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Quappendorfs Thron jetzt in Lebus

Mit Blick auf die Oder: Jens Lawrenz "Thron für jedermann" steht jetzt auf dem Oderberg an der ehemaligen Landeslehrstätte, wo er einst entstand. Die Quappendorfer wollten ihn nicht.
Mit Blick auf die Oder: Jens Lawrenz "Thron für jedermann" steht jetzt auf dem Oderberg an der ehemaligen Landeslehrstätte, wo er einst entstand. Die Quappendorfer wollten ihn nicht. © Foto: MOZ
Marco Marschall / 21.08.2014, 07:26 Uhr
Quappendorf/Lebus (MOZ) Es gibt Quappendorfer, die ihn gern behalten hätten. "Kommt er vielleicht doch wieder zurück?", wollten sie im Ortsbeirat und in der jüngsten Sitzung der Neuhardenberger Gemeindevertreter wissen. Doch mehr als ein frommer Wunsch wird die Rückkehr des Throns, den der Künstler Jens Lawrenz im vergangenen September im Dorf aufstellte, wohl nicht bleiben. Das Kunstobjekt aus Stahl und Eiche, das 2011 bei einem Pleinair in Lebus entstanden war und eigens für die Quappendorfer umgebaut wurde, steht nun wieder auf dem Oderberg an der ehemaligen Landeslehrstätte. Einst war er als "Vattenfall-Thron" und Kritik an der geplanten CO²-Verpressung durch den Konzern in der Region gedacht. Es mussten die bedrohlichen Dornen, scharfen Kanten und Klauen des Sitzes entfernt werden. 40 Stunden Arbeit hatte Lawrenz investiert, um das Objekt als "Thron für jedermann" an die unbeugsamen Quappendorfer zu übergeben.

Nun war er dort plötzlich nicht mehr gewollt. Nach Information des Künstlers handelte es sich beim Beschwerdeführer um einen einzelnen Zuzügler. Da sich die Bewohner nicht hinter den Thron stellten, holte Lawrenz auf erneute Aufforderung des Ortsvorstehers Mario Eska die 300 Kilo schwere Konstruktion in einer Hauruck-Aktion wieder ab.

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Axel 28.08.2014 - 07:27:22

Sachlich bleiben

Das Argument von "Paul" ist wohl mehr als fragwürdig. Damit könnte man jede Aktion rechtfertigen. Leider schreibt Paul nichts zur Sache, sondern zu Personen. So einen Stil der Auseinandersetzung mag ich nicht.

Paul 26.08.2014 - 23:20:54

Aktion ist besser als Reaktion

Ich denke, Herr Lawrenz wie auch Herr Eska haben richtig entschieden. Herr Ignatz ist ein Meister des Reagierens, jedoch fällt er kaum oder gar nicht durch eigenes agieren auf. Er sieht sich als weiser Mahner, doch das hat bis dato nur Unfrieden und Zwietracht ins einst gallische Dorf gebracht. Es lohnt sich nachzudenken, wie kann sich jedermann oder-frau für ein lebenswertes Dorf einsetzen anstatt permanent Giftspritzer zu spielen. Meine Lebenszeit wäre mir hierfür zu schade, somit will ich es auch dabei belassen...

Rolf Ignaz 24.08.2014 - 00:18:07

Undemokratischer Alleingang

Am 13. August 2013 wurde im Ortsbeirat von Mario Eska die Errichtug des Throns im Rahmen einer Veranstaltung des Vereins Kultur auf dem Lande e.V. beantragt. Dem wurde vom Ortsbeirat entsprochen. Am 31. Aug. 2013 wurde der „Thron für Jedermann“ an die Quappendorfer in einer würdevollen Einweihung vor dem „Quappenhof“ in mitten der Wendeschleife, als Standort gut ausgewählt, übergeben. Eine dankenswerte Schenkung des Künstlers Jens Lawrenz an die Quappendorfer. Eine gute Idee für ein entstehendes Wahrzeichen, das nicht besser zu der aufmüpfigen Geschichte der ehemaligen Gemeinde passen konnte, das ihres Gleichen andern Orts erst einmal gefunden werden muss. Die Quappendorfer Bürgerinnen und Bürger sollten befinden, ob es ins Dorfbild passen würde, hieß es. Leider wurden sie nicht gefragt. Das Herr Eska schnell eine Bürgerversammlung organisieren kann, hat er beim Kaufvorhaben der Festwiese bewiesen - nur die Interessenlage war da eine andere. Ein zugezogener Wochenendler will mehrfach die Bürgerbefragung angemahnt haben, die dann im plötzlichen Alleingang des Ortvorstehers Eska ohne Rückversicherung der beschenkten Bewohner zur Demontage des Throns geführt hat. Wie weit darf Herr Eska gehen, der immer wieder gern Demokratie erklärt, aber selbst damit nicht umzugehen vermag. Natürlich müssen auch die Quappendorfer deutlich ja sagen. Denn ein: mir ist es egal, oder: der stört mich nicht, übergibt den Neinsagern die Entscheidung. Nur müssen alle Bürgerinnen und Bürger vom OT Quappendorf verdammt noch mal auch aufgeklärt und gefragt werden. Sonst stellt sich diese Eigenmächtigkeit in ihrer Wirkung wie ein enteignungsgleicher Eingriff dar. Rolf Ignaz

babble 22.08.2014 - 11:59:15

Schrott ?

Was gibt es für 300 kg altes Eisen vom Schrotthändler ???

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