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Stolz auf den Enkelsohn

DSTULPE / 14.03.2010, 08:00 Uhr
Der ehemalige FCV-Spieler Christoph Ringk feiert am Sonntag 50. Geburtstag - "bei guter Gesundheit und in größer gewordener Familie", wie der gelernte Physiotherapeut anmerkt.

Der gebürtige Oderstädter war schon 1979/80 ins Oberliga-Aufgebot des FC Vorwärts aufgerückt, absolvierte 29 Spiele. "An meinen Premierentreffer 1979 beim gerade wieder aufgestiegenen FCV kann ich mich noch gut erinnern. Das war beim 2:0 gegen Chemie Leipzig. Das andere Tor schoss André Jarmuszkiewicz." Beide, der Verteidiger und der Mittelfeldspieler, galten 19jährig als die Vorwärts-Entdeckungen der Saison.

Unvergesslich sind Ringk natürlich auch die Europacup-Partien gegen den VfB Stuttgart und Ballymena United im Jahre 1980 geblieben. "Aber da durfte ich nur die Heimspiele mitmachen." Hintergrund waren so genannte "Westkontakte" des Elternhauses zu den legal aus der DDR ausgereisten Großeltern. Christoph Ringk wurde für den DDR-Leistungssport gesperrt, wechselte mit seinem Vater Karl-Heinz (damals Trainer beim FC Vorwärts) kurzzeitig zur BSG Halbleiterwerk, ab 1982 zum DDR-Ligisten Stahl Brandenburg, schaffte dort im 2. Jahr den Oberliga-Aufstieg. Von 1984 bis 1991 absolvierte er in der Havelstadt 162 Oberliga-Spiele (2 Tore) in der zentralen Abwehr, meist als Libero. Knieprobleme trotz mehrerer Operationen zwangen ihn 1992 zum Aufhören.

So wurde er erst Nachwuchs-Trainer, dann Co-Trainer der 2. Bundesliga unter Schafstall und "Pico" Voigt, später in der Regionalliga. Die Brandenburger Stahl-Probleme mit dem sportlichen Niedergang rissen wie bei vielen anderen Ost-Vereinen aber nicht ab, zumal auch der Hauptsponsor seinen Rückzug antrat. Also lernte Christoph Ringk einen "richtigen, anständigen und in der Regel krisenfreien Beruf, mit dem man auch eine Familie ernähren kann". Er ist ausgebildeter Physiotherapeut, wohnt mit seiner Ehefrau in Rietz, hat zwei erwachsene Töchter. Die ältere machte ihn jetzt zum ersten Mal zum Opa. "Mein 50. Geburtstag ist da fast Nebensache. Ich bin mächtig stolz auf meinen Enkelsohn."

Es gibt also zwei gute Gründe zum Feiern im Hause Ringk. Neben den Eltern sind auch andere Frankfurter eingeladen: Armin Müller, André Jarmuszkiewicz, Norbert Kloschinski, der erste Übungsleiter Walter Brand ...

Ganz vom Fußball freilich kann er nicht lassen. Von 1996 bis 2004 trainierte er den Landesligisten Kloster Lehnin, später den Verbandsligisten BSC Süd. Jetzt kickt er noch selbst bei den Alten Herren in Lehnin, kümmert sich um die Torhüter des Oberligisten vom Brandenburger SC.

Übrigens: Vater Heiner Ringk wird sechs Wochen später, am 23. April, 80 Jahre alt. Sohn Christoph wird da mit der gewachsenen Familie in Frankfurt anreisen.

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