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"Wir wollten etwas tun"

iris Stoff / 06.03.2010, 08:00 Uhr
Storkow "Weißt du noch..." - diese und ähnliche Formulierungen waren am Donnerstagabend häufig in der Runde am Storkower Markt zu vernehmen. Im Wahlkreisbüro des SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Ness feierte die SPD-Ortsgruppe Amt Storkow ihr 20-jähriges Bestehen.

"Die Fürstenwalder haben sich eine Woche vorher konstituiert, aber die Beeskower kamen noch nach uns. Denen haben wir dann noch bei der Erarbeitung ihres Wahlprogramms geholfen", blickte der Storkower Ortsvorsitzende Thomas Hilpmann zurück und fügte hinzu: "Wir können schon ein kleines bisschen stolz darauf sein, dass wir hier in der Region unter den ersten waren." Am 11. Januar 1990 hatte eine Gruppe von fünf Enthusiasten - neben Thomas Hilpmann gehörten noch Manfred Rademacher, Thomas Klank, Jörg Gitzbrecht und Uli Dombrowski dazu - die Storkower S P D-Gruppe gegründet. "Uns hat geeint, dass wir uns einbringen wollten und dass wir uns den sozialdemokratischen Idealen von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität verpflichtet fühlten, auch am Runden Tisch waren wir beteiligt", schilderte Thomas Hilpmann. In Philadelphia und Alt Stahnsdorf gründeten sich ebenfalls Ortsgruppen. Die Alt Stahnsdorfer fusionierten später mit den Storkowern und bilden heute die SPD-Ortsgruppe Amt Storkow, die 26 Mitglieder hat. Die SPD ist derzeit nach den Linken die zweitstärkste Fraktion im Storkower Stadtparlament. Zu ihren jüngeren Mitgliedern gehört Matthias Bradtke, der seine Parteikollegen mit einer leckeren Torte überraschte.

Klaus Ness, der Generalsekretär der brandenburgischen SPD, dankte in einer kurzen Ansprache "all denen, die damals den Mut hatten und denen, die auch bis heute bei der Stange geblieben sind." Er überreichte Urkunden und Blumen an mehrere langjährige SPD-Mitglieder aus der Region. Anschließend saß die Runde noch lange bei einem guten Trunk zusammen. Viele Erinnerungen an die Zeit des Aufbruchs vor 20 Jahren wurden wach und manche Anekdote zum Besten gegeben. So die Geschichte von der über 800 Kilometer langen Fahrt in die Partnerstadt Steinwenden in Rheinland Pfalz. "Im Kofferraum meines Skodas hatte ich fünf 20-Liter-Kanister Benzin, um Geld zu sparen", schilderte Thomas Hilpmann. Bei ihrem Gegenbesuch in Storkow brachten die SPD-Genossen dann einen Drucker als Geschenk mit. Darauf wurde dann das erste Wahlprogramm gedruckt. Ein Exemplar davon machte am Donnerstag auf der SPD-Geburtstagsparty die Runde. Eine der Forderungen damals: "Wiederaufbau der Burg im alten Baustil und mögliche Einordnung als kulturelles Zentrum."

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