anderen Technologischen "Wunderwaffe", der Windkraft fehlen weltweit sowohl die technischen, als auch materiellen Lösungen für bedarfsabsichernde Speichertechnologien. Die Realität ist grob gesprochen so, als würden Sie von einer Klippe losspringen in der Hoffnung, dass Ihnen einer eine Auffangvorrichtung für eine sichere Landung noch rechtzeitig unterschiebt, obwohl in 100 km Umkreis keine Menschenseele anzutreffen ist, was Sie beim Absprung sicher wissen. Es geht längst nicht um die Stromversorgung schlechthin. Mit dem von unsteten Wind- und Solarkraftwerken erzeugbaren Zappelstrom kann die sowieso nicht in Höhe des Bedarfs gesichert werden. Es geht schlicht weg um die Umverteilung von 23 - 25 Mrd. Euro Kaufkraft der Bevölkerung und des Deutschen Mittelstandes. Davon erhält der Bundesfiskus rd. die Hälfte und will es so weitertreiben. Keine neuen Steuern, keine Steuererhöhung, dass waren und waren die Schlagworte der Parteien vor jeder zurück liegenden Wahl. Die brauchen sie auch nicht zu machen, da es mit der "Energieumlage" über den Strompreis ja auch so prima funktioniert. War das verständlich? Lösung: Alles lassen wie es sich bisher bewährt hat und erst einmal die notwendigen technischen Lösungen für Veränderungen und Bedarfsabsenkun umfassend schaffen, die sich noch alle im Laborversuchsstadiumbefinden, obwohl die Werbung großer Konzerne uns etwas anderes wieder besseren Wissens weiss machen will.

Dr. Ski war go 14.08.2014 - 21:23:02

Stoppt den Wahn!

Erst die Katzen, die millionenfach das Geflügel versucht haben auszurotten, nun die Windräder, die den Rest an Flugsauriern vernichten wird. Bald kennen wir Vögel nur noch von Aufklebern an Schulfenstern.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG