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Küstrin-Kietzer Ortsvorsteher beschreibt Situation an Grenze / Bahnbrücke soll beleuchtet werden

Sicherheitspartner bitten Kreistag um Hilfe

Erwartet Rückendeckung vom Kreistag: Gerhard Schwagerick, Ortsvorsteher von Küstrin-Kietz informiert die Abgeordneten.
Erwartet Rückendeckung vom Kreistag: Gerhard Schwagerick, Ortsvorsteher von Küstrin-Kietz informiert die Abgeordneten. © Foto: Ulf Grieger
Ulf Grieger / 12.09.2014, 03:57 Uhr
Seelow (ulg) Nach dem sich bereits einige Kreistagsmitglieder selbst ein Bild von der Arbeit der Sicherheitspartner in den Grenzdörfern Küstrin-Kietz und Bleyen gemacht haben, hat am Mittwoch der Ortsvorsteher von Küstrin-Kietz, Gerhard Schwagerick, im Kreis direkt um politische Unterstützung für das Anliegen der Ehrenamtler geworben. Er informierte, warum die 30 Einwohner seit knapp einem Jahr freiwillig im Schichtdienst ihre Freizeit opfern, um ihr Hab und Gut zu bewachen. Große Sorgen bereite den Einsatzkräften dabei der Umstand, dass Diebe im Schutz der Dunkelheit in der Betriebspause der NEB die Bahnbrücke über die Oder nutzen, um Diebesgut zu transportieren. "Wir haben die Bahn AG bereits gebeten, die Brücke zu beleuchten. Allerdings haben wir zur Antwort bekommen, das dies nicht Aufgabe der Bahn sei", übergab Schwagerick ein entsprechendes Schreiben.

Landrat Gernot Schmidt erklärte, dass dies im Rahmen der Kreistagssitzung zunächst nur zur Kenntnis genommen werden könne. Auf Nachfrage der MOZ erklärte er im Nachhinein, dass in erster Linie die Bundes- und Landespolizei Ansprechpartner des Kreises sei, wenn es um die Sicherheit der Bürger geh. Das Gewaltmonopol des Staates dürfe nicht gebrochen werden. Deshalb gehöre es in erste Linie zu den Aufgaben der Polizei, sich um die beschriebenen Vorkommnisse an der Küstrin-Kietzer Bahnbrücke zu kümmern. Unterstützt wurde das Anliegen der Sicherheitspartner u. a. auch von Winfried Dreger (AfD).

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ede 14.09.2014 - 03:40:51

Wahlhilfe

Wir hatten jahrelang Rot/Schwarz und Rot/Rot und es wurde immer schlimmer. Irgendwann muss sich die Geduld der Wähler ja mal erschöpft haben. Wenn aber nur die Kostgänger von SPD, Die Linke und der CDU zur Wahl gehen, dann geht trotz aller Wahlversprechen Brandenburg weiter vor die Hunde. Also Leute rafft Euch auf und bereitet diesem Spuk endlich ein Ende. Alles darf gewählt werden außer den bereits genannten Parteien und denen vom äußersten linken und rechten Rand. Nur so kommt Bewegung in dieses von Lethargie befallene Land.

Neuenhagener 13.09.2014 - 20:22:30

Merkel zur Grenzkriminalität

Fr. Merkel hat zwar das Thema der Grenzkriminalität in dieser Woche mal kurz erwähnt, aber warum wohl wo es sonst totgeschwiegen wird ? Ich kann es ihnen erklären. Sie möchte Michael Schierack (CDU) noch Schützenhilfe geben, da sie weiß wie die Wahlergebnisse der AfD in den Grenzregionen in Sachsen ausgefallen sind. Nach der Wahl in Brandenburg werden die Altparteien wieder so tun als gäbe es dieses Problem nicht. Das einzige was man möchte ist, zu viele Stimme bei der AfD verhindern.

T.Berger 13.09.2014 - 08:26:43

Sicherheitspartner bitten Kreistag um Hilfe

Es ist schon bezeichnet, da winken die Abgeordneten 3 Mill für die Hasenburg durch., aber Geld für das Betreiben der Beleuchtung an der Grenzbrücke in Küstrin- Kietz ist scheinbar nicht vorhanden. Auch dieser und ähnliche Fälle werden das Erstarken der AfD fördern. In anderen Parteien fehlt der Mut und der Anstand sensible Fragen auszusprechen....

Grandel 12.09.2014 - 10:37:25

Wird alles anders

Liebe Brandenburger! Wählt mal am Wochenende schön ROT - ROT Dann wird alles anders! Versprochen wie immer vor einer Wahl!

Isenhagen 12.09.2014 - 07:21:34

Natürlich ist die

These vom Gewaltmonopol des Staates nichts anderes als eine menschliche Übereinkunft aber kein Naturgesetz. Natürlich gilt das Gewaltmonopol des Staates immer dann nicht mehr wenn der Staat die legitimen Interessen der Bürger nicht mehr wahrnimmt und schützt. Natürlich sind nicht die Büttel des DStaates die alleinigen Interpreten zur Situation ob die Interessen der Bürger noch gewahrt werden. Natürlich werden die Interessen der Bürger nicht mehr gewahrt wenn er bei kriminellen Beanspruchungen durch Einbruch und Diebstahl nur noch Beileidsbesuche der Polzei erwarten kann aber keinen Schutz und keine Aufklärung mehr. Schutz ist überwiegend nicht gegeben. Das beweist die Häufung der Diebstähle. Aufklärung ist überwiegend nicht gegeben. Das beweist die Aufklärungsrate. In solchen Fällen spricht man üblicherweise von einer Notsituation.

Leser 12.09.2014 - 06:56:46

Das Gewaltmonopol darf nicht gebrochen werden,

Herr Landrat, Sie haben Recht. Warum muußte in Küstriner vorland eine "Bürgerwehr" Entschuldigung eine Sicherheitspartnerschaft gegründet werden? Das private Unternehmen ihr Betriebe durch Sicherheitsfirmen schützen lassen, ist zur Normalität geworden. Muss jetzt aber bereits der normale Bürger, die gemeinde sich durch private Sicherheitsfirmen, hier in Form der "Bürgerwehren" schützen lassen? Das Gewaltmonopol wurde leider bereits abgegeben. Meine Meinung

ede 12.09.2014 - 06:06:17

"Das Gewaltmonopol des Staates dürfe nicht gebrochen werden"

Da lachen doch die Hühner Herr Landrat, so fern nicht auch die schon geklaut wurden. Das Gewaltmonopol des Staates ist spätestens mit der unausgegorenen Grenzöffnung und der Polizeireform gebrochen worden. Wie das Abwimmeln der Verantwortung und Zuständigkeiten im Artikel zeigt, wird natürlich niemand von den Parteien, die das zu verantworten haben, das öffentlich eingestehen. Und die Bürger die das begriffen haben, werden wohl kaum ihr Kreuzchen noch ein Mal bei SPD, CDU und DIE LINKE machen.

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