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16. Briesener Open in der Odervorland-Halle / Constantin Brackel (8) sorgt für den einzigen Podestplatz für die Gastgeber

Treff der großen Schach-Familie in Briesen

Dreitägiger Schach-Marathon: 140 Denksportler aus Nord- und Mitteldeutschland trafen sich am Wochenende zu den traditionellen Briesener Open in der Odervorland-Halle. Die Veranstaltung fand bereits zum 16. Mal statt.
Dreitägiger Schach-Marathon: 140 Denksportler aus Nord- und Mitteldeutschland trafen sich am Wochenende zu den traditionellen Briesener Open in der Odervorland-Halle. Die Veranstaltung fand bereits zum 16. Mal statt. © Foto: Henriette Brendler
Henriette Brendler / 19.08.2014, 05:07 Uhr
Briesen (MOZ) Am Wochenende stand die Briesener Odervorlandhalle ganz im Zeichen des Schachsports: Rund 140 Spieler nahmen an den 16. Briesener Open teil. Über fünf Runden wurden die Besten der vier Wertungsgruppen ermittelt. Am Ende landete mit Constantin Brackel aber nur ein Denksportler aus der Region auf dem Siegertreppchen.

Dichtes Gedränge herrschte am Samstagmorgen vor dem Aushang in der Odervorlandhalle, denn jeder Teilnehmer des Schachturniers wollte nur eines wissen: Wer ist mein nächster Gegner? Um 9 Uhr verstummten dann aber auch die letzten Gespräche - pünktlich zum Start der zweiten Wertungsrunde, ausgetragen im Schweizer System.

Für Organisator Volker Heinrich Zeit, kurz durchzuatmen. "Obwohl so viele Leute bei der Vorbereitung mithelfen, ein bisschen Aufregung bleibt immer", sagte er. Auch, weil seine Tochter Juliane in Gruppe C antritt. "Während des Spiels gehe ich nicht in ihre Nähe. Das Ergebnis sehe ich mir dann aber sofort an", erzählte der Vorsitzende des gastgebenden SV Briesen.

Einen schnellen Sieg feierte Bennet Lüdecke vom Storkower SC. Bereits nach 25 Minuten war seine Partie gegen Dominik Hoppe (BSG Pneumant Fürstenwalde) beendet. "Als ich nach dem achten Zug seine Dame hatte, war mir klar, dass ich gewinnen kann", so der 11-Jährige. Umso erfreulicher für den Nachwuchsspieler, denn seine erste Partie hatte er noch verloren.

"Es muss nicht das Ziel sein, zu gewinnen. Wichtiger ist, ein ordentliches Turnier zu spielen und seine DWZ zu verbessern", betonte Volker Heinrich. Eine große Leistung sei es zudem, über mehrere Stunden die Konzentration aufrecht zu erhalten.

Das versuchten die Schachspieler auf verschiedene Weise. Viele waren völlig auf ihr Schachbrett fokussiert, einige standen zwischendurch auf, um sich die Züge der anderen Teilnehmer anzusehen. René Kellner verriet sein ganz eigenes Rezept: "Kaffee, Kaffee und nochmals Kaffee", sagte er. "Wenn mein Angriff auf den König jetzt nicht funktioniert, kann es dennoch passieren, dass ich verliere", so der Spieler vom SV Briesen. Aber das sei nicht tragisch, schließlich stehe für ihn der Spaß am Schach im Vordergrund.

Duelle der besonderen Art gab es indessen nebenan beim U-10-Turnier. Unter den 18 Teilnehmern kämpften gleich drei Geschwister-Paare um die Podestplätze bei den Jüngsten. Die Zwillinge Lukas und Lorenz Johlke (10) von der SG Jasmund störte das nicht. "Eigentlich sind wir gleich gut. Es ist uns egal, wenn einer gegen den anderen verliert", waren sich die Schachtalente von der Insel Rügen einig. Ihre erste Partie konnten sie übrigens beide gewinnen - Lukas mit 19 Zügen, Lorenz mit 24.

Constantin (8) und Antonia Brackel (6) mussten gleich in der ersten Runde gegeneinander antreten. "Es macht mir nichts aus, dass er gewonnen hat", versicherte Antonia anschließend. "Wenn ich verloren hätte, wäre ich böse gewesen. Ich spiele ja schon länger Schach", sagte dagegen ihr Bruder. Der Briesener spielte ein gutes Turnier und sorgte mit seinem dritten Rang in der U-10-Wertung für den einzigen Podestplatz der Fürstenwalder und Briesener Vereine.

Den Sieg in Gruppe A holte sich überraschenderweise Carsten Konczak vom Hamelner SV. Er schlug sogar den an Platz 2 gesetzten Robert Zentgraf (SAV Torgelow-Drögenheide). In derselben Gruppe landete Carsten Zubke (BSG Pneumant) auf Rang 11. Ein guter Turnierabschluss gelang in Gruppe D außerdem Holger Hofmann und Alexander Kühn (beide BSG Pneumant). Sie wurden Fünfter und Zehnter.

Für Organisator Volker Heinrich waren die Briesener Open wieder ein voller Erfolg - auch wenn es wenige Top-Platzierungen für seinen Verein gab. "Es ist jedes Jahr aufs Neue schön, wenn sich die große Schachfamilie hier in Briesen trifft", sagte er. Selbst nach der letzten Partie hätten am Samstagabend viele Spieler noch bei einem Bier beisammengesessen. Ganz von ihrem Sport konnten sie aber auch da nicht lassen: Zu später Stunde stand Blitzschach auf dem Plan.

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