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Brandenburgs beste Nachwuchs-Chemiker kommen aus Schwedt und Angermünde

Preise für Lust am Experimentieren

Christina Schmidt / 09.09.2014, 06:58 Uhr
Schwedt (MOZ) Acht Schüler aus Schwedt und Angermünde gehören zu Brandenburgs besten Chemie-Nachwuchsforschern und wurden als "Chemkids 2014" ausgezeichnet. Besonders erfolgreich waren die Schwedter Waldrand-Schule und das Einstein-Gymnasium Angermünde.

Lässt sich aus Gummibären Kleber herstellen? Und wenn ja, wie? Kreative Antworten fanden die "Chemkids 2014" in den eigenen Kinderzimmern, die kurzfristig in Labore und Werkstätten umfunktioniert worden waren. Das Ergebnis sicherte den jungen Forschern Wissen um einen nie endenden Vorrat an Kleister und eine Auszeichnung. Am Wochenende wurden sie in der Schwedter PCK-Raffinerie als Landessieger des Chemiewettbewerbes "Chemkids" ausgezeichnet. Der länderübergreifende Ausscheid, bei dem Vier- bis Achtklässler in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen antreten, brachte in diesem Jahr 41 Preisträger hervor. Sie setzten sich unter 410 Schülern durch

Acht der "Chemiker von morgen" kommen aus Schwedt und Angermünde: Josefine Kappler, Eva Schnürer, Dennis Hansch, Marvin Laban (alle Grundschule Am Waldrand Schwedt), Kimberly Arndt (Gauß-Gymnasium Schwedt) sowie Oliver Hein, Sophie Hübner und Lea Malinowski (Einstein-Gymnasium Angermünde) sind Preisträger. Die öffentliche Ehrung als beste Jung-Wissenschaftler in Brandenburg - für Eva Schnürer fast schon Routine. Die Fünftklässlerin erhielt erneut das Prädikat "sehr erfolgreich teilgenommen". Die Freude, in Heim-Experimenten naturwisschenschaftlichen Fragen auf den Grund zu gehen, ist in der Schwedter Waldrand-Schule offenbar weit verbreitet.

Ebenfalls hoch dekoriert waren die Einstein-Gymnasiasten aus Angermünde. Allein 85 der insgesamt 215 Teilnehmer der Herbstrunde kamen aus Angermünde. Im Gegensatz zu den Jungen und Mädchen aus der Unterstufe mussten die Älteren beobachten, dokumentieren und ihre Experimente auch mit Recherchen und Hintergrundberichten belegen. Kein Problem für Sophie Hübner, die einen Einzelpreis und den für ihre ganze Schule mit nach Hause nehmen konnte. Mitschüler Oliver Hein wurde eine besondere Ehre zuteil: Er darf im Oktober ein dreitägiges Praktikum an der Fachhochschule Merseburg absolvieren. Ist damit der Weg in einen naturwissenschaftlichen Beruf vorgezeichnet? Der 13-Jährige sagt: "Ich habe mich noch nicht entschieden."

Der Wettbewerb "ChemKids" wird seit neun Jahren veranstaltet. Mit wachsendem Zuspruch, betont die Verantwortliche Gabriele Glaschke. Sowohl die Beteiligung der Schüler als auch die Qualität der Arbeiten sei spürbar gestiegen. PCK-Personalleiter Jens Haselow hofft, dass einige der diesjährigen Preisträger der Chemie treu bleiben. Die Schwedter Raffinerie könne in der Zukunft nicht auf junge Leute verzichten, schon gar nicht auf solche, die die richtigen Fragen stellen.

Zum Abschluss unternahmen die Fachkräfte von morgen eine Rundfahrt durch die Raffinerie. PCK verarbeitet jährlich zwölf Millionen Tonnen Erdöl und gehört damit zu den größten Rohöl-Verarbeitungsstandorten in Deutschland.

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