Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Antoinette eröffnet Ladengalerie und Atelier nah am Puls Eberswaldes / Performance auf rotem Teppich vom Kirchenhang bis zum Marktplatz

Ankunft in der "Stadtmalerei"

Eröffnungspreis: Künstlerin Antoinette (l.) ehrt Veronika Brodmann von den Mühlenkünstlern mit "Herzensgeld".
Eröffnungspreis: Künstlerin Antoinette (l.) ehrt Veronika Brodmann von den Mühlenkünstlern mit "Herzensgeld". © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Ellen Werner / 08.09.2014, 06:48 Uhr - Aktualisiert 08.09.2014, 09:53
Eberswalde (MOZ) Mehrere Hundert Meter schlängelte sich der rote Teppich über den Kirchenhang. Wie Erscheinungen wandelten zwanzig Mädchen und Frauen den Kunstpfad hinauf und hinab; Schwarzgekleidete mit Taschenkunstwerken und die Zehn in malerisch-prachtvollen Kleidern aus einer Fantasiewelt.

Mit der Performance glückte der Künstlerin Antoinette die Einladung in ihre Atelier-Laden-Galerie in der Breiten Straße 23. Die "Stadtmalerei" eröffnete sie am Samstagabend offiziell - bei übervollem Haus drinnen und auf dem Hof. Sie sei sehr gerührt, sagte Antoinette vor mehr als 50 Gästen. "Das ist so toll, dass ihr alle gekommen seid."

Die Künstlerin Antoinette eröffnete am Sonnabend ihre Ladengalerie in Eberswalde. Etwa 20 Models zeigten zuvor auf einem roten Teppich zwischen Marktplatz und Magdalenen-KIrche KIrche Mode von Sabine Eggeling.
Bilderstrecke

Galerieeröffnung Antoinette

Bilderstrecke öffnen

Vor zwei Jahren war die 1956 in Dresden geborene Künstlerin, die ihren Vornamen zum Künstlernamen gemacht hat und die sich - ihrem berühmten Mitschüler Neo Rauch gleich - in der Leipziger Schule verortet, von Berlin-Kreuzberg nach Eberswalde gezogen. Von der Direktlandung im Herzen der Stadt war damals noch nichts abzusehen. "Jeder Ort verlangt einem ja etwas anderes ab", sagt Antoinette, die selbst seit Langem große internationale Anerkennung erfährt.

Im Atelier im Rofinpark war das zunächst auch eine gewisse Abgeschiedenheit. Dennoch gelang es ihr, eine Großzahl der Berliner Gäste ihres namhaften Salons mitzunehmen in die Stadt am Finowkanal. Mittlerweile sind viele Eberswalder Freunde der Hochkultur hinzugekommen.

Viele von ihnen, auch von den Eberswalder und Berliner Frauen, die ihr Modell sitzen, kamen zur Eröffnung des Ladens, in dem ein Ausschnitt ihres breiten Schaffens von Bronzen über Porträtarbeiten aus dem "Sittengemälde" - die Ausstellung zur Jahrtausendwende in Berlin hatte 20 000 Gäste - Lampenschirme und Taschen mit Zeichnungen, Landschaften, Stillleben und vieles mehr. Im Rofinpark entstehen die großen Arbeiten, im Stadtzentrum fertigt Antoinette Porträts.

"Für unsere Kultur- und Kunstszene ist das eine enorme Bereicherung", würdigt Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski die Neueröffnung im Stadtzentrum. Mit der Künstlerin sei er zudem im Gespräch über weitergehende Pläne für Eberswalde.

Rosemarie Morche, die seit Jahrzehnten in Rostock lebt, ließ sich auf Besuch in ihrer Geburtsstadt von den Models auf dem roten Teppich ins neu eröffnete Atelier entführen. "Ich bin sehr beeindruckt von der Idee und ich staune, wie Eberswalde sich von seinem schlechten Ruf wegentwickelt hat."

Das Spannende für sie sei, "dass es hier noch einen bestellbaren Raum gibt", sagt Antoinette über die Stadt. Seit fünf Wochen bestellt sie bereits die "Stadtmalerei", gab dort unter anderem einen Porträtkurs. "Ich bin ganz glücklich darüber, wie viele Leute hier schon waren."

Mehr Bilder zum Thema: www.moz.de

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG