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Biesenthaler Burgruine mitsamt Turm und Schlossbergareal in der Euro-Region Pomerania als Ausflugsziel gestaltet

Sagenumwoben und in neuem Kleid

Neues Entree für den Schlossberg: Eine Wanderhütte und Bänke laden Ausflügler und Radwanderer zum Verweilen ein. Erneuert wurde die Treppe, die zum Aussichtsturm hinaufführt.
Neues Entree für den Schlossberg: Eine Wanderhütte und Bänke laden Ausflügler und Radwanderer zum Verweilen ein. Erneuert wurde die Treppe, die zum Aussichtsturm hinaufführt. © Foto: Wolfgang Rakitin
Brigitte Horn / 27.08.2014, 19:43 Uhr - Aktualisiert 27.08.2014, 19:44
Biesenthal (MOZ) Eine Investition von rund 450 000 Euro am Biesenthaler Schlossberg steht kurz vor ihrem Abschluss. Beim Naturparkfest am Sonnabend können die Besucher erleben, was alles zur touristischen Entwicklung des Standortes getan worden ist. Gefördert wurde das Vorhaben im Rahmen eines EU-Projektes.

Wer den Schlossberg mit dem Schlossbergturm kennt, dürfte platt sein, wenn er nach ein- bis zweijähriger Pause heute dorthin kommt. Wo sich bisher am Fuße des Berges eine Art Unkrautrasen ausgebreitet hat und ein dichter Baum- und Strauchbestand alles überwucherte, gibt es jetzt einen einladenden Empfang, der durchaus animiert, näher zu treten und auf den Schlossbergturm zu steigen. Von dessen Aussichtsplattform kann man die zu einem relativ großen Teil geschützte Landschaft um Biesenthal von oben betrachten.

Im Rahmen des EU-Programms für die Pomerania-Region zur Entwicklung von Einzugsgebieten beiderseits der Oder stehen rund 450 000 Euro zur Verfügung, um den Biesenthaler Schlossberg als touristische Attraktion zu entwickeln. Ausschlaggebend war mit dafür die direkte Lage am Fernradwanderweg Berlin-Usedom. Umgesetzt wurde und wird das Projekt von der Stadt Biesenthal zusammen mit dem Naturpark Barnim, der am Sonnabend sein jährliches Naturparkfest auf dem Schlossberggelände feiern wird.

Zu den Zuckerstückchen des Vorhabens dürften die "Flüsternden Mauern" gehören, die heute an der Burgruine auf dem Schlossberg installiert werden. Damit kann man im Feldsteinkeller der Burgruine Wissenswertes über den Schlossberg mit seiner "Sagen von der weißen Frau" hören. Hörstationen gibt es auch in einem der beiden Findlinge, der am Fuße des Berges platziert ist, erläutert Christian Barthelmes, der Gestalter, Szenograf und Planer für die Schlossbergbaustellen. Die Findlinge symbolisieren mit ihren gestalteten Spitzen den Schlossberg und den Küchenberg. Sie laden Kinder auch zum Klettern ein.

Vervollständigt wird das ehrgeizige Projekt durch die Arbeiten von Landschaftsgestaltern, Tischlern, Maurern aber auch Künstlern und anderen. So wurde der verbogene und defekte Maschendrahtzaun durch eine neue Einzäunung ersetzt. Es wurden gepflasterte Flächen geschaffen, die Treppen zum Schlossberg und zum Küchenberg, dem kleineren der beiden Hügel, aus Natursteinen erneuert. Eine Wanderhütte lädt zur Rast ein. Es gibt neue Geländer und an den Treppen zum Schlossberg hinauf auch einen Kantenschutz, informierte Jens Heidebrunn von der Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim.

Selbst ein Ziegelwerk ist für das Projekt mit einbezogen worden, informierte Biesenthals Bürgermeister André Stahl bei einer Begehung des Schlossbergs. Er zeigt auf die Ziegel des Schlossbergturms, die in Originalgröße angefertigt und an einigen Stellen ersetzt worden sind. Deren Maße betragen 20x13x8,5 Zentimeter.

Und wer schließlich den Schlossberg und den Schlossbergturm erklommen hat, findet am Ende der Treppe eine Stahl- und Glaskonstruktion vor, von der es zur Aussichtsplattform des Turmes geht.

Nicht zuletzt wurde auch an die sanitären Belange gedacht. Eine Toilette, die auch für Behinderte zugänglich ist, ist installiert worden. In Hinblick auf den finanziellen Rahmen des Gesamtprojektes schätzt Heidebrunn ein, dass er weitgehend eingehalten werden konnte. Lediglich die Begleitung durch den Denkmalschutz ist etwas teurer geworden.

Eröffnet wird der neu gestaltete Schlossberg am Sonnabend beim Naturparkfest. Einlass ist um 12 Uhr.

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