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39-jähriger Pfarrer erlebt am Sonntag in der Basdorfer Kirche seinen Einführungsgottesdienst

Albrecht Preisler startet neu durch

Angekommen: Maria und Albrecht Preisler wohnen schon im Basdorfer Pfarrhaus. Am Sonntag wird Preisler als neuer Pfarrer für Basdorf, Zühlsdorf und Wandlitz ins Amt eingeführt.
Angekommen: Maria und Albrecht Preisler wohnen schon im Basdorfer Pfarrhaus. Am Sonntag wird Preisler als neuer Pfarrer für Basdorf, Zühlsdorf und Wandlitz ins Amt eingeführt. © Foto: MOZ/Hans Still
Hans Still / 23.08.2014, 06:45 Uhr
Basdorf (MOZ) Wenn am Sonntag gegen 14 Uhr die Basdorfer Kirchenglocken läuten, steht in der evangelischen Kirche ein besonderer Gottesdienst bevor. Albrecht Preisler wird als neuer Pfarrer für Basdorf, Zühlsdorf und den Ort Wandlitz in sein Amt eingeführt.

Es riecht nach frischer Farbe, im Flur der Pfarrwohnung von Maria und Albrecht Preisler versperren noch einige Kisten den Weg. So sieht es eben aus, wenn der Umzug aus Karstädt in der Prignitz gerade absolviert wurde und noch nicht alle Utensilien den rechten Fleck gefunden haben. "Wir sind schon weit, es ist fast perfekt", macht sich Pfarrer Preisler Mut. Der Blick in sein Dienstzimmer bestätigt den Fortschritt: Der Laptop auf dem Schreibtisch ist arbeitsbereit, die Regalbretter stehen schon voller Bücher.

Gute Voraussetzungen für einen Start, der von "freudiger Erwartung" begleitet wird, wie der 39-Jährige einräumt. "Ich bin sehr neugierig auf das Neue. Nach acht Jahren an einer Pfarrstelle sitzt dort jeder Handgriff. Ich freue mich jetzt auf die Dinge, die mich hier erwarten", gewährt Preisler Einblick in seine Gedankenwelt. Gleichwohl kommt er nicht völlig unvorbereitet aus der Prignitz in den Barnim. Ganz so ländlich wie in der Ebene der Mark Brandenburg geht es hier nicht zu. Zum Pfarrsprengel Prignitz-Land gehörten zwölf Dörfer und 1400 Gemeindeglieder. Im Barnim betreut Preisler 1300 Gemeindeglieder in drei Orten. "So viel habe ich schon gespürt, die Kirchengemeinde ist sehr lebendig und lebt von ihren engagierten Gemeindegliedern, die gemeinsam mit dem Vakanzpfarrer Stephan Flade in der Vakanzzeit vieles organisiert haben und somit den Laden am Laufen hielten", weiß Preisler bereits.

Ebenso kennt er die drei Gotteshäuser, die in einem "sehr lobenswerten baulichen Zustand" sind. Vergleiche zur Prignitz fallen deutlich zu Ungunsten der Region im Nordwesten aus. "Dort gab es jedes Jahr eine Kirche zu sanieren. Das ist hier nicht der Fall."

Gespürt hat der Pfarrer bereits ein großes Entgegenkommen in der Region. Mit der Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant gab es bereits ein Treffen, am Donnerstag schaute der Basdorfer Ortsvorsteher Peter Liebehenschel vorbei. Und auch mit vielen Gemeindegliedern führte er schon sehr intensive Gespräche, so dass Preisler durchaus eine Ahnung hat von den Erwartungen, die mit seinem Amtsantritt einhergehen. "Meine Amtsvorgängerin Janet Berchner leistete hier eine sehr anerkannte Kinder- und Jugendarbeit. Das möchte ich gern fortführen. Und ich weiß vom Runden Tisch und der Willkommenskultur in Wandlitz. Auch dort würde ich gern mitarbeiten und mich einbringen."

Mitreißen möchte er die Gemeindeglieder beispielsweise bei den Gottesdiensten. Die feiert Preisler sehr gern, wie er erzählt. Hilfe dürfen auch die Besucher im Gottesdienst erwarten, die beim Liedgut nicht ganz so textsicher sind. "Ich singe sehr laut und nicht falsch, das lernt man in den Landgemeinden", berichtet Preisler auf Nachfrage.

Privat gehört die Zeit neben den zwei Kindern und seiner Frau (sie ist Lehrerin) noch der Küche, in der er sehr gern für die Familie kocht. Gern spielt er auch abends Skat. Nachdem er die Prignitzer Skatfreunde verlassen hat, werden nun neue Skatbrüder im Barnim gesucht.

Die Nachbarn konnten die Preislers schon bei einem Grillabend kennenlernen. Die Pfarrerfamilie hatte zur Bratwurst eingeladen. Ob an diesem Abend auch die Musik der "Ärzte" gespielt wurde, ist nicht überliefert. Preisler ist bekennender Fan der Berlin Band.

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