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Biesenthal kündigt Nahwärmevertrag

Versorgerwechsel zahlt sich für die Bürger aus

Brigitte Horn / 10.09.2014, 04:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die Investitionen der Stadt Biesenthal in die Nahwärmeversorgungmachen sich jetzt auch für die Mieter bezahlt. Im Ergebnis der Betriebskostenabrechnungen erhält das Gros der Mieter Rückzahlungen, die sich in Größenordnungen zwischen 360 und 450 Euro bewegen.

Die Biesenthaler Wohnblöcke an der Schützenstraße und am Grünen Weg mit rund 220 Wohnungen sind gefragt, besonders seit der vollständigen Modernisierung von etwa zehn Jahren. Leerstand gibt es dort praktisch nicht. Jetzt kommt für einen Großteil der Mieter noch ein Sahnehäubchen obendrauf: Die Betriebskostenabrechnung für 2013 erbrachte bei der Mehrzahl der Mieter ein Guthaben bei den Heizkosten. Biesenthals ehrenamtlicher Bürgermeister André Stahl (Linke) und Kandidat für den Bürgermeisterposten in Bernau, sieht dies als erfreuliches Ergebnis der Neuausschreibung der Wärmeversorgung an, bei der die Stadtwerke Bochum das günstigste Angebot abgegeben und so den Zuschlag erhalten haben.

Für einen Wohnblock in der Schützenstraße fällt die Einsparung bei den Heizkosten besonders deutlich aus. Dort hatte man im Jahr 2010 Heizkosten von rund 71 000 Euro. Die konnten durch eine moderne Wärmedämmung auf 63 500 Euro gesenkt werden. Der Umbau der Hausanschlussstation und der Heiztrasse brachte eine weitere Reduzierung von gut 2000 Euro. Insbesondere führte der Umbau der Hausstation dazu, dass die Wärmeversorgung jetzt regelbar wurde.

Die entscheidende Senkung der Heizkosten habe aber der Versorgerwechsel gebracht. Auf 43 995 Euro konnten die Heizkosten für das Jahr 2013 in der Schützenstraße gesenkt werden. Das bedeutet im Durchschnitt für 46 Mietparteien eine Betriebskostenrückzahlung für die Wärme in Höhe von 455,55 Euro. Die Positionen können allerdings für jeden einzelnen Haushalt recht unterschiedlich sein. So beträgt das höchste Guthaben eines Mieters sogar 1635,09 Euro.

Die jeweiligen Guthaben sind mit der Septembermiete verrechnet worden, war in der Wohnungsverwaltung zu erfahren. Wenn die Summe höher als die Miete war, sollte die Differenz ausgezahlt werden. Es gibt in dem Wohnblock allerdings auch sieben Mietparteien, die trotz all dieser Maßnahmen noch etwas nachzahlen müssen. Das betrifft sieben Wohnungen, für die im Schnitt 35,46 Euro anfallen.

In den Wohnblöcken im Grünen Weg können sich 150 von insgesamt 170 Mietparteien über ein Guthaben freuen. Das höchste beträgt 963,89 Euro. Im Durchschnitt sind es 362,90 Euro, die wieder ins Portemonnaie der Bürger zurückfließen. In Prozentzahlen ausgedrückt, sind in der Schützenstraße und im Grünen Weg zusammengenommen Heizkosten in Höhe von 21 Prozent gespart worden.

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